03 SepRhönlamm trifft Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz, Foto: Rainer Prüm

Schwalbenschwänze kann man fast während des ganzen Frühjahrs und Sommers sehen, da sie es in drei Generationen gibt. Wobei man schon wissen muss, wo man sie findet. Es sei denn, es verirrt sich mal einer in den eigenen Garten, besonders wenn dort auch noch Buddleija (Sommerflieder), stehen.  Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter. Der größte und einer der auffälligsten Schmetterlinge des deutschen Sprachraums hat eine Spannweite von 50 bis 75 Millimetern. Er ist gelb und schwarz gemustert mit einer blauen Binde und roten Augenflecken an der hinteren Innenseite der Hinterflügel. An den Hinterflügeln stehen kurze, größtenteils schwarz gefärbte „Schwänzchen“ ab. Er hat lange Haare an den Vorderbeinen, die als Putzkämmchen dienen. Mehr zu Lebensraum, Verbreitung und Fortpflkanzung des Schwalbenschwanzes auch auf wikipedia hier, im Natur-Lexikon hier , auf Schmetterling-Raupe hier , oder auch viel Wissenswertes auf dieser sehr schönen Schwalbenschwanz-Seite von Barbara Kümin aus Zürich in der Schweiz.

Schwalbenschwanz, Foto: Rainer Prüm

Der Schwalbenschwanz war 2006 “Schmetterling des Jahres“. Dazu schreibt die BUND NRW Naturschutzstiftung: ” Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. den Schwalbenschwanz zum „Schmetterling des Jahres 2006“ gekürt. Aus einem erfreulichen Grund: Der Bestand des Schwalbenschwanzes hat sich nach einem Tief in den 70er und 80er Jahren wieder leicht erholt, so dass der Schmetterling mittlerweile deutschlandweit nicht mehr als gefährdet gilt. Hauptursachen für diese Erholung sind u.a. ein geringerer Pestizideinsatz in vielen Gärten und im öffentlichen Bereich z.B. auf Straßenböschungen sowie naturverträglichere Pflegemaßnahmen auf Magerwiesen und Saumbiotopen.”

Schwalbenschwanz von unten, Foito: Rainer Prüm

Und weiter: “Der Papilio machaon ist von Natur aus kein häufiger Schmetterling, aber weit verbreitet: von Europa und Nordafrika über das gemäßigte Asien bis nach Nordamerika. Aufgrund seiner weiten Verbreitung über unterschiedliche Lebensräume und seines Wanderverhaltes – auch in die vom Menschen stark beeinflussten Kulturlandschaften hinein – hat er insgesamt relativ guten Überlebenschancen. Er ist auf offene und abwechslungsreiche Landschaften angewiesen und am häufigsten an trockenen warmen Standorten der Mittelgebirge zu finden. Damit sich die verstreut lebenden Männchen und Weibchen zur Paarung finden, versammeln sich beide Geschlechter zum Balzflug um Geländererhebungen wie Bergkuppen oder auch Türme.Hilltopping“ heißt dieser Heiratsmarkt. Bei uns tritt der Schwalbenschwanz in 2 Generationen auf. Die Weibchen der Frühjahrsgeneration überfliegen zur Zeit der Löwenzahnblüte im Mai/Juni weite Gebiete, um geeignete Pflanzen für die Eiablage zu finden. Sie suchen dabei stark aromatische einzeln und sonnig stehende Doldenblütler auf – gern die Wilde Möhre, aber zum Beispiel auch die Gartenmöhre. Etwa 150 Eier werden so verteilt, dass jede Wirtspflanze später nur wenige Raupen zu versorgen hat. Die Weibchen der Sommergeneration wählen im Juli/August für die Eiablage ebenfalls intensiv duftende Doldenblütler wie die Kleine Bibernelle, den Dill, Kümmel oder Fenchel aus.”

Schwalbenschwanz von oben, Foto: Rainer Prüm

01 SepRhönlamm auf Reisen – in Deutschlands ältester Stadt Trier

Porta Nigra in Trier, Foto: Rainer Prüm

Nur eine knappe Autostunde von mir entfernt liegt Trier. Wobei ich von Merzig aus entweder über Losheim-Britten und Zerf oder Mettlach und Saarburg fahren kann. Trier (frz. Trèves, lux. Tréier) ist eine kreisfreie Stadt im Westen von Rheinland-Pfalz. Trier ist Sitz einer Universität, einer Fachhochschule, der Verwaltung des Landkreises Trier-Saarburg, der Verwaltung der Verbandsgemeinde Trier-Land, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD, bis 1999 Bezirksregierung Trier), mehrerer Dienststellen des Landesuntersuchungsamtes (LUA), einer römisch-katholischen Diözese (Bistum Trier) sowie einiger Bundesbehörden (eine von vier Bundeskassen Nebenstelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben). Die Stadt wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager. Die Römischen Baudenkmäler in Trier, bestehend aus Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra, Römerbrücke, Igeler Säule, Dom sowie die Liebfrauenkirche zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zur Vorgeschichte, Klima und Einwohnerentwicklung von Trier mehr auf wikipedia hier.

Fußgängerzone Trier, Foto: Rainer Prüm

Besonders für Radfahrer und Wanderer ist die Urlaubsregion Trier ein Paradies. Denn so führt z.B. der Saar-Hunsrück-Steig, der zu den Spitzenwanderwegen Deutschlands zählt, von der Cloef bei Mettlach-Orscholz über Trier und den Hunsrück bis nach Idar-Oberstein. Und in Richtung Norden erklimmt man die Eifelhöhen bis in die historische Kaiserstadt Aachen. Und auch die Trierer Innenstadt, besonders die Fußgängerzone, ist immer einen Besuch wert! Interessantes zur Universität Trier gibt es hier und  zum Bistum Trier hier . Auch der jährliche Weihnachtsmarkt gehört zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Dieses Jahr findet der Trierer Weihnachtsmarkt vom 22.11. bis 22.12. auf dem mittelalterlichen Hauptmarkt und vor der imposanten Kulisse des Trierer Doms statt. Weitere Fotos zu Trier gibt es hier und Informationen zum Fußballklub Eintracht Trier hier und zur IHK von Trier hier.

