Archive for Juli, 2010

30 JulRhönlamm auf Reisen – in der Adam Ries Stadt Bad Staffelstein

Bad Staffelsteiner Rathaus, Foto: Rainer Prüm

Auf meiner Hessen-Franken-Gourmet-Tour Ende Juni, Anfang Juli, bin ich auch in Bad Staffelstein gewesen. Die Stadt Bad Staffelstein liegt im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels, und erstreckt sich beiderseits des Mains, zwischen den Eierbergen im Nordwesten und den Jurahöhen im Süden, wobei die Kerngemeinde sich an dessen linkem Ufer befindet, im sogenannten Gottesgarten am Obermain, der viele Sehenswürdigkeiten aufweist. Dazu zählen die von Balthasar Neumann erbaute Basilika Vierzehnheiligen, Kloster bzw. Schloss Banz und als Ausflugsziel der nahe Staffelberg. Ein interessantes Gebäude der Stadt ist das Rathaus (von 1684 bis 1687 erbaut unter Verwendung des spätmittelalterlichen Erdgeschosses). Es ist ein dreigeschossiges fränkisches Fachwerkhaus und prägt den Marktplatz der Stadt. Mehr zur Geschichte und Entwicklung Bad Staffelsteins lesen Sie auch hier. Das Obermain-Gebiet ist eine alte Kulturlandschaft. Rund um den Staffelberg und auf dem Plateau dieses "heiligen Berges der Franken" siedelten Menschen bereits vor mehr als 5000 Jahren. Der Staffelberg ist seit dem Neolithikum besiedelt. Hier befand sich in der keltischen Zeit auch ein Oppidum, das der Geograf Ptolemäus als Menosgada erwähnt, das aber wohl um die Zeitenwende mit dem Vordringen der Germanen aufgegeben wurde, die im Maintal siedelten. Weitere Informationen zu den Germanen findet man auch hier. Entsprechende Fund- und Grabungsberichte gibt es dazu hier. Auf dem Chamnitzen, einem 300 Meter langen Felsenriff zwischen Kümmersreuth und Lahm, fanden sich zertrümmerte Tongefäße germanischen Ursprungs, die den Gedanken nahe legen, dass hier ein Kultplatz lag, denn das Felsstück ist zur Besiedlung ungeeignet. Der Staffelberg, das Kloster Banz und die Basilika Vierzehnheiligen bilden das "Dreigestirn" rund um Bad Staffelstein, das schon vielfach besungen worden ist: "Wohl auf, die Luft geht frisch und rein..." - die "Wanderfahrt" von Viktor von Scheffel kennen viele. Auf dem Staffelberg und in den Wirtshäusern im Bad Staffelsteiner Land wird es gerne gesungen.Weitere interessante Themen zu Bad Staffelstein finden sie auch hier.

Adam Ries, Foto: Rainer Prüm

Der bekannteste Sohn der Stadt ist wohl der deutsche Rechenmeister Adam Ries, der hier 1492 oder 1493 geboren wurde. Adam Ries gilt allgemein als der „Vater des modernen Rechnens”. Er hat mit seinen Werken entscheidend dazu beigetragen, dass die römischen Zahlzeichen als in der Praxis unhandlich erkannt und weitgehend durch die nach dem Stellenwertsystem strukturierten indisch-arabischen Zahlzeichen ersetzt wurden. Der Ausspruch „macht nach Adam Ries(e)” wird heute noch gern gebraucht, um die Richtigkeit eines Rechenergebnisses zu unterstreichen. Bis heute weist der Adam-Ries-Bund mehr als 20.000 direkte Nachfahren auf. Mehr zu Adam Ries gibt es hier und zuzum Adam -Ries-Bund hier. Die erste urkundliche Erwähnung über Adam Ries gibt es 1517 und das erste Rechenbuch 1518, in der zweiten Auflage 1525. Adam Ries starb um den 30. März herum 1559 in Annaberg oder Wiesa. In der Stadt Annaberg-Buchholz im Erzgebirge, befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus in der Johannissgasse 23 das Adam-Ries-Museum. Dort taucht der Besucher ein in den sagenhaften Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit, in das Zeitalter der Renaissance, der Entstehung eines neuen Weltbildes … Er wird zurückversetzt in eine Zeit, in der die Rechenmeister dank des aufkommenden Geldhandels zu einer wesentlichen Stütze von Volkswirtschaft und Volksbildung wurden und in der Mathematik selbst die Künste in punkto Perspektive und Proportion befruchtete. Und ganz in der Nähe, ebenfalls im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels, nämlich in Ebensfeld, dem" Tor zum Obermain", habe ich dann noch meinen Xing-Kontakt Heinrich Polig in seinem Brauereigasthof zum Schwan besucht und eine deftige Mittagspause eingelegt. Ich habe mir dort eine leckere hausgemachte Braumeister-Suppe und ein Bierbrauersteak mit Bier-Kümmelsauce und Bratkartoffeln schmecken lassen. Jederzeit gerne wieder!

