Archive for April, 2010

16 AprRhönlamm beim neuen SR Tatort in der ARD

Tatort-Kommissare treffen Komparsen

Heute wird es wieder ernst für die  Komparsen beim neuen SR-Tatort  “Heimatfront” für die ARD. Am heutigen frühen Nachmittag werden auch sie wieder zur “Aufhübschung” des Films bei den Dreharbeiten gebraucht. Im obigen Foto sind die Komparsen diejenigen, die Uniform tragen! Komparsen, sagt wikipedia, haben im Gegensatz zu Statisten, die nicht eigenmächtig oder individuell handeln, und auch nicht in das Film-Geschehen eingreifen, in der Regel die Aufgabe, für ein glaubwürdiges und lebendiges Hintergrundbild zu sorgen. Sie kämpen mit anderen in einer Armee, stehen als Schaulustige mit anderen um ein Mordopfer, sitzen mit anderen in einem Cafe oder sind Fußballfans im Stadion. Regisseure geben ihnen bewußt keine präzisen Regieanweisungen, da sie sich natürlich und keinesfalls gleichförmig verhalten sollen. Für den neuen SR Tatort “Heimatfront“, konnte Redakteur Christian Bauer diesmal den Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank für die Regie verpflichten, der damit auch sein Langfilm-Debüt gibt.

SR Tatort Filmleiche, Foto: Rainer Prüm

Freydank sagte, dass der Tatort ein schönes Fernsehformat sei, große Fernsehunterhaltung die auch mit Anspruch aktuelle Themen behandelt. Das sei natürlich eine große Herausforderung, zumal er selbst sehr gerne Tatorte anschaue. Außerdem freue er sich riesig auf die Arbeit mit Gregor und Maximilian (Gregor Weber und Maximilian Brückner als Haupt-Kommissare Stefan Deininger und Maximilian Kappl), die er schon lange kenne. Mit Gregor Weber habe er ja schon in “Spielzeugland” zusammengearbeitet. Und Redakteur Christian Bauer ergänzt dass wie der Titel schon andeute, ginge es in Heimatfrontum vier Soldaten, die aus Afghanistan zurückkehren und um die Probleme, die sie haben, nach dem Erlebten in ihr früheres Leben zurück zu finden. Und wie ihr Umfeld und die Gesellschaft diese Kriegsheimkehrer empfängt und sich ihnen gegenüber verhält. Das Drehbuch für „Heimatfront“ stammt von Christiane Hütter und Christian Heider, die damit ebenfalls beide ihr Tatort-Debüt feiern. Bearbeitet wurde das Buch von Uwe Wilhelm. Der „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks bleibt damit bei seiner Devise, jungen Autorenteams eine Chance zu geben. Der Tatort ist eine Produktion der ProSaar Medienproduktion (Produzent: Martin Hofmann) im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (Redaktion Christian Bauer) und der Degeto für Das Erste. Die Ausstrahlung ist für Anfang 2011 vorgesehen. Mehr auf SR online: http://www.sr-online.de/fernsehen/499/1045937.html

15 AprRhönlamm freut sich auf Gourmet Marathon

 