30 AugRhönlamm hatte in der Rhön wieder Besuch von Journalisten

Schäfer Weckbach und seine Rhönschafe

Es war mal wieder so weit. Am letzten Mittwoch und Donnerstag kamen wieder Journalisten in die Rhön. Mittelpunkt der Begierde war logischerweise zum wiederholten Mal  das original Rhönschaf als solches, das Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts, der ApfelSherry und die original Öko-Rhönlamm Salami von Metzgermeister Dirk Ludwig, die dieser in seiner Metzgerei “Der Ludwig” in Schlüchtern produziert. Neun Journalisten aus ganz Deutschland konnten sich von Jürgen Krenzers neuem Konzept der Rhöner Produkt-Inszenierung überzeugen. Und werden natürlich demnächst ausführlich in den entsprechenden Medien darüber berichten, wie bsw. der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder “Hessen a la carte“. Zentraler Mittelpunkt der zukünftigen Produktpräsentation ist Krenzers neu erbautes Kern-Haus. Dieser ist, wie auch das Rhönschaf-Hotel, täglich und rund um die Uhr geöffnet und bietet ein uneingeschränktes Einkaufsvergnügen Rhöner Produkte. Darunter Krenzers ApfelSherry in seiner ganten Vielfalt, sortenreine Apfelweine, hausgemachte Senfe und leckrere Marmeladen, genauso wie die 100%ige Lammsalami mit dem Schwips ApfelSherry.

Jürgen Krenzer`s neues Kern-Haus

Die echte Lammsalami vom Öko-Rhönschaf ist eine Spezialität, deren Besonderheit sich schon beim ersten Bissen offenbart. Denn diese Salami besteht zu 100 Prozent aus dem wertvollen Fleisch des Original Öko-Rhönschafs. Noch sanft geschmacklich ergänzt, durch einen kleinen Schuss hochwertigen ApfelSherry, der, in Whiskey-Fässern gereift, ebenfalls ein reines Produkt der Rhön ist. Das Rhönschaf, das sogar lange Zeit vom Aussterben bedroht war, ist nun zum Wahrzeichen einer ganzen Region geworden. Schon Napoleon der I. Bonaparte war im 19. Jahrhundert von seinem zarten Fleisch begeistert. Er ließ es sogar nach Paris exportieren, und taufte es “mouton de la Reine”  – königliches Schaf. Nach dem dramatischen Rückgang der Rhönschafe um 1960 hat sich der Bestand zu Glück heute wieder erholt. Und dank dem Schlüchterner Metzgermeister Dirk Ludwig können heute viele Feinschmecker diese exklusive Lammsalami vom Öko-Rhönschaf geniessen, die es in dieser Form und mit dem Schwips Rhöner-ApfelSherry nur von der Metzgerei “Der Ludwig” gibt.

In der Metzgerei "Der Ludwig" in Schlüchtern

27 AugRhönlamm auf Reisen – in Saarbrücken



Saarbrücken
(lux.: Saarbrécken; frz.: Sarrebruck) ist die Landeshauptstadt des Saarlandes. Die Universitätsstadt und einzige saarländische Großstadt entstand 1909 aus dem Zusammenschluss der drei Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach. Saarbrücken ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes und Sitz des Regionalverbandes Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art. Der Name der Stadt hat nichts mit dem modernen Wort Brücke zu tun, denn zur Zeit der ersten Erwähnungen des Ortes bzw. der Burg gab es dort keine Saarbrücke:

Staatstheater Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Die erste Brücke über die Saar (die heute sog. Alte Brücke) wurde erst 500 Jahre später erbaut. Der älteste überlieferte Name Sarabriga stammt aus dem Keltischen und bedeutet in der Silbe Sara fließendes Gewässer. Der Wortteil Briga wird übersetzt als Felsen, großer Stein. Gemeint ist damit wohl der große Felsen gegenüber der Alten Brücke, auf dem die erste Burganlage errichtet wurde. Insofern lautete der Name der ersten Siedlung an dieser Stelle sinngemäß „Saarfels“. Eine weitere nicht belegte Erklärung kann man auf das germanische Wort bruco zurückführen, was Sumpf bedeutet und die umgebenden Feuchtgebiete bezeichnet (niederdeutsch Brook, Broich, Brauck entsprechend ahd. Wort bruoh, mhd. bruoch). Ein Beleg dafür wäre der St. Johanner Distrikt, bekannt als die Bruchwiesen, der bis kurz vor seiner Bebauung in der Tat lange ein sumpfiges Gebiet gewesen war. Da das Gebiet von Saarbrücken in der ersten Besiedlung nur von Kelten bewohnt war, ist die erste Variante der Namensgebung die wahrscheinlichere. Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. im Jahre 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Bistum Metz geschenkt wird.  Mehr zu Einwohnern, Geografie und Geschichte auch auf wikipedia hier.

Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der derzeitige Drittligist 1. FC Saarbrücken. Er wurde am 18. April 1903 im Saarbrücker Stadtteil Malstatt als Fußball-Abteilung des TV 1876 Malstatt gegründet. Nach Abspaltung der Fußball-Abteilung erfolgte 1907 eine Neugründung als FV Malstatt-Burbach. Am 1. April 1909 wurde der Verein in FV Saarbrücken umbenannt. Von 1943 bis 1945 bildete der Verein gemeinsam mit dem SC 07 Altenkessel die Kriegsspielgemeinschaft Saarbrücken. Nach der Auflösung im Jahre 1945 wurde der Verein am 25. November 1945 unter dem Namen 1. FC Saarbrücken neugegründet.Er spielte insgesamt fünf Spielzeiten in der Fußball-Bundesliga: 1963/64, 1976-1978, 1985/86 und 1992/93, weitere 19 Spielzeiten in der 2. Bundesliga. Austragungsort der Heimspiele ist das Ludwigsparkstadion. Mehr zum 1.FC Saarbrücken gibt es auch hier.  Die Frauenmannschaft des 1.FC Saarbrücken spielt nach den Saisons 1997/98 bis 2001/02, 2003/04 und 2007/08 zum vierten Mal in der 1. Bundesliga der Frauen.