28 JulRhönlamm auf Reisen – in der unterfränkischen Stadt Würzburg

 

Festung Marienberg über Würzburg, Foto: Rainer Prüm

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk UnterfrankenWährend meines Aufenthaltes im Barockschloss Zeilitzheim, war Würzburg ein dankbarer und interessanter Tagesausflug. Gegenwärtig hat die Stadt am Main, die eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist, über 133.000 Einwohner und steht damit hinter München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg an fünfter Stelle unter den bayerischen Großstädten. Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main, rund 120 Kilometer nordwestlich, Nürnberg 115 Kilometer südöstlich, Stuttgart 140 Kilometer südwestlich und Mannheim 177 Kilometer südwestlich. Die weltberühmte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Im Jahr 2010 konnte Würzburg das 1306-jährige Stadtjubiläum feiern.

St. Fridericus in Würburg, Foto: Rainer Prüm

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf den 1. Mai 704. Für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg auf dem Marienberg nachgewiesen. Sie ist oft ohne Sicherheit mit Segodunum der Römerzeit identifiziert. Nach der Völkerwanderungszeit lassen sich die Franken in der Region nieder. Ab etwa 650 ist Würzburg fränkischer Herzogsitz. Im Jahr 689 missionierten die iro-schottischen Missionare Kilian, Kolonat und Totnan die Gegend. Mehr zur Geschichte und Entwicklung Würzburgs finden sie hier.  Alle Fotos zu den Heiligenfiguren auf der Alten Mainbrücke in Würzburg finden Sie hier. Die 12 großen Sandsteinfiguren auf der alten Mainbrücke sind heute neben der Festung Marienberg das Wahrzeichen von Würzburg. Viele Besucher fühlen sich beim Anblick nicht umsonst an die berühmte Karlsbrücke in Prag erinnert. Neben der Mutter Gottes als Patrone Franconiae, Schutzherrin von Franken, sind die drei Frankenapostel Kilian (Namensgeber des Kiliani Volksfestes), Totnan und Kolonat sowie der Erbauer des Doms, der heilige Bruno, und der erste Bischof der Stadt, der heilige Burkhard (Namensgeber des Burkarder Kirche bzw. Kloster), dargestellt. Auf der gegenüber liegenden Seite finden sich St. Josef mit dem Jesukind, der Brückenheilige St. Nepomuk die Heiligen Carl Borromäus ( Der Heilige Karl Borromäus, einer der bedeutendsten Vertreter der Katholischen Reform und der zweite Namenspatronen des Fürstbischofs Friedrich Carl von Schönborn und Friedrich als Namenspatrone des Auftraggebers dieser Statuen, des Fürstbischofs Karl Friedrich von Schönborn. Die Figuren Karls des Großen und dessn Vater Pippins als Begründer des Frankenreiches stehen als Symbol für die Kaisertreue Würzburgs. Textquelle: wuerzburg-fotos.de

 

Würzburger Innenstadt, Foto: Rainer Prüm

Würzburg und der Landkreis Würzburg, ist ganzjährig immer eine Reise wert! Besonders auch zum jährlichen RingparkfestEs steht ein bisschen im Schatten großer und aufwändiger Events. Aber das macht gar nichts. Als Geheimtipp lässt es sich auch gut leben. Über die Jahre hat es sich herumgesprochen, was für ein kleines Juwel das kostenlose Fest Anfang August in einem Teil des Ringparks ist. Eine kleine Bühne, auf der die Künstler ganz direkt und ohne Absperrung einfach musizieren. Meist kleine, akustische Besetzungen, wie es zum entspannten Drumherum passt. Dazu ein großes Kinderprogramm. Aber der eigentliche Star ist und bleibt der Ringpark, der den Rahmen gibt, der das große kleine Fest zu dem macht, was es ist: Das gemütlichste, entspannendste Familienfest, das es in Würzburg gibt. Am 7./8. August ist es dieses Jahr wieder soweit. Aber auch in anderen Stadtteilen, oder z.B. in der Residenz, sowie in der Innenstadt läßt es sich gut verweilen. Mir hat es jedenfalls in Würzburg gut gefallen und auch das Eis im Strasencafe hat lecker geschmeckt.

26 JulRhönlamm auf Reisen – im unterfränkischen Volkach

Volkacher Rathaus, Foto: Rainer Prüm

Das mittelalterliche Weinstädtchen Volkach liegt, herrlich gelegen an der Mainschleife, im unterfränkischen Landkreis Kitzingen.  Die Mainschleife ist die Hauptanbauregion des Frankenweins. Hier kann man beispielsweise mit dem Fahrrad auf dem Mainradweg Natur und Orte entdecken, sowie fränkische Gastlichkeit genießen. Während meines Aufenthaltes im Barockschloss Zeilitzheim hatte ich ausreichend Gelegenheit, dieses ganz in der Nähe (Nachbargemeinde von Kolitzheim-Zeilitzheim), liegende sehenswerte kleine Städtchen (rund 9.000 Einwohner), zu besuchen. Man kann Volkach und die Mainschleife zu Fuß, mit Fahrrad oder vom Wasser aus entdecken. Einen besonderen Glanzpunkt in Volkachs Kulturleben stellt das sogenannte "Schelfenhaus" dar. Das hat sich der Volkacher Handelsmann und Ratsherr Johann Georg Adam Schelf in den Jahren 1719/20 als Zeugnis bürgerlicher Prachtentfaltung errichten lassen. Weithin bekannt für seine historische wie architektonische Bedeutung ist es gleichzeitig eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt, Herberge für kulturelle Einrichtungen, Austragungsort zahlreicher Veranstaltungen, sowie anmietbare attraktive Örtlichkeit für die Durchführung von Seminaren und Tagungen. Einen Überblick über alle aktuellen Termine Volkachs finden sie hier. Volkach liegt am Main und hat Anlegestellen für Personen- und Frachtschiffe. Typisch für Mainfranken sind die beiden Main-Fähren, welche die Ortsteile Fahr und Kaltenhausen bzw. Escherndorf mit Nordheim am Main verbinden. Die Personenschifffahrt führt in der Sommersaison – vom letzten Wochenende im März bis zum ersten Wochenende im November – planmäßige Rundfahrten über die Volkacher Mainschleife durch. Natürlich hat auch das Rhönlam den Nachmittag genutzt und eine solche Schiffstour, an der Vogelsburg vorbei, mitgemacht.