Pressekonferenz Hochwald Gourmet Marathon, Foto: Rainer Prüm

Gestern wurde auf der 61. Internationalen Saarmesse im Rahmen einer Pressekonferenz, der 1. Deutsche Gourmet Marathon am 19. September in Saarbrücken, vorgestellt. Ralf Niedermeier (re.) und seine Agentur niedermeierplus Marketing PR Events GmbH, entwickelte für diese Laufveranstaltung ein völlig neues Konzept, oder besser gesagt Rezept. Neben R. Niedermeier, (von rechts) Koch Cliff Hämmerle, Moderator Pascal Blum, SB-Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Hochwald Gschf. Andreas Schneider und Touristik Gschf. Birgit Grauvogel. Der Internet-Medienpartner dieser Veranstaltung u.a. ist die one4vision GmbH.
Deutschlandweit einzigartig steht dieser Marathon nun ganz unter dem MottoGourmet“. Ob für Hobbyläufer, Marathonprofis oder Zuschauer, der Hochwald Gourmet Marathon wird in vielerlei Hinsicht sicher ein Genuss! Die Teilnehmer werden während des Rennens mehrere Gourmet-Verpflegungsstellen passieren, deren kulinarisches Angebot aus der Ideenküche des Blieskasteler Spitzenkochs Cliff Hämmerle stammen wird. Z.B. wird mit kleinen Appetithappen wie Mini-Lyoner-Flammkuchen, Bananen-Quark-Kuchen oder Apfel-Ingwer-Drinks verwöhnt.

Saarbrücker Ludwigskirche, Foto: Rainer Prüm

Auch für Lauf-Gourmets wird der Marathon ein Leckerbissen. Die vier Runden führen an den attraktivsten Punkten im Zentrum von Saarbrücken vorbei – u.a. an der Ludwigskirche, über den St. Johanner Markt und entlang der Saar. Dazu gibt es die erste deutsche Meisterschaft im Halbmarathon 21,09 Kilometer für Köche und Gastronomen! Desweiteren wird es einen Staffel-Marathon für Vierer-Teams geben. Eine ideale Gelegenheit für Freunde, Firmen und Familien, diese klassische Wegstrecke mit vereinten Kräften zu bewältigen. Ein Team besteht aus 4 Läufern, von denen jeder 10,55 km zurücklegt. Fernher wird für Laufeinsteiger ein Mini-Marathon von 4,2 km angeboten. Herzstück der Veranstaltung ist ein großer Gourmet-Markt auf dem “Tbilisser-Platz , dem Vorplatz des Saarbrücker Staatstheaters. Hier laden zwei Tage lang, eine Vielzahl von Ständen, mit regionalen Spezialitäten, zum Verweilen und Schlemmen ein. Von einer Koch-Comedy Show, über bekannte TV Köche, Kochkurse für Kinder, namhafte Zauberer, bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten aus Küche und Keller.
Anmeldungen zum Hochwald Gourmet Marathon sind ab sofort unter www.gourmet-marathon.de möglich. Meldeschluss ist der 31. August 2010.

Für Lauf- und Kulinarikfreunde bietet die Tourismuszentrale des Saarlandes dazu eine attraktive Gourmet-Pauschale an. Zwei Übernachtungen im 4 Sterne Hotel, hervorragendes Frühstücksbuffet, ein Abendmenue im Retaurant s`Olivo, im Hotel Domicil Leidinger, Startgeld Marathon oder Halbmarathon, Gourmet-Pasta-Party am Samstagabend und ein Finisher-Shirt kosten pro Person im Doppelzimmer nur 169.- Euro. Buchbar ist die Pauschale über www.tourismus.saarland.de oder telefonisch unter 0681- 927200. Das Rhönlamm wünscht viel Spass und gutes Gelingen!

14 AprRhönlamms kleine Weißwurstkunde

Weißbier zur Weißwurst

Nachdem ja die Metzgerei “Der Ludwig” am übernächsten Sonntag, dem 25. April, wieder zum traditionellen Weißwurstfrühstück nach Schlüchten eingeladen hat (siehe gestrigen Artikel), hier noch ein paar wissenswerte Informationen zur Weißwurst und ein nicht ganz ernst zu nehmendes Video, das zeigt, dass bei Weißwürsten der Darm üblicherweise nicht mitgegessen wird. Wie wikipedia schreibt, “wird sie entweder „gezuzelt“ („gesaugt“), d.h. man fasst die Weißwurst mit der Hand und zieht den Inhalt mit den Zähnen aus dem Darm, oder man isst sie, indem man sie mit Messer und Gabel zuerst auf dem Teller längs halbiert, so dass der Darm auf der Unterseite intakt bleibt und der Inhalt mit dem Besteck quer heruntergewälzt werden kann. Es besteht auch die Möglichkeit, die Wurst seitlich ein wenig einzuschneiden oder mit der Gabel aufzuschlitzen und die Haut daraufhin in einem Stück von der Wurst zu lösen.” Und zur Entstehungsgeschichte der Münchner Weißwürste schreibt wikipedia weiter, dass es vergleichbare Würste, die ebenfalls im heißen Wasser serviert wurden bereits im 14. Jahrhundert in Frankreich gab.  In französischen Kochbüchern werden sie schon zu Beginn des 19. JahrhundertsBoudin Blanc“ (Weißwurst) genannt.