Ludwigskirche Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der „Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke“ in die vier Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese zum Großteil in Distrikte untergliedert. Die Stadtbezirke von Saarbrücken mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile und Distrikte kann man auf wikipedia hier kennenlernen. Sollten Sie einmal in Saarbrücken sein und vielleicht nur wenig Zeit haben, dann sind wenigstens der Schlossplatz, der St. Johanner Markt, der Ludwigsplatz samt Ludwigskirche und die Eckpunkte der Stengelchen Stadtanlage ein Muss!

Saarländischer Landtag in Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken hat natürlich auch ein Schloss. Es ist ein barockes Schloss und befindet sich im Stadtteil Alt-Saarbrücken am linken Ufer der Saar. An diesem Standort gab es Vorgängerbauten, wie z.B. eine mittelalterliche Burg und ein Renaissance-Schloss. Wikipedia schreibt dazu: “Historische Quellen aus dem Jahre 999 berichten von dem kaiserlichen Castell Sarabruca, das im Jahre 1009 Veste Sarebrugka genannt wird. Nach einer Urkunde aus dem Jahre 1065 hatte Herzog Friedrich von Niederlothringen die Burg vom König als Lehen erhalten. König Heinrich IV. schenkte das Castel Salentburca Friedrichs Bruder, Graf Adalbero III. von Luxemburg der Bischof von Metz war. Im Jahre 1168 wurde die Burg des Grafen Symon auf Befehl des Kaisers Friedrich I. zerstört. 1277 erwähnen Archivalien am 2. Juli Castel und Bourg . Eine Urkunde vom 11. Januar 1485 berichtet, dass Graf Johann IV. von Nassau-Saarbrücken begonnen hatte „… anno 1459 wegen Kriegszeiten die beiden Städte zu befestigen und zu bewachen“ . Johann IV. begann im Jahre 1563 auch damit, Bollwerke um die Burg anzulegen und eine Zugbrücke über den Graben zwischen Stadt und Burg zu bauen. Der Historiograph der Grafen von Nassau-Saarbrücken, Johann Andreae, berichtete, Graf Philipp IV. habe 1575 das Sommerhaus zu Saarbrücken gebaut, und vermittelt in einer Grundrissskizze erstmals eine Vorstellung vom Aussehen der damaligen Burg. Das trapezförmige Geviert war mit ungleich breiten Gebäuden umschlossen. Der Wehrturm befand sich auf der Westseite der Vierflügelanlage. Die Vorburg auf der Saarseite wurde nach Nordwesten und Südosten durch Gebäude abgeschlossen. Das von dem kurpfälzischen Baumeister Christmann Stromeyer erbaute Sommerhaus, stand auf dem südöstlichen Vorsprung des Saarfelsens. Die Burganlage wurde im Nordosten durch den Saarfelsen und die Saar, im Osten durch einen Graben und im Süden sowie Südwesten durch Bollwerk und Graben umschlossen. Der Zugang zur Burg erfolgte von der Stadtseite her über die Zugbrücke gegenüber dem großen Turm. In der Südecke des Gartens befand sich der „rothe Thurn“, und gegenüber in der Nordecke stand das rund Thurnlein“. Mehr zum Saarbrücker Schloss auf Wikipedia hier.

Saarbrücker Schloss, Foto: Rainer Prüm

25 AugDas Rhönlamm gratuliert dem “Hochrhöner” zum besten Fern-Wanderweg 2010

Die Rhön, Foto: Rainer Prüm

Der Hochrhöner ist ein Wanderweg und erstreckt sich über 175 km durch das Herz Deutschlands über die Ländergrenzen Bayern, Hessen und Thüringen. Er führt von Bad Kissingen bis nach Bad Salzungen. 150 km davon verlaufen im Biosphärenreservat Rhön. Das Deutsche Wanderinstitut hat den Hochrhöner als Premiumwanderweg ausgezeichnet. Der Hochrhöner führt über die höchsten Erhebungen der Rhön, wie Wasserkuppe, Kreuzberg, Heidelstein und Ellenbogen. Er passiert Höhepunkte kultureller Art, wie den weltbekannten Kurort Bad Kissingen, das Franziskanerkloster auf dem Kreuzberg mit seiner alten Brautradition, das Zentrum des Segelflugs auf der Wasserkuppe, den Felsrücken der Milseburg und Bad Salzungen mit seinen Fachwerk-Gradierbauten. Und nun ist also der Hochrhöner nach Ansicht des Wandermagazins „Deutschlands schönster Wanderweg 2010“ in der Kategorie der Routen, also der Weitwanderwege. Gratulation. Die Mainpost schreibt dazu “ Der im September 2006 eröffnete Hochrhöner, vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg zertifiziert, gehört zu den Prädikatswanderwegen in Deutschland und spielt in der Liga der besten Wanderwege an prominenter Stelle mit.