Blick von der Vogelsburg, Foto: Rainer Prüm

Die Vogelsburg liegt einmalig schön auf einem Muschelkalksporn, um den der Main seine berühmte Schleife gelegt hat. 100m über den Winzerdörfern am Main gelegen, hat man von hier einen herrlichen Blick ins Land. An klaren Tagen reicht es hin bis zu den Frankenbergen, zu den Erhebungen des Steigerwaldes und manchmal hin bis zu den Rhönbergen. Die Vogelsburg war in ihren Anfängen eine Höhenfestung der Kelten, Gerichts- und Kultstätte, Fliehburg und wurde 874 das erste Mal urkundlich erwähnt als Nachweis der Karolinger. Benannt als "fugalesburc" (lat. fugar=fliehen) Daraus wurde wohl wegen des Anklangs im Volksmund "Vogelsburg". Nach wechselnden Besitzern kaufte 1895 die Familie Georg Walter aus Würzburg die Vogelsburg und 1957 übergab Philippine Walter sie dann an die Gemeinschaft der Augustinerschwestern. Auch heue leben noch einige Schwestern in Lebens- und Gebetsgemeinschaft  hier. Sie engagieren sich für die gemeinschaftlichen Aufgaben in Kirche, Weinberg, Tagesgaststätte und Tagungshaus. Die Landschaft ringsum, mit den vielen Weinbergen, trägt zu jeder Zeit ein neues, attraktives Gewand und lädt zum Verweilen ein. Um sich an ihr zu erfreuen, ist es immer sehr reizvoll, dort unter den Kastanien zu sitzen und dabei auch noch Speisen und Weine im dortigen "Gartenrestaurant" zu geniessen. In Volkach sehenswert sind u.a. das Renaissance-Rathaus. Dies ist ein Gebäude aus dem Jahr 1544; besonders bemerkenswert ist eine doppelläufige Außentreppe, die in einen mit Fachwerk verzierten Erker mündet - eine Gemeinsamkeit mit dem Rathaus der nicht weit entfernten Stadt Dettelbach. Dann der Marktplatzbrunnen mit der Maria Immaculata,  er stammt aus dem Jahr 1480. Die evangelische Kirche St. Maria vor den Mauern, sie wurde 1420 erbaut. Sowie das Obere und Untere Tor, sie gehen auf das 13. Jahrhundert zurück; beide Türme wurden unter Julius Echter von Mespelbrunn im 16. Jahrhundert erweitert.

Hotel u- Gasthof Behringer in Volkach, Foto: Rainer Prüm

Vielleicht haben Sie ja mal Lust auf das nächste Volkacher Weinfest zu kommen? Das 62. Fränkische Weinfest in Volkach von Freitag, 13. bis Dienstag, 17. August 2010 ist eines der größten und stimmungs-vollsten Weinfeste in Franken. Das Weinfest in der Lindenallee nahe der Stadtmauer erfreut sich alljährlich fünf Tage lang großer Beliebtheit. Über 40 Schoppenweine aus den Weinlagen der Volkacher Mainschleife stehen zur Auswahl. Acht verschiedene Weingüter und Winzergenossenschaft laden zur großen Weinprobe. Wohl bekomm`s !

23 JulRhönlamm in der Rhön – zu Besuch beim Schäfer Weckbach

 

Schäfer Dietmar Weckbach, ein Teil seiner Rhönschafe und sein Hund Rolf, Foto: Rainer Prüm

Dietmar Weckbach ist wohl mittlerweile einer der bekanntesten Schäfer in der Rhön. Zu finden ist er und ein Großteil seiner Rhönschafe im osthessischen Ehrenberg-Wüstensachsen. Schafe sind sicher, neben Hund und Ziege, eines der ersten durch den Menschen domestizierten Tiere. Seine Geschichte als Nutztier lässt sich ca. 10.000 Jahre zurückverfolgen. Schafe sind dem Menschen auf unterschiedlichste Weise nützlich. Zur Entwicklung der heutigen Rhönschaf-Bestände schreibt das Rhönlexikon: " dass  noch 1910 der Anteil der Schafe bei Vieherfassungen rund 58 % der gehaltenen Tiere (erfasst wurden Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine) betrug. Bis 1966 sank dann der Anteil der Schafe auf 2,1 %. Im gleichen Zeitraum stieg die Haltung der Rinder auf annähernd 45 % . Dem starken Rückgang der Schafhaltung liegen mehrere Ursachen zugrunde. Billige Woll- und Fleischimporte von Übersee, die stetige Intensivierung der Landwirtschaft und Vorurteile gegen Lammfleisch, ließen die Schafhaltung vielerorts zusammenbrechen. Davon besonders betroffen waren alte genügsame Haustierrassen wie das Rhönschaf, welche zwar aufgrund ihrer Genügsamkeit und Anspruchslosigkeit ideal für die Bewirtschaftung von Bergwiesen und Magerrasen geeignet waren, aber dem Glauben von Experten nach den Hochleistungsrassen zunächst kaum etwas entgegensetzen konnten und zunehmend in Vergessenheit gerieten.