Viele Münchner schreiben ihre Entstehung aber auch gerne einer Zufallserfindung des Wirts vom Gasthaus „Zum ewigen Licht“ am Münchner Marienplatz, Sepp Moser, zu. Daher kommt sie also aus dem Königreich Bayern.  Moser wurde am 28. November 1821 als Wirtssohn in München geboren wurde. Er machte eine Metzgerlehre und pachtete 1857 tatsächlich das Gasthaus »Zum Ewigen Licht«. Am Rosenmontag, dem 22. Februar 1857, sollen ihm die Schafsdärme für die Kalbsbratwürstchen ausgegangen sein, während schon die Gäste warteten. Der losgeschickte Lehrling kam aber mit Schweinedärmen zurück, die zu zäh und zu groß für Bratwürste sind. In der Not füllte Moser sie trotzdem mit der fertigen Masse, briet die Würste jedoch nicht, sondern brühte sie in heißem Wasser, weil er Bedenken hatte, dass die Schweinedärme beim Braten platzen könnten. 1866 gab Moser die Wirtschaft wieder auf und starb am 5. Oktober 1872

Ludwig`s Weißwürstchen

Zur Herstellung und Zubereitung ist zu sagen, dass Münchner Weißwürste aus Kalbfleisch, Schweinerückenspeck, gegartem Kalbskopffleisch, Eisschnee sowie Kochsalz hergestellt und je nach Rezept mit Petersilie, Pfeffer, Zitronenpulver, Macis und Zwiebeln, auch Ingwer und Kardamom gewürzt werden. Der Muskelfleischanteil muss dabei überwiegend, also zu mindestens 51 %, aus Kalbfleisch bestehen. Zu dem entsehnten Fleisch kommt noch das Häutelwerk, das sich aus gekochten, ausgelösten Kalbskopfteilen mit Haut, Bindegewebsteilen von Kälbern und gekochten Schwarten von jungen Schweinen zusammensetzt. Das Häutelwerk darf nicht mehr als 10 Prozent der Wurstmasse betragen, der Fremdwassergehalt nicht über 25 Prozent, der Fettgehalt nicht über 30 Prozent liegen. Die fertige Wurstmasse wird in Schweinedärme gefüllt und zu etwa 12–15 cm langen Würsten von 80–90 Gramm Gewicht abgedreht.”

Zu ihrem 150. Geburtstag vor 3 Jahren haben u.a. auch das Magazin ”Stern
http://www.stern.de/lifestyle/lebensart/fleisch/weisswurst-bleiche-schoenheit-leider-etwas-alt-582053.html
über sie berichtet als auch die überregionale deutsche Wochenzeitung “Die Zeit” http://www.zeit.de/online/2007/08/150-jahre-weisswurst?page=all 
Wer am 25.04 weder zum Weißwurstfrühstück, noch von 14.00 bis 17.00 Uhr zum Tag der offenen Tür nach Schlüchtern zur Metzgerei “Der Ludwig” kommen kann, um einen Blick hinter die Kulissen moderner Produktionsräume zu werfen und sich von den hohen hygienischen Arbeitsabläufen und Standards zu überzeugen, für den ist trotzdem noch nicht alles verloren. Denn auch zu Hause oder am Arbeitsplatz steht einem zünftigen Weißwurstfrühstück nichts im Wege. Denn zum Glück gibt es Ludwigs` s Internet-Shop, wo man sich seine leckeren Weißwürste und natürlich auch andere Wurst- und Fleischprodukte problemlos bestellen kann. Das Rhönlamm wünscht allen Wurstfreunden “Guten Appetit!”