Fliegerdenkmal Wasserkuppe, Foto: Rainer Prüm

Nach Ansicht der Wandermagazin-Jury gelingt dem Hochrhöner der Spagat, die Höhepunkte einer Kultur- und Naturlandschaft aufzugreifen außerordentlich gut.” Ich selbst hatte ja schon vor kurzem Gelegenheit einige kleinere Teilabschnitte dieses Rhön-Fernwanderweges kennenzulernen. Und wirklich, der Hochrhöner beeindruckt u.a. durch kulturelle Höhepunkte, darunter das Kloster Kreuzberg, (da sollte mn unbedingt auch die örtliche Klosterbrauerei besuchen), die Kirchenburg in Kaltensundheim, das Minnesängergrab in der Frauenrother Kirche oder das Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe. Auf der Wasserkuppe kann man sich einen ganzen Tag aufhalten. Das habe ich ja auch schon hier und hier beschrieben! ;-) Und Rhöntourist.de ergänzt: “Die Rhön ist ein landschaftlich einzigartiges Mittelgebirge im Dreiländereck zwischen Bayern, Hessen und Thüringen gelegen – geprägt von unbewaldeten kargen Kuppen, steilen und bis zu 950 Meter hohen Bergen und Hügeln sowie lang gezogenen, fast menschenleeren Hochebenen. Hinzu kommen schaurig wirkende düstere Hochmoore, ein raues Klima, urwüchsige Wälder und imposante Basaltblock- und Gesteinshalten, die an den vulkanischen Ursprung dieses Gebirges erinnern und der Rhön ihren besonderen Charakter verleihen. Im März 1991 ernannte die UNESCO diese einzigartige und vielschichtige Landschaft der Rhön zum Biosphärenreservat und damit allein den bayerischen Teil der Rhön zum größten Naturschutzgebiet Bayerns außerhalb der Alpen.

Auf der Wasserkuppe, Foto: Rainer Prüm

Dazu schreibt auch Wanderkompass.de: “Federnde grüne Matten, geheimnisvolle Halden grauer Basaltblöcke, knorrige alte Buchen und unergründliche, dunkle Moore und liebliche Bachtäler – die Landschaft der Rhön weist viele Formen auf. Die kahlen Höhen mit ihren weiten Ausblicken machen das „Land der offenen Fernen“ trotzdem unverwechselbar. Birkhuhn und Trollblume, roter Milan und Silberdistel finden in der Rhön noch ihren Lebensraum. Das Zusammenspiel von Mensch und Natur im Unesco-Biosphärenreservat Rhön ist Modell auch für andere Regionen. Schon vor mehr als 130 Jahren begann der Rhönklub mit der Erschließung des Mittelgebirges für Wanderer. Der Höchrhöner, der neue Premiumwanderweg von Bad Kissingen nach Bad Salzungen, baut auf dieser Tradition auf. Auf ca. 170 Kilometern führt der Hochrhöner durch das Herz Deutschlands. Die Rhön liegt im Schnittpunkt zwischen Süd und Nord, zwischen West und Ost.” Na wie wäre es? Vielleicht haben Sie ja auch mal Lust, den Hochrhöner zu erwandern? Er ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis!

Am Hochrhöner, Foto: Rainer Prüm

23 AugRhönlamm gratuliert dem 1. FC Kaiserslautern zum 3:1 Sieg gegen den 1. FC Köln

Fritz Walter Stadion Kaiserslautern, Foto: Rainer Prüm

Wo liegt eigentlich Kaiserslautern?  Kaiserslautern ist eine Industrie- und Universitätsstadt am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist gleichzeitig Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Kaiserslautern. Am bekanntesten ist für viele sicher das Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg, das als Spielstätte für Heimspiele des 1. FC Kaiserslautern dient. Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern ist nicht nur die Wettkampfstätte des Fußball-Erstligisten 1. FC Kaiserslautern, sondern war auch während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 vom 09. Juni bis 9. Juli 2006, Austragungsort mit 46.000 Stadionplätzen von fünf WM-Spielen. Darunter das Spiel am 17. Juni 2006 des späteren Weltmeisters Italien gegen die USA. Dabei  reichte es nur zu einem 1:1, trotz numerischer Überzahl in der zweiten Halbzeit. Die Partie war vor allem durch die drei Platzverweise geprägt, spielerische Highlights waren selten.

Eingang Fritz Walter Stadion, Foto: Rainr Prüm

Aufgrund seines ehemaligen Namens (Betzenbergstadion) wird das Stadion auch umgangssprachlich als „Betze“ bezeichnet. Namensgeber des Stadions ist der frühere Fußballnationalspieler Fritz Walter, Kapitän der erfolgreichen Weltmeistermannschaft von 1954, Ehrenspielführer der deutschen Nationalelf und Kapitän der FCK-Meistermannschaften von 1951 und 1953. Der Haupteingang zum Stadion an der Ecke Nord-/Osttribüne trägt in Erinnerung an den kaiserslauterer Fußballnationalspieler Ottmar Walter, der jüngere Bruder von Fritz Walter, Teil der Weltmeistermannschaft von 1954, den Namen „Ottmar-Walter-Tor“. Auch andere Eingänge wurden mit Namen bedeutender ehemaliger Spieler bedacht. So besitzt das Tor zur Westtribüne den Namen „Horst-Eckel-Tor“, (mehr zu Horst Eckel hier und hier), der Eingang Süd-/Ost heißt „Werner-Kohlmeyer-Tor“ ( mehr zu Werner Kohlmeyer hier), und der Eingang Ost erhielt die Bezeichnung „Werner-Liebrich-Tor“. (Mehr zu Werner Liebrich hier). An der Stelle, auf der das heutige Fritz-Walter-Stadion steht, wurde 1920 der „Sportplatz Betzenberg“, benannt nach dem gleichnamigen Standort, eröffnet. Es handelte sich um einen Sandplatz, an dessen Südseite Zuschauerränge und eine kleine Holztribüne errichtet worden waren. 1926 wurde der Sandplatz durch einen Rasenplatz ersetzt. Die erste große Umstrukturierung zu einem Stadion erfuhr die Spielstätte 1932 mit Errichtung von zwei Stehrängen und einer Tribüne im Norden. Die Kapazität wurde hierdurch auf 18.000 Zuschauer erweitert. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde das Stadion immer wieder modernisiert und weiter ausgebaut. Bereits der erste größere Umbau 1953 führte zu einem erhöhten Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern. Die weiteren Modernisierungen führten dazu, dass bis 1972 eine Kapazität von ungefähr 38.000 Zuschauern erreicht wurde. Diese Kapazität blieb auch bei weiteren Modernisierungen bis zum Umbau für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nahezu unverändert, da mit den Erweiterungsarbeiten auch eine Umwandlung von Stehplätzen in Sitzplätze verbunden war. Mehr zum Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern auf wikipedia hier.