Zwei Lämmchen, Foto: Rainer Prüm

Erst die Rückbesinnung auf den Wert traditionell bewirtschafteter Kulturlandschaften mit ihrem außerordentlichen Artenreichtum sorgte für eine Renaissance vieler alter Haustierrassen, wobei das Rhönschaf nur eines davon darstellt. Für Rhönschaf-Liebhaber ist das Rhönschaf der Adonis unter den deutschen Schafrassen: "hochbeinig, schlichtwollig, hornlos, ganz in weiß mit einem aparten, schwarzen, schmalen Nofretetekopf, unbewollt bis hinter die Ohren". Die 72 bis 85 cm hohen Tiere werden 60 bis 70 Kilo schwer. Damit aber beginnen für viele Schafhalter auch schon die Nachteile dieser Rasse. Jahrelang wurde ausschließlich auf Gewicht gezüchtet. Fleischrassen, wie das schwarzköpfige Fleischschaf, erreichen in kürzerer Zeit ein bis zu 30 % höheres Schlachtgewicht. Auch benötigt das Rhönschaf zum Erreichen der Fortpflanzungsfähigkeit etwa 1 ½ Jahre, über ein halbes Jahr länger als andere Hochleistungsrassen. Die Zahl der Zwillingsgeburten ist gut, aber prozentual niedriger als z.B. beim Milchschaf. All dies führte dazu, dass die Anzahl der Rhönschafe über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich sank. Anfang der 80-iger Jahre gab es in der hessischen und bayerischen Rhön kaum mehr als eine Handvoll Hobby- und Nebenerwerbszüchter. Bundesweit allerdings war das Rhönschaf zu keinem Zeitpunkt vom Aussterben bedroht. Weit über die Grenzen der Rhön hinaus gab und gibt es Herden: in Rheinland-Pfalz, Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg, dem Vogtland, in Bayern und Hessen und in Polen stehen Rhönschafherden.

original Rhönlamm, Foto: Rainer Prüm

Der seit 1990 in Ehrenberg-Wüstensachsen ansässige Schäfer Dietmar Weckbach, welcher bislang eine rund 400 Kopf starke Mischlingsherde führte, wurde gewonnen, die 1997 in die Rhön zurückgeholte Rhönschaf-Herdbuchherde des verstorbenen Herrn von Buttlar aus Riede bei Fritzlar als wichtige Genreserve zu sichern und weiterzuführen. Unterdessen wurde seitens des BUND mit der Stiftung Hessischer Naturschutz und der Firma Förstina, einem bedeutendem Mineralbrunnen in der Rhön, Kontakt aufgenommen. Mit Unterstützung des 1. Vorsitzenden der Stiftung Hessischer Naturschutz, Herr Staatssekretär Fromm und Förstina, konnten schließlich die benötigten 30.000 DM aufgebracht werden, um die Herde endgültig in das Eigentum des BUND Landesverbandes Hessen zu überführen.

Schäfer Dietmar Weckbach, Foto: Rainer Prüm

Heute wird die Herde von Schäfer Diermar Weckbach als Bewirtschafter erfolgreich betreut. Herr Weckbach hatte sich verpflichtet, seine eigene Herde Zug um Zug zu reduzieren und zugleich auf eine Haltung reinrassiger Rhönschafe umzustellen. Dank erfolgreicher Nachzuchten und dem Einbringen eigener Rhönschafe zählte die Herde im August 1998 schon rund 350 Muttertiere (im Herdbuch erfasst). " Heute, 2010,  hat sich diese Zahl knapp verdoppelt. Das Biosphärenreservat Rhön schreibt dazu: "Neben der Beweidung der wertvollen Bergwiesen sind die Zucht sowie die Erzeugung und der Verkauf von Rhönschaf-Fleisch wichtige wirtschaftliche Standbeine. Die Schäferei ist als Ökobetrieb zertifiziert. Im Jahr 2001 wurde sie dann Partnerbetrieb des Biosphärenreservates Rhön.

 

Lammbratwurst und -steaks, Foto: Rainer Prüm

Dietmar Weckbach ist als Natur- und Landschaftsführer tätig und bringt Wanderergruppen oder Schulklassen die heimische Landschaft und Wirtschaftsweise nahe. Auch führt Dietmar Weckbach mittlerweile eine beachtliche Zahl von Besuchergruppen, die er über das Rhönschaf, die Schafhaltung und die Kulturlandschaft informiert, durch seinen Betrieb und auch ich hatte vor kurzem das Vergnügen und habe sehr gerne an einer sochen kurzweiligen Rhönschaf-Veranstaltung teilgenommen. Speziell für Kinder sind die Führungen und der direkte Kontakt mit den Tieren immer ein Erlebnis. Der Schäfer veredelt seine Ware in Zusammenarbeit mit einer ortsnahen Metzgerei und beliefert regionale Gastronomiebetriebe, wie z.B. das Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts. Das magere Rhönschaf-Feisch mit seinem wildartigen Aroma ist mittlerweile als regionale Delikatesse bekannt. Man kann es sogar im Internet bestellen, z.B. beim Onlineshop der Metzgerei "Der Ludwig" in Schlüchtern.  Mehr dazu auch hier. Auch bei Dietmar Weckbach bekommt man eine leckere und zünftige Brotzeit mit Schaf-Salami, Schinken, Schwartemagen, Blut- und Leberwurst. All diese Produkte vom Schaf kann man auch direkt auf seinem Hof kaufen. Zum Beispiel während eines seiner tollen Rhönschaf-Gourmet-Festivals!

