Zum Thema “Bier“ schreibt wikipedia: “Im engeren Sinne ist Bier ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, das durch Gärung meist aus den Grundzutaten Wasser, Malz und Hopfen gewonnen wird. Für ein kontrolliertes Auslösen des Gärvorganges wird meistens Hefe, selten auch Milchsäurebakterien zugesetzt. Weitere Zutaten sind z. B. Früchte, Kräuter wie Grut oder Gewürze. Der Alkoholgehalt von normalen Biersorten liegt in Deutschland und Österreich in der Regel zwischen 4,5 und 6 Prozent. Im weiteren Sinne versteht man unter Bier jedes alkoholhaltige Getränk, das auf Basis von verzuckerter Stärke hergestellt wurde, ohne dass dabei ein Destillationsverfahren angewandt wurde (z. B. Chicha). Die Abgrenzung zu Wein besteht darin, dass für Weine Zucker aus pflanzlichen (Fruchtzucker) oder tierischen Quellen (zum Beispiel Honig) vergoren werden, während der Ausgangsstoff für die Gärung bei Bier immer Stärke ist. In der Regel wird der Zucker aus der Stärke von Getreide (Gerste, Roggen, Reis, Weizen, Mais) gewonnen, seltener wird Stärke aus Kartoffeln oder anderem Gemüse wie Erbsen herangezogen. Der japanische Sake, obwohl oft als „Reiswein“ bezeichnet, fällt daher ebenfalls unter die Definition der bierartigen Getränke. Über den Ursprung des Wortes Bier gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Vermutlich stammt es von biber (lat. „Getränk“) ab. Ein nicht mehr gebräuchliches Wort für Bier ist das germanische Äl (vgl. englisch Ale, dänisch øl, schwedisch öl oder finnisch olut), wobei es sich um das noch ungehopfte Gebräu handelte.” Mehr zur Geschichte, Brauprozess und Einteilung der Biere gibt es hier.
Und bei bier.de kann man u.a. lesen: “Deutschland ist in Sachen BIER das Land der Vielfalt. Wollte man von heute an jeden Tag ein anderes Bier aus Deutschland probieren, wäre man damit mehr als 13 Jahre beschäftigt. Jede Region hat seine eigenen Bierbesonderheiten, jede Stadt wenigstens ein lokal hergestelltes Bier. Überall lauern echte Bierspezialitäten auf den Biergenießer. Teilweise beruhen diese lokalen Traditionen aus der kleinstaatlichen Geschichte vergangener Jahrhunderte. Im Norden trinkt man die herbsten Biere, im Süden dagegen Helles und Weizen, im Rheinland trinkt man Kölsch und Alt und in Berlin die Weiße. Daneben gibt es noch Export und Bockbier, Weihnachts- und Wiesnbier, Märzen und Kräusen und viele andere Sorten mehr. Diese Unterschiede machen das heimische Bier spannend, auch wenn man die nationalen Bestseller inzwischen überall bekommen kann. Heute ist es keine Ausnahme mehr, wenn gut sortierte Getränkemärkte fünfzig verschiedene Biermarken und mehr anbieten. Spezialversender offerieren sogar einige hundert unterschiedliche Biere. Jede dritte Brauerei der Welt steht in Deutschland. Mit seinen etwa 5.000 verschiedenen Biermarken und über 1.200 Brauereien gilt Deutschland gewissermaßen als abendländische Heimat des Bieres. Das deutsche Reinheitsgebot ist seit nahezu 500 Jahren die Basis für die Qualität der einheimischen Biere. Doch (leider) teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit, dass die deutschen Brauereien und Konzerne in den ersten sechs Monaten “nur” knapp 49 Millionen Hektoliter Bier absetzten. Dies sind 0,7 Prozent weniger als im letzten Jahr. Der warme Juni konnte immerhin einen Zuwachs um 7,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2009 verzeichnen. Trotzdem zeigte sich der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Wolfgang Burgard, in Sachen Biervielfalt und Diversifizierung des Biermarktes optimistisch: „Rund 5.000 deutsche Biere, gebraut von derzeit 1.327 Braustätten garantieren eine einzigartige Geschmacks- und Genussvielfalt.
