Der Küchenprofi Bodo Hasenberg zeigt uns auf küchengötter.de, wie man leckere Frikadellen zubereitet. Frikadellen, auch Buletten, deutsches Beefsteak, Fleischpflanzerl, Fleischküchle oder Brisoletten genannt, sind gebratene Klöße aus Hackfleisch. Wikipedia schreibt dazu: “Frikadellen sind regional unter zahlreichen Namens- und Rezeptvarianten bekannt. Die Bezeichnung Bulette ist im Nordosten des deutschen Sprachraumes gebräuchlich und stammt vom französischen boulette für „Kügelchen“. Irrtümlich wird oft angenommen, dass der Name zuerst durch die Hugenotten in Berlin geläufig geworden sei und sich dann von dort übertragen habe. Tatsächlich kam der Begriff aber, wie viele andere vermeintlich hugenottische Formen, erst während der Besetzung Berlins durch die Truppen Napoleons zwischen 1806 und 1813 auf. Von diesem Begriff wurde Grillette oder Grilletta abgeleitet, eine Frikadelle, die in der DDR verkauft wurde. Die Zusammensetzung und Form entsprach jedoch der Bulette. Auch die Bezeichnung Brisolette (von franz. briser für brechen, zerkleinern) entstand in dieser Zeit. Die Brisolette unterschied sich von der Bulette durch eine geringfügig kleinere, rundere Form, war meist in Paniermehl gewälzt und das Fleisch sollte innen noch leicht rosa sein. Die Brisolette stand vorzugsweise auf der Speisekarte der „feinen Küche“ des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Bezeichnung wird auch für Fischklöße verwendet. Das seit dem 18. Jahrhundert bekannte, ursprünglich ostpreußische Klops geht vermutlich auf das neuschwedische kalops, „gebratene Fleischscheibe“ zurück, möglicherweise auch auf das niederdeutsche kloppen, „klopfen“ (ge- bzw. zerklopftes Fleisch).
Die vornehmlich in Altbayern übliche Bezeichnung Fleischpflanzerl entwickelte sich aus der Bezeichnung Fleischpfannzelte. Zelte ist ein altertümlicher Ausdruck für einen flachen Kuchen, der sich auch in Bezeichnungen wie Lebzelte für Lebkuchen erhalten hat. Fleischpfannzelte bezeichnete also einen flachen Fleischkuchen aus der Pfanne. Es wurde vorwiegend aus Fleischresten zubereitet. In Baden-Württemberg, Bayrisch-Schwaben und Franken ist die Bezeichnung Fleischküchle oder Fleischküchla oder (selten) üblich. Allerdings wird in Bayerisch-Schwaben dieser Ausdruck immer mehr vom bairischen Dialekt verdrängt. Etwas größere, längliche Frikadellen aus Rindfleisch werden deutsches Beefsteak oder Hacksteak genannt. Deutsches Beefsteak muss mindestens 80 Prozent Fleisch in der gewürzten Rohmasse enthalten. Im Schweizerdeutschen (insbesondere Zürcher Mundart) kennt man den Begriff “Hacktätschli” (gehacktes Fleisch, dass “getätscht”, im Sinne von geklopft, wird). Und im Saarland nennt man sie “Hackfleischkiechelscher” oder “Gehackskiechelscher“. Mehr zu Zubereitung und Varianten gibt es auch hier. Bei Frikadellen halte ich es wie Fleischermeister Ludger Freese aus Visbek im Landkreis Vechta im Oldenburger Münsterland: “Eine Frikadelle muss „ehrlich“ sein. Damit meint er den Inhalt, denn es gibt Hersteller, die aus Kostengründen alles in der Frikadelle haben, nur kein Fleisch.
Seine und meine Vorstellung von einer Frikadelle ist ganz einfach: frisch, lecker, locker und: „…ich nehme noch eine Zweite!“
Auch RTL2 hat sich mit “Welt der Wunder” dem Frikadellen-Thema angenommen. Auf dem Kölner Wochenmarkt traten vier Köche aus vier Nationen zum internationalen Frikadellen-Länderkampf an. Deutschland, Türkei, Schweden und Griechenland kämpften um den “Frikadellenmeister”.
Die türkischen Frikadellen, Köfte, sind in der Regel aus Lammfleisch. Und enthalten sogar etwas Zimt. Köfte (türkisch von persisch kuffteh, „zerstampftes Fleisch“ / Kofta im arabischen ) sind kräftig gewürzte, gebratene, gebackene oder gegrillte Hackfleischbällchen, -röllchen oder -fladen, vor allem aus Lamm oder Rind (auch gemischt), die in zahlreichen Varianten in der gesamten orientalischen Küche von Nordafrika über Südosteuropa bis nach Indien verbreitet sind. Mehr zu Köfte gibt es bei wikipedia hier. Und wer hat nun gewonnen? Das sehen Sie in anschließenden Video.