21 JulRhönlamm auf Reisen – Besuch im Barockschloss Zeilitzheim in Unterfranken

Barockschloss Zeilitzheim, Gartenansicht; Foto: Rainer Prüm

Auf seiner diesjährigen Hessen-Franken-Tour von der Metzgerei "Der Ludwig" im osthessischen Schlüchtern über das  Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts in der Rhön, Kloster Bantz bei Bad Staffelstein und Bamberg bis zu fränkischen Bierbrauern im Hotel und Brauereigasthof "Drei Kronen" in Memmelsdorf, machte das Rhönlamm auch Station im Barockschloss Zeilitzheim im fränkischen Weinland zwischen Main und Steigerwald nahe Volkach, Gerolzhofen, Prichsenstadt, Schweinfurt und WürzburgSchloss Zeilitzheim ist ein Landschloss aus dem 17. Jahrhundert und bietet seinen Besuchern in einem persönlichen Rahmen Musik und Theater, Besinnliches und Launisches, Feste und Feiern, Begegnungen und Kontakte mit Menschen aus aller Welt. Neben den liebevoll eingerichteten Hotelzimmern laden seine festlichen Säle, Tagesräume und Arkadenhof, sowie der barocke Garten mit Blumen- und Kräterbeeten, sowie Froschteich zu Kunstgenuss und geselligem Beisammensein, oder auch für Seminare und Tagungen ein. Das Schloss ist über 300 Jahre alt (1679-1683) und feiert 2012 seinen 333. Geburtstag.  Menschen, die Freude an historisch Gewachsenem haben, gefällt sicher die Atmosphäre eines alten, privat gehaltenen Hauses, das einfach, aber liebevoll ausgestattet ist und von seinen Besitzern persönlich betreut wird. Ein Team langjähriger Mitarbeiter hilft hier bei den vielen Aufgaben. Im Ort Zeilitzheim ist seit 1278 ein Rittersitz genannt, dessen Dorfherren 'von Zulichsheim' bis zum Ende des 14. Jahrhunderts bezeugt sind. Mehr zur Geschichte des Schlosses und zur  Baugeschichte des heutigen Baus beginnt mit dem Erwerb des Schlosses durch den kaiserlichen Obristen Hans Wolf von Wolfsthal, dessen Sohn Philipp Gaston Wolf von Wolfsthal das Schloss ab 1679 neu erbauen ließ, finden Sie hier und hier.

Barockschloss Zeilitzheim, Strassenansicht; Foto: Rainer Prüm

Die jetzigen Besitzer, Familie von HaIem, (Marina von Halem und Alexander und Katalin von Halem), hat das Schloss 1979 erworben und es seither restauriert. Im Jahre 2004 erhielt sie "für vorbildliche und tatkräftige Instandsetung, Pflege und Nutzung von Schloss und Park Zeilitzheimals kulturelles Zentrum in der Region. " den Deutschen Preis für Denkmalschutz. Die Erhaltung der historischen Bausubstanz finanziert Familie von Halem durch denkmalgerechte Nutzungskonzepte, u.a. durch eine Bankettgastronomie. Nach seiner Kindheit auf verschiedenen Kontinenten der Welt verbrachte Alexander seine Jugend in Zeilitzheim (750 Seelen Dorf in Franken). Ende der 80er Jahre verschlug es ihn in sein Geburtsland, die USA. 1998 kehrte er nach langjährigem Aufenthalt in den USA zur Ausbildung (Grafik) und Studium (Philosophie, Kunstgeschichte) sowie einer militärischen Laufbahn zuerst als Grafiker bei der U.S. Air Force und nach dem Studium als Offizier der U.S. Army nach Zeilitzheim zurück. 1999 hat er das Schloss von seinen Eltern übernommen und führt seither das Familienunternehmen zusammen mit seiner Mutter, Marina von Halem, und seiner Frau, Katalin von Halem. Ihre zwei Töchter Katharina und Isa sind meist dabei. Mit weiteren Gastronomen der Region gründete er das Gastronomennetzwerk "Die LandWirt'n - wir pflegen Fränkische Gastkultur!" und ist aktiv im Kreisausschuss des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbands (BHG). Im Vorstand des Förderkreis Schloss Zeilitzheim e.V. ist er als Schlosseigentümer vertreten und kümmere mich um die täglichen Aufgaben des Vereins. Alexander gehört, wie einige andere auch, zu meinen bevorzugrten Twitter- und Facebookfreunden im Internet. Daher war es für mich klar, ihn und seine Familie auch einmal persönlich zu besuchen. Gesagt, getan. Die drei herrlichen Tage im Barockschloss Zeilitzheim waren geprägt von viel Ruhe, einem tollen "alten Schloss" dem Appartement "Echter von Mespelbrunn" in dem wir wohnten, einer netten Gastgeberfamilie von Halem, die uns auch noch zu einem erstklassigen Grillabend im Schlossgarten einlud und vielen Ausflügen in die nahe Umgebung.

