Archive for September, 2010

06 SepRhönlamm trifft Kunst – auf der Skulptura 2010 im saarländischen Beckingen

Bahnhof Beckingen, Foto: Rainer Prüm

Zum zweiten Mal nach 2008 richtet die saarländische Gemeinde Beckingen eine Kunstausstellung aus, die Skulptura. Beckingen ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Merzig-Wadern − etwa 30 km nordwestlich von Saarbrücken gelegen. Sie entstand 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den Ortschaften Beckingen, Düppenweiler, Erbringen, Hargarten, Haustadt, Honzrath, Oppen, Reimsbach und Saarfels. Mehr zu Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Beckingen auf wikipedia hier. Landschaft, Geschichte, besondere Orte – das sind die Schlagworte, mit denen die Gemeinde Beckingen seit einigen Jahren auf sich aufmerksam machen will, denn ausgedehnte Wälder und zum Teil unberührte Natur prägen die Landschaft der Gemeinde ebenso wie eine reiche Geschichte in nicht unerheblichem Maß. Frühgeschichtliche Grabfunde aus der bronzezeitlichen Urnenfelderstufe zeugen ebenso wie Hügelgräber und Fundstücke aus der Hallstattzeit von einer lange zurückreichenden Siedlungstätigkeit auf dem heutigen Gemeindegebiet.

Freundschaft, Foto: Rainer Prüm

Bereits im Mittelalter war Beckingen Sitz einer Kommende des Deutschherrenordens, wovon noch die 1634 erbaute Marzelluskapelle, das Zehntentor, der Deutschherrenbrunnen und die heute als Gärtnerei genutzten Ökonomiegebäude des im Gefolge der französischen Revolution zerstörten barocken Deutschherrenschlosses im Gemeindebezirk Beckingen Zeugnis geben. Die Geschichte des Deutschen Ordens in Beckingen lässt sich bis in das Jahr 1293 zurückverfolgen, als ihm durch Schenkungen Besitzungen im Ort zufielen. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtete der Orden in Beckingen eine eigene Komturei und erweiterte in der Folgezeit seine Besitzungen nicht allein in Beckingen, sondern auch in den übrigen Orten der heutigen Gemeinde. Mehr zu Tourismus, Wirtschaft und Vereinen der Gemeinde Beckingen hier. Zum Rahmenprogramm derdiesjährigen internationalen Skulptura 2010 gehört auch die Ausstellung “Wunder der Natur” im Erdgeschoss des historischen Bahnhofs. “Die Idee zu dieser Ausstellung wurde geboren bei einem Besuch bei der Firma Bielan in Neidenbach in der Eifel”, erzählt Helmut Kopp, Kurator der nunmehr zweiten Skulptura. “Ich sah diesen Sandstein, auf dem wundervolle, kristalline Kalzite gewachsen sind.” Schon im Sommer 2008 stellten fünfzehn Künstler im denkmalgeschützten historischen Bahnhof Beckingen, in der ehemaligen Güterhalle, im alten Sägewerk der Familie Speiser und dem sogenannten “Hexenhäuschen” rund 250 Skulpturen aus. Zusätzlich waren acht dauerhaft aufgestellte Skulpturen im SaarGarten-Skulpturenpark Bestandteil der Ausstellung.

Zahn der Zeit, Foto: Rainer Prüm

Insgesamt 17 Künstler aus Luxemburg, Frankreich, Italien, Vietnam, Belgien, Schweiz und Deutschland zeigen ihre Werke noch bis zum 12. September 2010. Portraits der beteiligten Künstler finden Sie hier. Einer der Ausstellungsorte für die Skulptura 2010 Beckingen ist der Beckinger Bahnhof. Der im Stil der englischen Neogotik 1858 errichtete Bahnhof wurde in den letzten Jahrzehnten sehr vernachlässigt. Jetzt wird er, als erstrangiges kulturhistorisches Zeugnis der Gemeinde Beckingen, restauriert, damit er neuen Nutzen finden kann. Mehr Infos zur Gechichte des Beckinger Bahnhofes gibt es hier. Zur Eröffnung der diesjährigen Skulptura am 28. August spielte der Geigen-Virtuose und erste Konzertmeister des Saarländischen Staatstheaters Wolfgang Mertes. Beendet wird die Kunst-Ausstellung Skulptura 2010 Beckingen durch eine Finissage am 12. September um 16.00 Uhr im SaarGarten-Skulpturenpark von Nils Tannert. Ihm gelingt es, ein Klangspektrum aus lauten, kraftvollen und energiegeladenen Tönen, sowie leisen, gefühlvollen und sanften Klängen zu entfalten. Bei seinen Darbietungen setzt er unterschiedlichste Rhythmus- und Percussion-Instrumente ein, wie etwa diverse Trommeln, Marimba, Taiko und viele mehr. Wir lassen uns überraschen!

"Rote Lippen", Foto: Rainer Prüm

03 SepRhönlamm trifft Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz, Foto: Rainer Prüm

Schwalbenschwänze kann man fast während des ganzen Frühjahrs und Sommers sehen, da sie es in drei Generationen gibt. Wobei man schon wissen muss, wo man sie findet. Es sei denn, es verirrt sich mal einer in den eigenen Garten, besonders wenn dort auch noch Buddleija (Sommerflieder), stehen.  Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter. Der größte und einer der auffälligsten Schmetterlinge des deutschen Sprachraums hat eine Spannweite von 50 bis 75 Millimetern. Er ist gelb und schwarz gemustert mit einer blauen Binde und roten Augenflecken an der hinteren Innenseite der Hinterflügel. An den Hinterflügeln stehen kurze, größtenteils schwarz gefärbte „Schwänzchen“ ab. Er hat lange Haare an den Vorderbeinen, die als Putzkämmchen dienen. Mehr zu Lebensraum, Verbreitung und Fortpflkanzung des Schwalbenschwanzes auch auf wikipedia hier, im Natur-Lexikon hier , auf Schmetterling-Raupe hier , oder auch viel Wissenswertes auf dieser sehr schönen Schwalbenschwanz-Seite von Barbara Kümin aus Zürich in der Schweiz.