13 AprMetzgerei “Der Ludwig” lädt wieder zum traditionellen Weißwurstfrühstück ein

Weißwurstfrühstück 2008

An dieser Stelle möchte Ihnen das Rhönlamm  gerne einen interessanten Veranstaltungstermin bekanntgeben. Denn nach dem großartigen Erfolg im Jahr 2008 findet auch an diesem “Helle Markt Sonntag”, dem 25. April 2010, von 10.00 bis 13.00 Uhr, wieder Ludwig`s legendäres Weißwurstfrühstück in der Metzgerei “Der Ludwig” im osthessischen  Schlüchtern statt. Es gibt wie immer genügend Weißbier vom Faß, leckere Weißwürstchen, stramme Grillhaxen, prima Leberkäs und natürlich knusprige Brez’n. Die bekannten “Original Dirndljäger” werden dazu mit zünftiger Livemusik den Amtsberg in Schlüchtern garantiert wieder zum Kochen bringen. Dazu hat die Metzgerei “Der Ludwig” am Sonntag, dem 25. April 2010 auch noch “Tag der offenen Tür“!

Und die Musi spielt dazu

Ganz früher sollte ja die Weißwurst immer  bis zum 12 Uhr Läuten gegessen sein. Aber heute muss zum Glück diese Tradition im Sinne von “notwendig um authentisch zu sein” nicht mehr eingehalten werden. Denn damals wurden die Weisswürste nach der Herstellung noch roh an die Endverbraucher abgegeben. Heute werden sie aber bei der Produktion schon gut abgebrüht, so dass kein Gesundheitsrisiko mehr besteht, auch wenn man die Weißwürste ein paar Tage “zwischenlagert”. Es ist halt darauf zu achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Für alle, die eine Weißwurst zum ersten mal essen hat das Bayerische Fremdenverkehrsamt dafür noch eine Gebrauchsanweisung zum Schmunzeln über die feinen regionalen und kulturellen Unterschiede parat: http://www.muenchen.de/verticals/GastroGuide/Biergarten-Special/126053/30gebrauchsanleitungweisswurst.html

Foto: Rainer Prüm

Auch die Wurstakademie hat sich schon dem Thema Weißwurst in einigen ihrer Artikeln genähert. Sogar ein Bericht über den “Weißwurst-Knigge” ist aufgeführt. Ihn hat Dr. Werner Siegert geschrieben und er wird vom Literareon/Herbert Utz Verlag  aus München herausgegeben. Zitat: ” In der Weißwurst-Knigge wird auf 17 Seiten beschrieben, wie man eine Weißwurst richtig bestellt, wie man sie richtig aufschneidet bzw. ißt (das ist eine eigene Wissenschaft!), was es mit dem Weißwurst-Äquator auf sich hat und zur Geschichte der Weißwurst wird auch allerhand berichtet. Die s/w-Abbildungen sind auch recht amüsant. Kosten tut der Weißwurst-Knigge € 3,60.” Bestellen kann man es über die Amazon-Links rechts. Damit ist man für das Weißwurstfrühstück in der Metzgerei “Der Ludwig” sicher bestens vorbereitet!
Und noch schnell was zur professionellen Methode des Weißwurstkochens. Erst leicht gesalzenes Wasser in einem Topf einmal aufkochen lassen, Topf runter vom Herd, die Weißwürste bei dann 65 Grad Celsius hineinlegen und 20 Minuten bei konstanter Temperatur ziehen lassen. Weißwurst-Profis empfehlen zur Weißwurst “nur” den ”süßen” Händelmaier Senf . Der ist leicht mit Meerrettich angereichert.