freskengeschmückter Schönbornsaal, Foto: Rainer Prüm

Es existiert auch ein Förderkreis Schloss Zeilitzheim e.V. als gemeinnütziger Verein. Er unterstützt die Wiederhertellung und Erhaltung des Schlosses und erfüllt es mit Leben durch die Förderung kultureller Veranstaltungen mit dem jährlichen Höhepunkt : der Silvesterball. Natürlich kann man auch jederzeit Mitglied dieses Förderkreises werden und dessen gemeinnützige Arbeit mit einem Jahresbeitrag ab 40 Euro und/ oder Spenden, die steuerbegünstigt sind, tatkräftig und sinnvoll unterstützen. Das war zwar unser erster Besuch im Schloss Zeilitzheim, aber sicher nicht der letzte! Und das nächste mal steht dann vielleicht auch ein Besuch in Rothenburg ob der Tauber, in Iphofen, eine Weinbergswanderung mit Weinprobe und leckerem Silvaner oder auch ein Besuch des Museum Georg Schäfer in Schweinfurt mit seiner einmaligen Sammlung von Kunst des 19. Jahrhunderts, auf dem Besuchsprogramm. Das Rhönlamm freut sich schon darauf!

19 JulRhönlamm in der Rhön – im Jagdschloss Holzberg bei Bischofsheim/ Rhön

Jagdschloss Holzberg, Foto: Rainer Prüm

Das Jagdschloss Holzberg liegt etwas außerhalb von Bischofsheim auf 800m Höhe unmittelbar am Naturschutzgebiet "Lange Rhön". Die Rhön, die 1991 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde, ist ein Mittelgebirge im Herzen Deutschlands, am Dreiländereck Hessen, Bayern und Thüringen. Schon im frühen 16. Jahrhundert errichteten die Freiherren von Thüngen auf dem waldreichen Holzberg eine Eisenschmelze. Hier wurde im Tagebau gefördertes Eisenerz zu Gußeisen geschmolzen und dafür die ganze Gegend kahl geschlagen. Im Jahre 1614 wurde der älteste Teil des Schlosses, das sogenannte Forsthaus, bzw. "der Hof der Holzberger" von dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, erworben. Sein Wappen, sowie die Jahreszahl der Errichtung sind über der Tür des Forsthauses zu sehen. Neben der Eisenschmelze wurde auch eine Maultierzucht betrieben, die jährlich etwa 30 Lastmulis züchtete. Das bewährte sich bis zur Auflösung des Kirchenbesitzes in napoleonischer Zeit. 1850 versuchte der Unterfränkische Pferdezuchtverein die Tradition fortzusetzen, doch just da ging der Pferdebedarf durch den raschen Ausbau des Schienennetzes drastisch zurück. In den folgenden Jahrhunderten wechselte der Besitz häufig unter den Rhöner Adelsgeschlechtern.  Der Hof – immer wieder verpachtet – blieb bis 1803 in Händen des Hochstiftes Würzburg. Von 1803 an war er in churfürstlich bayerischem Eigentum und wurde später Staatseigentum. 1850 verkaufte der bayerische Staat das Gut Holzberghof um 7050 Gulden an den Freiherrn Constantin von Gebsattel zu Lebenhan

Portal Jagdschloss Holzberg, Wappen und Baujahr 1614, Foto: Rainer Prüm

Nach weiteren Besitzerwechseln ging das Gut 1902 an den Graf Paul Frederik Schimmelmann, (der auch von 1919-1931 Besitzer von Burg Falkenfels war), ein "lediger Landwirt" aus Hellebeck in Dänemark, den Adoptivsohn der ledigen Gräfin Adeline Schimmelmann, die ihrerseits Hofdame der Kaiserin Augusta war. Ohne erkennbare Mittel ließ "Graf Paule" mit seiner Adoptivmutter Adeline Karoline Luise Gräfin Schimmelmann 1909-11 den Anbau nach Vorbild des dänischen Schlosses Fredrikstein ausführen, und bis heute hält sich in Bischofsheim das Gerücht, eigentlicher Finanzier sei der Kaiser gewesen, dessen Zug manchmal abends im Bahnhof einlief, von wo kurz darauf ein großer Wagen mit verhängten Fenstern Richtung Holzberg entschwand...  Dieser Anbau ist die Kopie des dänischen Wasserschlosses Frederikstein. Deshalb wird das Schloss von vielen Besuchern für wesentlich älter gehalten. Nach dem Ersten Weltkrieg verließ Paul Schimmelmann sein Schloss Frederikstein (Holzberghof) in der Rhön, um nach England überzusiedeln. Die neuen Besitzer Viktor und Anna Hösch investierten erheblich in das Gut, aber die Landwirtschaft erwies sich als unrentabel. Nach weiteren Besitzerwechseln erwarb 1955 der Schneidermeister und Tuchkaufmann Ferdinand Meinschäfer aus Mellrich, Kreis Lippstadt, den Holzberghof. Mehr zum Jagdschloss Holzberghof auch hier in der Main-Post. Heute betreiben Ulrike und Bernd Meinschäfer das Hotel und Restaurant Holzberghof, die es zu einem Restaurant mit Gästezimmern machten. Aufgrund der malerischen Lage, abseits der Ortschaften, ist der Holzberghof nicht an das Stromnetzt angeschlossen. Desshalb isst man abends in der gemütlichen Gaststube im Schein von Petroleumlampen und geht mit Kerzenlicht zu Bett.