Kaiserslauterer Fußball-Weltmeister, Foto: Rainer Prüm

Am 24. April gelang im letzten Spiel der Saison 2009/ 2010 trotz einer 0:1 Niederlage gegen Rostock der Wiederaufstieg. Das Rhönlamm hatte dazu hier berichtet. Und nun ist also nach 1.560 Tagen der 1. FC Kaiserslautern endlich wieder zurück in der 1. Fußball-Bundesliga. Und wie!! Denn mit einem 3:1 Auswärts-Sieg gegen den 1. FC Köln, ist der 1. Sieg in der neuen Spielzeit unter Dach und Fach. Obwohl, wie hätte es auch anders sein sollen, denn Köln hat gegen Kaiserslautern seit über zwanzig Jahren nicht mehr gewonnen. Zwar ging Köln sehr früh (durch ein Abseitstor) in Führung, aber gegen Ende des Spiels wurde Köln überrannt. Zweimal Srdan Lakic und Ivo Ilicevic sorgten dann für den perfekten Start der Lauterer in die neue Bundesliga-Saison. Und jetzt kommt am nächsten Freitag der amtierende Deutsche Meisterund Pokalsieger Bayern München ….

Der "Betze" in Kaiserslautern, Foto: Rainer Prüm

Der 1. FC Kaiserslautern (kurz: 1. FCK oder FCK; Spitzname: Die „Roten Teufel“) ist ein Sportverein aus Kaiserslautern, der vor allem durch seine Fußballabteilung deutschlandweit bekannt ist. Die Profi-Fußballer des FCK spielen in der Saison 2010/11 wieder in der 1. Bundesliga und gehören mit vier Deutschen Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiegen zu den erfolgreichsten Mannschaften des Landes. Aktuell belegt der FCK den achten Platz in der Ewigen Tabelle der Bundesliga. Der Verein hat mehr als 15.000 Mitglieder (Stand Juli 2010).  Neben der Fußballabteilung unterhält der 1. FC Kaiserslautern auch Sportarten wie Basketball, Boxen, Handball, Hockey, Leichtathletik, Running und Triathlon. Mehr zum 1.FC Kaiserslautern auch bei wikipedia hier, der FCK-Homepage hier, und einem Online Magazin hier.

20 AugRhönlamm trifft Bläuling

Hauhechel-Bläulingshochzeit, Foto: Rainer Prüm

Wobei Bläuling vielleicht nicht ganz korrekt ist. Denn es gibt ganz viele Arten von Bläulingen. Mit weltweit über 150 000 Arten bilden die Schmetterlinge (Ordnung Lepidoptera) die drittgrösste Insektenordnung – hinter den Käfern (Ordnung Coleoptera) und den Hautflüglern (Hymenoptera). Eine der artenreichsten unter den rund einhundert Schmetterlingsfamilien ist die Familie der Bläulinge (Lycaenidae). In Mitteleuropa beispielsweise gehört fast ein Drittel aller Tagfalter der Bläulingsfamilie an.

kleiner Feuerfalter, Foto: Rainer Prüm

Die Bläulinge sind kleine Falter, bei denen sich Männchen und Weibchen oft deutlich von einander unterscheiden. Die Tiere kommen vom Norden und Osten Spaniens über Mittel- und Südeuropa, (Mittelitalien, Korsika, Balkan) östlich bis in die Ukraine und zum Ural vor. Nördlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über den Süden Englands, Norddeutschland und den Großteil des Baltikums. In Deutschland kommt die Art im südlichen Bergland und in den Alpen relativ häufig vor, im Norden ist sie selten. Aber es gibt sie auch bei uns im Saarland, denn sonst hätte ich sie ja nicht fotografieren können. ;-) Die Tiere leben auf Trockenrasen und an anderen trockenen, sonnigen und temperaturbegünstigten, nur mit vereinzelten Büschen und kurzen Gräsern bewachsenen Bereichen, allerdings ausschließlich auf kalkhaltigen, alkalischen Böden. Der Fühler sind schwarz-weiß geringelt, die Männchen sind meist blau, können aber auch rot gefärbt sein. Die Weibchen sind oft bräunlich. Die Bläulinge (Lycaenidae) sind eine Familie der Schmetterlinge (Tagfalter). Sie kommen weltweit mit ca. 6.000 Arten vor. Fast alle europäischen Arten haben blau gefärbte Flügeloberseiten, daher der Name.

silbergrüner Bläuling, Foto: Rainer Prüm

Innerhalb der Familie der Bläulinge stellt der Hauhechel-Bläuling die häufigste und verbreitetste Art dar und wird daher auch als Gemeiner Bläuling bezeichnet. Bei uns sind darüber hinaus auch der kleine Feuerfalter, der Faulbaum-Bläuling, der silbergrüne Bläuling und auch der Rotklee-Bläuling oft zu sehen. Interessant ist sicher noch, dass viele Bläulingarten in Symbiose mit Ameisen leben. Die Falter fliegen jährlich in einer Generation von Ende Juni bis August, maximal Anfang bis Mitte Oktober. Mehr zu Merkmalen, Lebensweise und Entwicklung der Bläulinge gibt es u.a. bei wikipedia hier. Auch in der Insektenbox, bei Schmetterling-Raupe, oder im Naturlexikon gibt es Informationen zu den Bläulingen.