12 AprRhönlamm trifft Merguez

Merguez Lammbratwürtschen, Foto Rainer Prüm

Die Merguez, gesprochenmerˈgez” kommt ursprünglich aus  Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien), und ist eine gut (scharf) gewürzte Bratwurst, die im Original aus Lammfleisch besteht und maximal etwa 20 Prozent Fett enthält. Sie ist zwischen 8 und 15 cm lang und hat einen Durchmesser von bis zu 1 cm. Ihren Ursprung hat die Merguez in Marokko, im Hohen Atlas, einer Gebirgskette, die das südliche Marokko durchzieht. Durch den Zuzug vieler Einwanderer aus den nordafrikanischen Ländern wurde sie erst sehr schnell in Frankreich bekannt und beliebt, dann verbreitete sie sich im restlichen Europa als Bestandteil der arabischen Küche oder auch eigenständig als Grillwurst. Besonders im Saarland, das ja an das französische Departement Lothringen grenzt, ist sie daher sehr weit verbreitet. Ihre für sie typischen Gewürze sind Harissa, PaprikaChili, und Kumin, bzw. Kreuzkümmel. Harissa besteht aus einem Hauch von Koriander, Kreuzkümmel und Knoblauch, sowie ab und an auch aus Zimt und Minze. Die Rezeptur variiert je nach Würzung.

Merguez, Foto: Rainer Prüm

Die Merguez kann man hervorragend grillen, sie können aber auch in der Pfanne gebraten werden. Wer die Wurst nicht so fett mag, kann sie vor der Zubereitung etwas mit der Gabel anstechen. Man kann die Merguez natürlich auch vor dem Braten oder Grillen in kochendes Wasser legen und etwas ziehen lassen. Danach wird sie von beiden Seiten dunkelbraun bis “schwarz” gebraten. Dazu passt Baguette oder Couscous, sowie Rose- oder Weißwein. Im Saarland gibt es auch schon mal Kartoffelsalat und Bier dazu. Wer will kann diese scharfen Lammbratwürstchen auch selber machen. Im Online-Angebot der Zeitschrift Brigitte aus dem Gruner und Jahr Verlag in Hamburg findet man unter http://www.brigitte.de/kochen/kuechen-basics/bratwurst-537786/ eine entsprechende Anleitung dazu.

09 AprLust auf ApfelSherry ?

"Krenzers Apfel" ApfelSherry, Foto: Rainer Prüm

Also den muss man einfach mal probiert haben! Diesen Krenzers Apfel“, ein Apfeldessertwein aus der Rhön nach dem Sherryverfahren. Ein idealer Aperitif aus Äpfeln. Was soll daran besonders sein, werden Sie jetzt fragen. Denn spanischen Sherry, der einem speziellen Reifeprozess unterzogen wurde und zur Kategorie der Likörweine zählt, kennen ja bestimmt viele Menschen. Aber dass er aus einem trockenen Weißwein der Palomino-Traube gemacht wird, schon weniger. Und dass der Begriff „Sherry” vom arabischen Namen Sherish für den heutigen Ort Jerez de la Frontera herührt, sicher auch nicht all zu viele. Aber “ApfelSherry”? Was soll das denn sein? Und beinahe hätte es den ja auch nie gegeben. Denn als Jürgen H. Krenzer in jungen Jahren im heimischen Apfelkeller des Rhönschaf-Hotels “Krone in Ehrenberg-Seiferts herunmexperimentierte, und seine Apfel-Kelterergebnisse nicht so waren, wie er dies gerne gehabt hätte, entfernte er das einzige 100 l Versuchs-Fass, mit dem klebrig-süßen Apfelsaft, aus dem Gärkeller, und vergaß es dann. Erst, als er ein Jahr später leere Fässer brauchte, erinnerte er sich wieder an das im hintersten Winkel des Apfelweinkellers abgestellte Fass, und wollte dieses dann entleeren. Denn er dachte sich, dass dieser komische Apfelsaft doch jetzt bestimmt hinüber sein müsste. Als er jedoch den Fasshahn öffnete, stieg ihm ein gar sehr gut riechender Duft in die Nase, und eine bernsteinfarbene Flüssigkeit kam langsam heraus. Diese roch wunderbar nach Äpfeln und Alkohol, und der auf der Hefe liegende vergorene Apfelsaft entwickelte ein tolles Bukett (Bouquet). Er hatte dazu keinen Schimmel, oder sonstige unangenehme Nebenerscheinungen.