16 JulRhönlamm bei der Mainfrankentour des Bayerischen Rundfunks im fränkischen Ginolfs

Jürgen Krenzers genudelte Lammhaxe, Foto: Rainer Prüm

Vor gut zwei Wochen waren die Moderatoren von "Mittags in Mainfranken", BR-Reporter Jürgen Gläser, Susi Günther, Irina Hanft und BR-Studioleiter Eberhard Schellenberger vom Studio Würzburg  in Ginolfs, einem Ortsteil vom Oberelsbach, im Landkreis Rhön-Grabfeld bei Schäfer Josef Kolb zu Gast. Themen der vierten Station der Mainfrankentour waren neben dem Rhönschaf das fränkische Gelbvieh und die Ziegenhaltung in der Rhön. Das Rhönschaf ist das Markenzeichen des Mittelgebirges im Grenzgebiet von Unterfranken, Hessen und Thüringen. Durch seinen schwarzen Kopf und das weiße Fell unterscheidet es sich von seinen monochromen Artgenossen. Alleine in Ginolfs werden 1.200 Rhönschafe gehalten. Schäfer Joseph Kolb hat mit 400 Tieren eine der größten Herden in der Region. Seit 1996 vermarktet er Fleisch, Wurst, Wolle und Fell seiner Schafe selbst. Mehr zu diesem Tag auch hier auf der Seite von br-online. Auch Gastwirt, Hotelier und Koch Jürgen Krenzer vom Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts war an diesem Tag vor Ort in Ginolfs und sprach hier mit Moderatorin Susanne Günther über die Zubereitung von Rhönlamm-Gerichten. Krenzers Spezialitäten sind unter anderem Hirtenpfanne, Hackfleisch-Kraut-Pfanne sowie genudelte Lammhaxe. Das Rezept für Jürgen`s genudelte Lammhxe finden Sie hier. Über "Essen und Geniessen in Mainfranken" berichtete auch die Main-Post.

14 JulRhönlamm in der Rhön – auf dem Kreuzberg

Kloster Kreuzberg, Rhön; Foto: Rainer Prüm

Der Kreuzberg  ist ein Berg in Bayern und mit 927,8 m nach der Wasserkuppe in Hessen mit 950,2 m und der Dammersfeldkuppe mit 927,9 m in Bayern der dritthöchste Berg der Rhön. Er ist zugleich Standort des Klosters Kreuzberg, der Kreuzbergschanze und des Senders Kreuzberg. Von seiner Kuppe aus schaut man weit über das fränkische Land, auf die Hohe Rhön, den Thüringer Wald, Vogelsberg, Taunus und Spessart. An seinem Nordwesthang entspringt die Sinn. Mit seiner Berghöhe und jährlich 500.000 bis 600.000 Besuchern ist der Kreuzberg das höchstgelegene und meistbesuchte Ausflugsziel im bayerischen Teil der Rhön. Das kann ich nur bestätigen, denn als ich endlich oben war, saßen, obwohl erst später Vormittag,  schon viele Besucher sowohl drinnen in den Gaststuben, als auch draussen im Biergarten und waren am Vespern. Das Kloster Kreuzberg ist ein Kloster der Franziskaner-Observanten in der Gemeinde Bischofsheim in Bayern in der Diözese Würzburg. Es liegt am Westhang des gleichnamigen Bergs Kreuzberg in der Rhön auf 864 m.

Klosterbier, Foto: Rainer Prüm

Neben der guten Luft und der idyllischen Natur gehört das selbstgebraute Klosterbier aus der seit 1731 bestehenden Klosterbrauerei zu den heutigen Hauptattraktionen. Es gibt eine gut besuchte Klosterwirtschaft mit Übernachtungsmöglichkeit.  Seit dem frühen Mittelalter ziehen Prozessionen auf den Kreuzberg, und seit 1620 werden Pilger und Wanderer hier von den Franziskanern bewirtet. Heute wie damals sorgen sie für das leibliche und geistige Wohl ihrer Gäste. Das viel gerühmte Klosterbier wird seit 1731 von den Franziskanern gebraut. Ausgeschenkt wird das Klosterbier in den Geschmacksrichtungen Pils, Hefeweizen hell und Dunkelbier. Ich hab mir an dem Tag das Dunkelbier mit Schweinsbraten, Klösen und Rotkraut gegönnt. ;-) Um die Weihnachtszeit ist auch "Weihnachtsbock" im Angebot. Jährlich finden etwa 70-80 Wallfahrten aus ganz Franken zum Kreuzberg, dem "Heiligen Berg der Franken" und seinem Kloster statt.

12 JulRhönlamm in der Rhön – WM-Erholung pur!

Auf der Wasserkuppe/Rhön, Foto: Rainer Prüm

Wenn auch Sie sich von den aufregenden Spielen der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika mit dem neuen Weltmeister Spanien und dem Siegtor durch Andrés Iniesta Luján in der 116. Minute gegen die Niederlande erholen wollen, und Sie auch noch ein paar freie Tage in Ihrem Kalender finden, wie wäre es denn mal mit ein paar ruhigen Tagen in der Rhön? Rhöntourist schreibt zur Rhön: Die Rhön ist ein landschaftlich einzigartiges Mittelgebirge im Dreiländereck zwischen Bayern, Hessen und Thüringen gelegen - geprägt von unbewaldeten kargen Kuppen, steilen und bis zu 950 Meter hohen Bergen und Hügeln sowie lang gezogenen, fast menschenleeren Hochebenen. Hinzu kommen schaurig wirkende düstere Hochmoore, ein raues Klima, urwüchsige Wälder und imposante Basaltblock- und Gesteinshalten, die an den vulkanischen Ursprung dieses Gebirges erinnern und der Rhön ihren besonderen Charakter verleihen. Ich bin mir daher sicher, dass auch Sie in diesem etwa 1860 km²  großes Mittelgebirge , das in seinem Kernbereich ein Biosphärenreservat ist, ein geeignetes Plätzchen im (hier länderübergreifenden) Osthessischen Berglande, zur Erholung finden.