Faulbaumbläuling, Foto: Rainer Prüm

18 AugRhönlamm betreibt Ahnenforschung – Wildschaf und Hausschaf

Hausschaf, Foto: Rainer Prüm

Schafe sind eine Säugetiergattung (eine Klasse der Wirbeltiere), aus der Gruppe der Ziegenartigen (Unterfamilie der Hornträger). In dieser Gruppe werden die Schafe und Ziegen (einschließlich der Steinböcke) samt ihren näheren Verwandten wie Gämsen und Moschusochsen, zusammengefasst. Die Gruppe umfasst rund 35 lebende Arten. Zu den kennzeichnenden Merkmalen der Säugetiere gehören das Säugen des Nachwuchses mit Milch, die in den Milchdrüsen der Weibchen produziert wird, sowie das Fell aus Haaren, das sie in Kombination mit der gleichwarmen Körpertemperatur relativ unabhängig von der Umgebungstemperatur macht. Die Hornträger sind eine Familie der Wiederkäuer, die wiederum zu den Paarhufern zählen. Schafe umfassen insgesamt fünf Arten, darunter das Wildschaf, aus dem das Hauschaf hervorgegangen ist. Das Wildschaf teilt sich in zwei Untergruppen, die Steppenwildschafe oder Urials und die Westlichen Wildschafe oder Mufflons.

Schafe und Ziegen, Foto: Rainer Prüm

Schafe sind Herdentiere, feinfühlig und aufmerksam. Sie können sich über 50 Gesichter von Artgenossen einprägen. Und sie sind gesellig, suchen den Kontakt auch zu anderen Tieren. Am intensivsten aber ist die Beziehung der Mutter zu ihren Jungen. Vor der Geburt sondert sie sich von der Herde ab und auch danach bleibt sie noch für Tage bei den Lämmern, die in den Abendstunden besonders aktiv werden, wild herumtollen und im Spiel lernen, Rangordnungen zu bilden und zu akzeptieren. Unter Schafen geben die Widder den Ton an, angeführt wird die Herde aber von weiblichen Tieren. Das Hausschaf ist die domestizierte Form des Mufflons. Es spielt in der Geschichte der Menschheit eine bedeutende Rolle als Milch-, Fleisch- und Wolllieferant. Dafür sorgen etwa 100 Hausschafrassen. Die Schlachtteile eines Schafes zeigt auch wikipedia hier. Und der Bundesverband Schafe schreibt u.a.: ” Schafwolle ist wärmehaltend und temperaturausgleichend, aber zugleich atmungsaktiv und schmutzabweisend. Sie ist Sommers wie Winters einsetzbar! 1 kg Wolle kann bis zu 200 g Wasser aufnehmen, ohne dass sie sich nass anfühlt.  Schafwolle ist schwer entflammbar, erst bei 560 Grad Celsius kann sie sich entzünden – daher ist sie für Sicherheitskleidung und Dämmmaterial nutzbar. Wolle wirkt antistatisch und kann Staub und Schadstoffe aus der Luft binden. Die einzelnen Fasern sind 4 x feiner als das menschliche Haar und auf Grund der Kräuselung besonders weich und elastisch. oft werden Schafherden auch auf öffentliche Felder, Deiche oder anderen Flächen geschickt, um das Gras dort abzuweiden. Sie ersetzen somit die Aufgabe der Rasenmäher. In der Regel werden Schafe in der Herde gehalten. Teilweise bleiben die Schafe auf eingezäunten Flächen, teilweise auch auf offenen. In diesem Fall werden die Schafe von einem Schafhirten und seinen Hunden bewacht.

Rhönlamm, Foto: Rainer Prüm

Eine spezielle Deutsche Hausschafrasse ist das Rhönschaf. Wikipedia schreibt u.a.dazu: “Das Rhönschaf ist eine landschaftstypische Schafrasse der Rhön. Kennzeichnend ist der schwarze, bis hinter die Ohren unbewollte Kopf. Das Rhönschaf ist ein mittelgroßes bis großes, hochbeiniges und hornloses Schaf, das hervorragend an ein raues Mittelgebirgsklima angepasst ist. Sein Fleisch gilt als zart, mild und würzig. Es gilt als eine der ältesten Nutztierrassen Deutschlands. 1844 schrieb man in Akten des Hochstiftes Fulda: „Das gewöhnliche Schaf des Rhönlandwirtes ist ein gemeines teutsches Schaf in einer eigenthümlichen Art, welches selbst im Ausland unter dem Namen ‘Rhönschaf’ gekannt wird. Es ist gelb-weiß mit einem schwarzen Kopf ohne Hörner, trägt eine grobe, wenig gekräuselte, wenig elastische Wolle, ist von großem Körperbau, starkknochig und von großer Mastfähigkeit“. Zur Zuchtgeschichte des Rhönschafes schreibt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: “Das Rhönschaf ist eine der ältesten Schafrassen Deutschlands, die erste Erwähnung mit dem jetzigen Namen stammt, wie gesagt, von 1844. Vermutlich gab es Schafe mit ähnlichem Aussehen schon Ende des 16. Jahrhunderts im Gebiet der Rhön. Es hat sich vermutlich aus schlichtwolligen deutschen Landschafen durch Einkreuzung von Frankenschafen, schwarzköpfigen Fleischschafen aus England und Merinoschafen im Lauf von Jahrhunderten entwickelt. Man vermutet, dass die Rasse sich durch anschließende Reinzucht im Laufe der Zeit im Erscheinungsbild vereinheitlicht und gefestigt hat. Es ist eine typische Landschafrasse der Mittelgebirgslagen und war für diese ertragsarmen leichten Urgesteinsböden mit ihren gering bewachsenen Hutungen unersetzlich. Das Rhönschaf hat in der Vergangenheit durch seine Anpassungsfähigkeit an das raue Mittelgebirgsklima im Grenzgebiet von Bayern, Hessen und Thüringen dazu beigetragen, dass in den dortigen klein- und mittelbäuerlichen Betrieben unter schwierigen Produktionsbedingungen ein bescheidenes Einkommen erwirtschaftet werden konnte. Das Rhönschaf, das sich über Jahrhunderte herausgebildet hat, bewirkte die Zurückdrängung des ursprünglichen Rhönbuchenwaldes, wodurch sich Kleinklima und Lichtverhältnisse so veränderten, dass letztendlich Hochheiden und Halbtrockenrasen mit einzigartigen Pflanzengesellschaften entstanden. Eine detaillierte Zuchtgeschichte über die schlichtwolligen, deutschen Landschafe ist bei der Rasse Coburger Fuchsschaf zusammengestellt.