Jürgen H. Krenzer

Dermassen freudig überrascht holte er schnell ein Glas und probierte mutig einen Schluck davon. Mann, mit einem solch erstklassigen Geschmack hatte er nicht gerechnet. Dieser vergorene und vergessene Apfelsaft verbreitete in seiner Nase langsam diesen wunderbaren sherryähnlichen Ton, der diesem “Zufallsprodukt” dann letztendlich auch seinen Namen geben sollte. Und ein ganz feiner, halbtrockener Apfelgeschmack entwickelte sich dazu auf seiner prüfenden Zunge, der auch ein vollmundiges, ausgeglichenes Verhältnis von Restzucker und Säure offenbarte. Hier war, wie von Geisterhand, ein idealer, erstklassiger Aperitif aus Äpfeln entstanden, wie er zuvor noch nie einen gesehen, gerochen, oder geschweige denn, einen geschmeckt hatte. Sofort lies er auch verschiedene Hotelgäste davon probieren, die ebenfalls alle voll des Lobes über diesen Apfelaperitiv waren und Jürgens ersten positiven Eindruck nachhaltig bestätigten. Eine neue Rhöner Delikatesse war geboren, der “Rhöner Sherry“. Da aber das ProduktSherry” genauso so markengeschützt ist wie andere berühmte Getränke, beispielsweise “Champagner“, steht eben “Apfeldessertwein” auf dem Etikett. Er hat übrigens mindestens 13 % vol Alkohol. Im Laufe der Jahre verfeinerte Jürgen Krenzer seine Kelterverfahren, so dass es mittlerweile sogar verschiedene ApfelSherry-Sorten gibt. Jede Sorte wird mindestens drei Jahre lang in unterschiedlichen Fässern ausgebaut und so lange in ein anderes Fass gefüllt, bis der Geschmack Jürgens Erwartung entspricht. So lagern manche dieser “Sherrys” fünf Jahre und sind zu einer unverwechselbaren und nicht kopierbaren “Marke geworden. Das Rhönlamm wünscht: Wohl bekomm`s!

08 AprRhönlamm macht Mittagspause

St. Jonaner Markt Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Nach dem doch ziemlich “langen” Winter tun die momentanem Temperaturen des Frühlings richtig gut. Mir sogar sehr gut! Und vielen anderen Mitmenschen ergeht es sicher ähnlich. Aber wohl nicht allen. Denn immerhin konnte man am gestrigen Mittwoch über die Mittagszeit, zwischen dicken Winterjacken und Stiefeln, bis hin zu T-Shirts, kurzen Hosen oder Shorts und offenen Sandalen und Sandaletten, alle “Bekleidungsvariationen” die möglich sind, auf der Straße sehen. Ganz besonderen Spass aber macht jetzt wohl die Mittags- oder Arbeitspause, die man ja, Gott sei Dank, nun endlich auch wieder, wer will, im Freien geniessen kann. Besonders wenn einem dabei auch noch die Sonne ins Gesicht, oder auch auf den Rücken, scheint. Das dachten sich wohl auch jenen Zeitgenossen, die, in erstaunlich großer Zahl, auf der “guten StubeSaarbrückens, dem St. Johanner Markt, ihre Mittagspause verbrachten. Und dabei, neben dem Sonnengenuss, logischerweise auch etwas zu Essen und zu Trinken, zu sich nahmen. Nicht umsonst lautet ja schließlich der saarländische Slogan:Hauptsach gutt gess“! (Geschafft hann mir schnell!)