Das Reinheitsgebot für Bier als eine der weltweit ältesten lebensmittelrechtlichen Vorschriften sichert zudem seit mittlerweile fast fünfhundert Jahren besten Verbraucherschutz. Daran werden sich auch in Zukunft alle deutschen Brauer halten“, so Burgard. Mit der Kampagne “Bier bewusst genießen” engagieren sich die deutschen Brauer für den maßvollen und bewussten Genuss von Bier, die verantwortungsvolle Abgabe alkoholhaltiger Getränke und die Aufklärung junger Autofahrer über die Gefahren von “Alkohol am Steuer. Daneben gibt s noch die Kampagnen: “Bier – sorry erst ab 16” und “don`t drink and drive“. Traditionell steht in Deutschland der 23. April in jedem Jahr ganz im Zeichen des Bieres. Denn am 23. April 1516 wurde das deutsche Reinheitsgebot von Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt proklamiert, und seitdem gilt per Gesetz: In unser Bier gehört nur Wasser, Hopfen und Gerste (die Hefe wurde erst später erwähnt, als man in der Lage war, Hefe herzustellen). Dieses älteste Lebensmittelgesetz der Welt feiern die deutschen Brauer Jahr für Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen und Festen im ganzen Land. Dabei gibt es für alle Bierfans viel zu erleben: Ob Sie mit den Brauern auf Ballonfahrt in die Lüfte gehen, sich fachkundig durch eine Brauerei führen lassen oder ganz einfach eine neue Biersorte probieren – an diesem Frühlingstag ist bierige Abwechslung garantiert! Ein interessantes Bierlexikon von A wie Abfüllen (wenn auf dem Höhepunkt der Reife das Bier glanzklar filtriert und in Fässer, Flaschen und Dosen per Füllanlage abgefüllt wird), bis Z wie Zymase, (das für die Einleitung der Gärung verantwortlich ist), und weitere gute Informationen rund um das Thema Bier habe ich noch auf saarbierfreund.de gefunden.
Sollte jetzt jemand auf den Gedanken kommen, sich (auch als Gastronom), sein eigenes Bier zu brauen, dann geht auch das. So wie Jürgen Krenzer. Der hatte als Gastwirt und Inhaber des Rhönschaf-Hotels in Ehrenberg-Seiferts in der hessischen Rhön die Idee, pünktlich zum 112. Geburtstag seines Gasthauses ”Krone”, eine eigene unfiltrierte, angenehm gehopfte und malzaromatische Bierspezialität zu kredenzen. Und durfte dazu am 25. Januar 2005 als Edel-Brauerstift im nagelneuen Sudhaus von Kollege und Braumeister Hans-Ludwig Straub in Memmelsdorf bei Bamberg in dessen Brauereigasthof “Drei Kronen” seinen ersten eigenen 10 hl-Biersud ansetzen. Ein lang gehegter Traum war für ihn endlich wahr geworden. Und auch ich hatte nun auf meiner Hessen-Franken-Gourmet-Tour kürzlich die Gelegenheit, zusammen mit Jürgen Krenzer, Ludwig Straub und Philipp Sterzinger, eine solche Bierbrauaktion mit zu erleben. Denn ein weiterer Vorgang “KRENZER 40″ stand an. KRENZER 40 ist das vom Rhönschaf-Hotel-Chef Jürgen Krenzer persönlich eingebraute Bier, das es seit 25.03.2005 – seinem 40. Geburtstag – im Rhönschaf-Hotel gibt. Nun stand also der 24. Brauvorgang am Montag, dem 05. Juli 2010 um 14.35 Uhr an. Schweißgebadet standen wir am Läuterbottich und versuchten bei 35 Grad Aussetemperatur und gefühlten 110 Grad Brauhaustemperatur den Filtrationsvorgang des ersten KRENZER 40 Roggenbiers von Hand zu beschleunigen, weil das Roggenmalz mit seiner feineren Struktur als das Gerstenmalz alle Filter zusetzte. Als dann der Biersud auf dem Kühlschiff aufgeschlagen wurde, (also aus dem Sudkessel ausgepumpt wird), hatten wir es doch endlich geschafft! Und ein erlebnisreicher und interessanter Brautag ging zu Ende. Herzlichen Dank an Ludwig Straub und seine Frau Lilo. Dieser Roggen-Bier-Anstich wird Mitte August erfolgen, also gar nicht mehr so lang hin. Jetzt sind wir natürlich alle auf das Geschmacksergebnis gespannt!
Und wer Lust hat, kann ja dann das neue KRENZER 40 Roggenbier im Rhönschaf-Hotel verkosten. Man sieht sich!