Rhönschaf-Hotel, Foto: Rainer Prüm

Wo das Rhönschaf weidet, sehen Sie hier und das leckrere Fleisch vom Rhönschaf kann man bei der Metzgerei “Der Ludwig” in Schlüchtern kaufen oder in deren Online-Shop bestellen. Und mundgerecht serviert wird das original Okö-Rhönschaf u.a. im Rhönschaf-Hotel “Zur Krone” von Jürgen Krenzer in Ehrenberg-Seiferts. “Schafe auf Tour” kann man hier auf facebook verfolgen. Und mehr vom Bundesverband Schafe gibt es hier.

16 AugRhönlamm auf Naherholung – an der Saar bei Serrig in Rheinland-Pfalz

Blick auf Serrig, Foto: Rainer Prüm

Nicht weit von mir, nur knapp 20km entfernt, beginnt in Richtung Saarburg/ Trier das Bundesland Rheinland-Pfalz. Von der Saarländischen Grenze bei Mettlach/ Saarhölzbach schlängelt sich die Saar durch das enge bewaldete Saar-Tal. Hier hat sich entlang der Saar, einem Nebenfluss der Mosel, eine über 2.000 Jahre alte Kulturlandschaft gebildet, die von den Römern nachhaltig geprägt wurde. Also nicht nur im Saarland, sondern auch in Rheinland-Pfalz. In beiden Bundesländern hat man hier mitten im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg vielfältige Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten. Die Flusslandschaft bietet hier sehr viel Natur für Erholungssuchende. Auch waren die Landschaften hier wohl schon zur keltischen Zeit besiedelt, worauf u.a. z.B. (für das Winzerdorf Serrig), der älteste überlieferte Ortsname “Serviacum” aus dem Jahre 949 hindeitet. Wikipedia schreibt, dass diese Bebauung wohl in Zusammenhang mit der auf der gegenüberliegenden Saarseite liegenden befestigten Bergsiedlung (heute: Kastel-Staadt), zu sehen ist. Auch römische Spuren wurden in Serrig gefunden. Am Ortsende saaraufwärts, befindet sich das sogenannte Widderthäuschen, ein römisches Grabmal der Familie des Avarius von etwa 400 n. Chr.. Zu dieser Zeit gab es dort einige römische Landgüter. Hier befinden sich saarabwärts auch etliche Weinberge, daher wird Serrig auch als Tor zum Saarwein bezeichnet. Auf über 90 Prozent der Rebanbaufläche wird hier die Weinsorte Riesling angebaut. Gegenüber, etwa 360 m über der Saar, liegt die Klause Kastel.

Klause Kastel, Foto: Rainer Prüm

Eine Klause ist die Wohnung eines Klausners oder einer Klausnerin (Inklusen, Eremiten), die sich meist auf Lebenszeit einmauern ließen. Der Einschließungritus war eine Nachahmung der Bestattungszeremonie von Christus in Golgotha und versinnbildlichte die mystische Beerdigung der Inklusen. Klausner widmeten sich der Buße und dem Gebet und lebten nicht in weltferner Einsiedelei, sondern waren meist in Klöstern oder Kapellen untergebracht. Nachdem das Inklusentum im 12. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreicht hatte, verlor es im Spätmittelalter an Bedeutung und erlosch im 17. Jahrhundert ganz. 1833 bis 1838 wurde dann im Auftrag des preußischen Königshauses eine vom Hofarchitekten C. F. Schinkel entworfene Grabkapelle für König Johann von Böhmen errichtet. Johann liegt jetzt nicht mehr hier – er wurde nach Luxemburg in der Kathedrale verlegt! Johann war 1337 auf dem rechten Auge erblindet. Dies war eine Erbkrankheit der Luxemburger. Drei Jahre später verlor er nach einer missglückten Operation auch das linke Auge und hieß fortan der Blinde. Er fiel auf dem Schlachtfeld bei Crécy im Jahr 1346. Der Überlieferung nach soll Johann völlig erblindet in die Schlacht geritten sein!! Genaueres zur Klause Kastel gibt es bei wikipedia auch hier.

Weinanbau, Foto: Rainer Prüm

Zu Riesling erfahren wir bei wikipedia, dass er eine weiße Rebsorte ist, die als eine der besten und mancherorten wichtigsten Weißweintrauben gilt. Und weiter: “Der Riesling stellt in nördlich gelegenen Anbaugebieten hohe Anforderungen an die Lage, da er sehr spät reift. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen in südwestlicher bis südöstlicher Ausrichtung entlang der Flusstäler, wie sie etwa am Rhein, an der Ahr, an der Mosel, der Saar, der Ruwer, an der Nahe, am Main in Franken oder in der Wachau gegeben sind. Die Weine der Schieferweinberge an Mosel, Saar und Ruwer gehören zurzeit unter Liebhabern aufgrund ihrer besonderen Mineralität zu den begehrtesten Rieslinggewächsen der Welt. Die trockenen Rieslingweine aus der Pfalz, aus Baden oder dem Elsass sind in der Regel wuchtiger und säureärmer. Falls das warme Klima der letzten Jahre anhält (Klimawandel), ist davon auszugehen, dass gerade deutsche Spitzenlagen, die heute mit Riesling bestockt sind, in einigen Jahrzehnten andere Rebsorten sehen werden. Möglicherweise wird sich der Rieslinganbau wieder, wie bereits in früheren Epochen, in Seitentäler verlagern. Der sogenannte „Jahrhundertjahrgang 2003“ hat deutlich gezeigt, dass derartiges Klima jedenfalls für den Riesling eher schädlich ist.” Mehr zur Rebsorte Riesling auch hier.