Auf der Wasserkuppe, Foto: Rainer Prüm

Der höchste Berg der Rhön ist die im hessischen Bereich liegende Wasserkuppe (950,2 m). In der Rhön befinden sich auch mehrere Skigebiete. Weitere Informationen zur Rhön wie Flüsse, Berge, Burgen und sonstige Sehenswürdigkeiten, finden Sie auch bei Wikipedia. Der Name Rhön wird oft vom keltischen raino (= hügelig) abgeleitet, jedoch sind auch zahlreiche weitere Interpretationen möglich. Mittelalterliche Aufzeichnungen Fuldaer Mönche bezeichnen die Umgebung von Fulda und somit auch weite Teile der Rhön als Buchonia, Land der Buchenurwälder. Im Mittelalter war die Buche ein wichtiger Rohstofflieferant. Durch großflächige Rodungen entstand das Land der offenen Fernen mit heute etwa 30 % Waldbestand. Auf Rhön.de preist man die Rhön als: Land mit wunderbare Fernsichten, abwechslungsreiche Landschaften – von den vulkanischen Basaltkuppen, bunten Wiesen, Weideflächen, Mooren bis zu uralten Buchenwäldern an. Der Charme der Rhöner kenne keine Grenzen. Mit pfiffigen Ideen und Rhöner Qualitätsprodukten könne die Rhön mittlerweile auch überregional punkten. Kultstatus habe das schwarzköpfige Rhönschaf – mit seinem besonderen Fleisch und seiner Funktion als „flexibler Rasenmäher“. All das kann ich nur bestätigen! Also, kommen Sie doch einmal in die Rhön, es lohnt sich!!

10 JulRhönlamm hofft heute auf den 3. Platz für die Deutsche Mannschaft gegen Uruguay

Fußballfans in Bamberg, Foto: Rainer Prüm

Nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien hofft die Deutsche Fußballnation und ihre Nationalmannschaft auf eine Bronzemedaille beim heutigen kleinen Finale der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika gegen Uruguay in Port Elisabeth. Und natürlich ich auch! Und daher werde ich mir das Spiel in der ARD nicht entgehen lassen, Sky hab ich (noch) nicht. Außerdem gefallen mir Gerhard Delling und Günther Netzer als Moderatoren besser. Und auch Miroslay Klose kann noch ganz Großes erreichen. Wenn ihm zwei Tore gelingen sollten, hat er den brasilianischen Spieler Ronaldo überholt und (vielleicht) dann die meisten Tore aller Zeiten bei Fußball-Weltmeisterschaften geschossen. Das Rhönlamm drückt ihm dazu ganz fest die Daumen. Die deutsche Mannschaft wollte vor Beginn des Turniers sieben Spiele, und sie haben tatsächlich sieben Spiele bekommen! Das ist eine großartige Leistung!! Vor allem, wenn man bedenkt, wieviele Spiele die Mitfavoriten Italien, England , Brasilien oder Portugal erreicht haben. Und vielleicht kommen ja auch Dennis Aogo und Serdar Taşçı zum Einsatz. Es wäre ihre erster WM-Einsatz. Und auch Hans Jörg Butt wäre es zu gönnen, denn mit 36 Jahren werden nicht mehr alzu viele Chancen für ihn kommen.

Deutscher Fußballfan in Bamberg, Foto: Rainer Prüm

Bei Uruguay hat aber auch noch Stürmerstar Diego Forlan die Möglichkeit, den Goldenen Schuh als bester Totschütze des Turniers zu gewinnen. Genauso wie noch Miroslay Klose und Thomas Müller. Thomas Müller wird wohl ohenehin zum besten Nachwuchsspieler des Turniers gewählt. Auch Luis Suárez ist nach seinem Platzverweis wieder für Uruguay spielberrechtigt und er, sowie Alvaro Pereira oder Diego Pérez wollen es der deutschen Mannschaft sicher so schwer wie möglich heute Abend um 20.30 Uhr machen. Obwohl Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw mit einem grippalen Infekt im DFB Quartier in Erasmia gestern im Bett lag wird er wohl heute wieder die Mannschaft betreuen. Hoffen wir für ihn, für unsere Mannschaft und für uns Zuschauer auf ein gutes Spiel! Immerhin hat ja auch Kraken-Orakel Paul in seinem Großaquarium in Oberhausen einen deutschen Sieg vorhergesagt, und dieses Viech hat sich ja bisher noch nie geirrt! ;-) Es hat übrigens auch Spanien als Fußball-Weltmeister 2010 vorhergesagt. Am Sonntagabend werden wir es dann alle wissen .... Aber ob das auch die Niederländer interessiert??

Get Adobe Flash player