Schwalbenschwanz, Foto: Rainer Prüm

Der Schwalbenschwanz war 2006 “Schmetterling des Jahres“. Dazu schreibt die BUND NRW Naturschutzstiftung: ” Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. den Schwalbenschwanz zum „Schmetterling des Jahres 2006“ gekürt. Aus einem erfreulichen Grund: Der Bestand des Schwalbenschwanzes hat sich nach einem Tief in den 70er und 80er Jahren wieder leicht erholt, so dass der Schmetterling mittlerweile deutschlandweit nicht mehr als gefährdet gilt. Hauptursachen für diese Erholung sind u.a. ein geringerer Pestizideinsatz in vielen Gärten und im öffentlichen Bereich z.B. auf Straßenböschungen sowie naturverträglichere Pflegemaßnahmen auf Magerwiesen und Saumbiotopen.”

Schwalbenschwanz von unten, Foito: Rainer Prüm

Und weiter: “Der Papilio machaon ist von Natur aus kein häufiger Schmetterling, aber weit verbreitet: von Europa und Nordafrika über das gemäßigte Asien bis nach Nordamerika. Aufgrund seiner weiten Verbreitung über unterschiedliche Lebensräume und seines Wanderverhaltes – auch in die vom Menschen stark beeinflussten Kulturlandschaften hinein – hat er insgesamt relativ guten Überlebenschancen. Er ist auf offene und abwechslungsreiche Landschaften angewiesen und am häufigsten an trockenen warmen Standorten der Mittelgebirge zu finden. Damit sich die verstreut lebenden Männchen und Weibchen zur Paarung finden, versammeln sich beide Geschlechter zum Balzflug um Geländererhebungen wie Bergkuppen oder auch Türme.Hilltopping“ heißt dieser Heiratsmarkt. Bei uns tritt der Schwalbenschwanz in 2 Generationen auf. Die Weibchen der Frühjahrsgeneration überfliegen zur Zeit der Löwenzahnblüte im Mai/Juni weite Gebiete, um geeignete Pflanzen für die Eiablage zu finden. Sie suchen dabei stark aromatische einzeln und sonnig stehende Doldenblütler auf – gern die Wilde Möhre, aber zum Beispiel auch die Gartenmöhre. Etwa 150 Eier werden so verteilt, dass jede Wirtspflanze später nur wenige Raupen zu versorgen hat. Die Weibchen der Sommergeneration wählen im Juli/August für die Eiablage ebenfalls intensiv duftende Doldenblütler wie die Kleine Bibernelle, den Dill, Kümmel oder Fenchel aus.”

Schwalbenschwanz von oben, Foto: Rainer Prüm

01 SepRhönlamm auf Reisen – in Deutschlands ältester Stadt Trier

Porta Nigra in Trier, Foto: Rainer Prüm

Nur eine knappe Autostunde von mir entfernt liegt Trier. Wobei ich von Merzig aus entweder über Losheim-Britten und Zerf oder Mettlach und Saarburg fahren kann. Trier (frz. Trèves, lux. Tréier) ist eine kreisfreie Stadt im Westen von Rheinland-Pfalz. Trier ist Sitz einer Universität, einer Fachhochschule, der Verwaltung des Landkreises Trier-Saarburg, der Verwaltung der Verbandsgemeinde Trier-Land, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD, bis 1999 Bezirksregierung Trier), mehrerer Dienststellen des Landesuntersuchungsamtes (LUA), einer römisch-katholischen Diözese (Bistum Trier) sowie einiger Bundesbehörden (eine von vier Bundeskassen Nebenstelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben). Die Stadt wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager. Die Römischen Baudenkmäler in Trier, bestehend aus Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Porta Nigra, Römerbrücke, Igeler Säule, Dom sowie die Liebfrauenkirche zählen seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zur Vorgeschichte, Klima und Einwohnerentwicklung von Trier mehr auf wikipedia hier.

Fußgängerzone Trier, Foto: Rainer Prüm

Besonders für Radfahrer und Wanderer ist die Urlaubsregion Trier ein Paradies. Denn so führt z.B. der Saar-Hunsrück-Steig, der zu den Spitzenwanderwegen Deutschlands zählt, von der Cloef bei Mettlach-Orscholz über Trier und den Hunsrück bis nach Idar-Oberstein. Und in Richtung Norden erklimmt man die Eifelhöhen bis in die historische Kaiserstadt Aachen. Und auch die Trierer Innenstadt, besonders die Fußgängerzone, ist immer einen Besuch wert! Interessantes zur Universität Trier gibt es hier und  zum Bistum Trier hier . Auch der jährliche Weihnachtsmarkt gehört zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Dieses Jahr findet der Trierer Weihnachtsmarkt vom 22.11. bis 22.12. auf dem mittelalterlichen Hauptmarkt und vor der imposanten Kulisse des Trierer Doms statt. Weitere Fotos zu Trier gibt es hier und Informationen zum Fußballklub Eintracht Trier hier und zur IHK von Trier hier.

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes
http://www.schoener-essen.de/customers/schoenerEssen/images/schoener-essen-badge.gif