13 AugRhönlamm auf Naherholung – im rheinlandpfälzischen Städtchen Saarburg

 

Saarburg, Foto: Rainer Prüm

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Also stand mal wieder ein Besuch in Saarburg an. Viele denken jetzt, Saarburg läge im Saarland - aber nein, liegt in Rheinland-Pfalz. Von mir auf etwas mehr als halber Strecke nach Trier sozusagen. Denn Saarburg ist eine Stadt im Landkreis Trier-Saarburg und liegt im westlichen Teil des Naturparks Saar-Hunsrück am Ufer der Saar sowie an der Mündung des Leukbaches. Neben dem historischen Kern zählen die Ortsteile Beurig, Kahren, Niederleuken und Krutweiler zum Stadtgebiet. Saarburg ist der Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Saarburg und ist gemäß Landesplanung als Mittelzentrum eingestuft. Saarburg ist auch die Saarweinmetropole, denn der “Saarwein kommt aus Rheinland-Pfalz und nicht etwa aus dem Saarland! Man geht durch vereinzelte Funde davon aus, dass bereits in vorgeschichtlicher und römisch-fränkischer Zeit, es Ansiedlungen in Saarburg gab. Die eigentliche Geschichte begann mit dem Bau der Burg von Graf Siegfried von Luxemburg. Er errichtete auf dem Inselberg, den er vom Trierer Erzbischof Heinrich gekauft hatte, eine große Höhenburg, die Festung Saarburg. Erstmals erwähnt wurde die Saarburg in einem Vertrag vom 17. September 964. Zweck der Vereinbarung war die Errichtung einer Burg – eine der ältesten Höhenburgen im Westen Deutschlands. Die zwischenzeitlich von Trierer Erzbischöfen als eine bevorzugte Residenz genutzte Burg, wurde baulich im Laufe der Zeit weiter verändert und nach Zerstörungen immer wieder in Stand gesetzt. Saarburg wurden schon am 29.05.1291 die Stadtrechte verliehen. Mehr zu Geschichte, Klima und Sehenswertem in Saarburg auch bei wikipedia hier.

Wasserfall der Leuk, Foto Rainer Prüm

Saarburg ist eine über 1000 jährige Stadt  mit mittelalterlicher Vergangenheit und lebendiger Gegenwart. Eingebettet in Weinberge und Wälder und vom Leukbach durchflossen, liegt die Stadt mit ihren sehenswerten Denkmälern inmitten der einzigartigen Kulturlandschaft und Dreiländereck Deutschland – Frankreich - Luxemburg. Eine besondere Attraktion und Schauspiel ist der 20 Meter hohe Wasserfall der Leuk inmitten der Stadt der zwischen Fachwerkhäusern und Barockbauten als “höchster innerstädtischer Wasserfall Europas” zu Tal stürzt und die Mühlräder der ehemaligen Hackenberger Mühle antreibt. Die Hackenberger Mühle stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Mühlenkomplex umfasst drei hintereinander gestaffelte Mühlen, deren Räder sich auch heute noch unterhalb des Wasserfalles drehen. Bis zum Jahre 1974 wurde hier Getreide zu Mehl gemahlen. Die Leistung der Mühlräder betrug bei voller Belastung 17 PS. Mit den Originalantrieben könnte heute noch täglich eine Tonne Mehl ausgestoßen werden. Im Keller der Mühle kann man auch noch die vielen Zahnräder besichtigen, die durch einen Lederriemen mit dem Mahlstuhl im oberen Geschoss verbunden waren.

Saarburger Kirche, Foto: Rainer Prüm

Besonders sehenswert ist auch die Saarburger Glockengießerei, die seit 1770 in der Stadt ansässig ist. Bis zum Jare 2002 wurde die große Kunst der Glockenherstellung ausgeübt Die von Hand gefertigten Glocken gingen von Saarburg aus in die ganze Welt. Seit 2003 ist der Betrieb als Museum erhalten. Schon im 13. Jahrhundert war der Leukbach in die Stadt umgeleitet worden, in erster Linie, um bei Bränden direkt Löschwasser im Ort zu haben. So entstand der Wasserfall, und so wurden auch bald die ersten Wassermühlen gebaut, die seinerzeit die Energie für Mühlen und Handwerksbetriebe lieferte. Der Mosel-Reiseführer schreibt dazu weiter, dass “Schiffahrt, Flößerei und Fischerei, aber auch der Weinbau für die Wirtschaft der Stadt in frühen Zeiten die Hauptrolle spielten. Später kamen Gerbereien und Webereien hinzu und bildeten die Grundlage des Wohlstandes von Saarburg. Um 1850 gab es noch sechs Gerbereien in Saarburg. Hier wurde das Leder hergestellt, aus dem die in Saarburg ansässigen Schuster die Schuhe fertigten.”

 

Die Leuk in Saarburg, Foto: Rainer Prüm

Wie wichtig die Fischerei in der Saar für die Stadt Saarburg war, kann man noch an den kleinen Fischerhäuschen in der Unterstadt sehen, die aus jener Zeit stammen. Der Beruf mit der längsten Tradition in Saarburg ist die Schifffahrt. Über den Wasserweg “Saar” wurden die Naturprodukte der Region, Kohle und Holz, aber auch Glocken, transportiert. Dabei mussten selbst Menschen beim Treideln (Ziehen) der Schiffe mit Hand anlegen. Hoch und mächtig ragt dagegen der dunkle neugotische Chor der Pfarrkirche St. Laurentius mit mächtigem Schieferdach über die verschachtelten Altstadthäuser. Eine Sesselbahn bringt Spaziergänger ohne mühsamen Aufstieg in die Wälder über der Stadt. Für “Wasserwanderer” hat Saarburg einen Jachthafen, der in der Saison von zahlreichen Sportbooten angelaufen wird. Ich jedenfalls bin gerne öfters im Jahr in Saarburg, ob auf einen Kaffee mit Apfelstrudel, ein Glas Saarwein oder auf ein frisches (alkoholfreies) Hefeweizen! ;-)

Saarburger Hof, Foto: Rainer Prüm

 

 

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