Dabei ging die von mir erspähte Bandbreite an kulinarischen Kreationen von Wurstsalat mit Bratkartoffeln, diversen Schnitzelarten, über Nudelgerichte, Salaten, bis hin zu den verschiedenen Spezialitäten, bzw. Delikatessen unserer ausländischen Mitbewohner. Und vom Bier oder Wein, über die Apfelsaftschorle, bis hin zum stillen oder “bewegten” Mineralwasser und diversen Kaffeearten, mit oder ohne “Schnäpschen” danach, ist dabei ebenfalls alles vorhanden. Wohl auch zur Freude der vorhandenen örtlichen Gastronomie und ihrer Mitarbeiter. Der eine geniesst dazu sein Zigarettchen oder “Pfeifchen” im Freien, (Rauchverbot ich hör dir trapsen), der ander hört seine favorisierte MP3 Musik, während wieder andere einfach mit geschlossenben Augenmeditieren“. Ich habe jedoch auch solche “Workaholics gesehen, die tatsächlich über ihre Laptopps / Notebooks oder Netbooks gebeugt, auch in der sicher wohlverdienten Mittagspause, offensichtlich einfach nicht abschalten können. Egal, Hauptsache die Aussentemeratur stimmt, und die war ja mit 20 Grad Celsius und manchmal auch etwas darüber (im Schatten), mehr als angenehm. Das nenne ich dann mal eine gelungene Mittwoch-Mittagspause!

07 AprRhönlamm trifft Admiral

Admiral im Garten, Foto: Rainer Prüm

Mit zu den ersten Schmetterlingen des neuen Jahres gehört der Admiral (Vanessa Atalanta). Er gehört zur Familie der Edelfalter. Der Admiral hat, wie der Zitronenfalter, eine Flügelspannweite von 50 bis 65 mm und dunkelbraune Vorderflügeloberseiten, auf denen eine breite rot/ orangene Binde in der Mitte verläuft. Diesen bekannten Wanderfalter, der im Frühsommer aus südlichen Ländern bei uns einwandert, findet man häufig in Wäldern, aber auch in Gärten und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Heutzutage können vereinzelte Admirale sogar bei uns überwintern.

Foto: Rainer Prüm

Im Garten sieht man den Admiral oft auf dem Schmetterlingsflieder oder Buddleja und dem Wasserdost. Später im Jahr dann meist auf Astern. Wenn man Obstbäume hat, kann man den Admiral (und auch andere Schmetterlinge, besonders den C-Falter), sehen, wie sie an heruntergefallenem Obst saugen. Seine Raupen ernähren sich fast ausschließlich von Brennesseln.

06 AprRhönlamm unterwegs: die Viezstrasse

Viezstrasse, Foto: Rainer Prüm

An dieser Stelle möchte Ihnen das Rhönlamm gerne einige touristisch interessante Stellen unsere schönen Erde präsentieren. Sowohl im Inn- als auch im Ausland. Beginnen wollen wir im deutschen Bundesland Saarland. Das Saarland liegt im “Herzen Europas” und grenzt im Norden und Osten an Rheinland-Pfalz, im Süden an Frankreich, genauer an das französische Département Moselle in der Region Lothringen (Lorraine) und im Westen an Luxemburg. Mehr zum Saarland, seiner Geographie, Geschichte, Bevölkerung,  usw. gibt es auf  http://de.wikipedia.org/wiki/Saarland Und alles touristisch interessante zum Saarland wie z.B. Übernachten, Wandern, Sehenswürdigkeiten, usw. gibt es auf den Seiten der Tourismuszentrale des Saarlandes (TZS) unter http://www.tourismus.saarland.de/de/index  Darüber hinaus finden Sie viele unterschiedliche Informationen, z. B.  zu Politik, Verwaltung und weitere Themenportale auf den Seiten der saarländischen Staatskanzlei  http://www.saarland.de/ Eine besonders schöne Reiseroute durch die abwechslungsreiche Landschaft des Saargaues ist die Viezstrasse. Sie ist geprägt von zahlreichen Streuobstwiesen mit Zehntausenden von Obstbäumen. Viez ist ein im Saarland gerne  gebrauchter Name für Apfelwein. Die Viezstrasse … verläuft in Nord-Südrichtung von der Stadt Konz an der Saar an Merzig und Saarlouis-Wallerfangen vorbei bis nach Überherrn-Berus auf dem Saargau. Die Viezstraße ist eine Ferienstraße, auch Themenstraße genannt, die der gemeinsamen, touristisch interessanten Thematik Viez zugeordnet wurde und durch eine einheitliche amtliche Beschilderung gekennzeichnet ist.

Merziger Viezkönigin 2009, Foto: Rainer Prüm

Sie wird durch die Verbandsgemeinde Saarburg, die Dreiländereck Tourismus GmbH, den früheren Tourismusverband Merzig-Wadern und den Landkreis Saarlouis betreut und steht dabei als Beispiel für integrierte Regionalentwicklung durch touristische Nutzung der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft. Mit der Entwicklung der Viezstraße zur touristischen Route werden den Obstbauern, Edelobstbrennern, Landwirten, Hoteliers, Gastronomen und weiteren Akteuren im Saargau zusätzliche Einnahmequellen und Absatzmärkte erschlossen. Ob zu Fuß beim Wandern oder mit dem Fahrrad, prägend sind bei dieser Strecke die vielen Streuobswiesen mit Obstbäumen in einer schönen Landschaft Jeweils am ersten Samstag im Oktober wird in den Straßen der Merziger Innenstadt alljährlich das Merziger Viezfest gefeiert, zu dem auch jährlich eine Viezkönigin nebst Prinzessinnen gewählt wird. Die Viez-Saison 2010 beginnt für dieses Jahr mit der Auftaktveranstaltung am 24/ 25. April.

05 AprRhönlamm trifft Zitronenfalter

Zitronenfaltermännchen im Garten, Foto: Rainer Prüm

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling bringen jedes Jahr auch die Schmetterlinge bei uns wieder zum Vorschein. Mit einer der allerersten ist der Zitronenfalter  (Gonepteryx rhamni). Er  ist ein Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Oft erscheint er schon Anfang rz, wenn die Temperaturen dann 15 Grad Celsius und mehr erreichen und auch die Sonne scheint. Der Zitronenfalter ist vorwiegend ein Waldbewohner, der außerhalb des Waldes nur noch in gebüschreichem Gelände und Gärten auftritt. Er überwintert auch als einziger ungeschützt in der Vegetation, oft in Efeu-Beständen.

Zitronenfalterweibchen, Foto: Rainer Prüm

Der Name “Zitronenfalter” bezieht sich auf das männliche Tier. Denn nur das ist zitronengelb. Das Weibchen hingegen ist mehr weiß-grünlich und man kann es manchmal mit dem Großen Kohlweißling ver-wechseln. Der Zitronenfalter ist einer der ersten, aber auch einer der letzten Falter des Jahres, die gelegentlich im heimischen Garten erscheinen. Denn er hat mit ca. 12 Monaten die längste Lebenserwartung aller einheimischer Schmetterlinge. Die Länge seines Körpers erreicht  30 bis 35 Millimeter und seine Flügelspann-weite beträgt 50 mm – 55 mm. Aus seinen Eiern schlüpfen kleine grünliche Raupen, die nur an der Oberseite von Blättern sitzen, aber durch ihre Farbe gut getarnt sind. Der Zitronenfalter wurde als Insekt zum Insekt des Jahres 2002 ernannt. Mehr zu den Zitronenfaltern gibt es auch auf  Wikipedia unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenfalter

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