18 OktRhönlamm freut sich jetzt auf die anstehende Grünkohlsaison mit Pinkel

Grünkohl ist ein typisches Wintergemüse und eine Zuchtform des Kohls. Der Grünkohl ist von allen verbreiteten Kohlformen der Wildform der Kohlpflanze am ähnlichsten. Grünkohl hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Griechenland. Dort wird 400 v. Chr. ein krausblättriger Blattkohl beschrieben, der später bei den Römern als Sabellinischer Kohl bezeichnet wurde. Dieser Kohl ist wohl der Vorläufer des heutigen Grünkohls. Grünkohl zählte in der römischen Küche zu den Delikatessen. Bauern, die Grünkohl anbauten, brachten es dadurch oft zu Wohlstand. Typische Anbaugebiete heute sind Mittel- und Westeuropa, Nordamerika und Ost- sowie Westafrika. Mehr zu Anbau, Ernte und Eigenschaften von Grünkohl auf wikipedia hier.

Grünkohl mit Kohlpinkel, Mettwurst, Kasseler und Speck. So herrlich schmeckt der Winter im Oldenburger Münsterland. Im Norden Deutschlands streiten sich alle Jahre wieder die Städte Bremen und Oldenburg darum, wessen „Spezialität“ der Grünkohl denn nun ist. Die längste Tradition können die Bremer nachweisen, die seit 1545 ein öffentliches Grünkohlessen zelebrieren. In Deutschland wird Grünkohl auf einer Fläche von etwa 10 km² angebaut. Kohl und Pinkel sind auch eine der bekanntesten Spezialitäten z.B. in Bremen. Sehr beliebt sind auch die “Kohlfahrten”. Die Teilnehmer an einer „Kohlfahrt“ veranstalten einen Ausflug durch die Natur zu einem Dorfgasthof, meist im tiefen Winter. Oft wird diese Wanderung mit geländegängigen Spielen wie Boßeln o. ä. verbunden. Zur Abwehr des Frostwetters und zur Vorbereitung auf das deftige Essen werden in einem Einkaufs- oder Bollerwagen ausreichend alkoholische Getränke (z. B. Korn, bei Seglern eher Sherry) mitgenommen, die anlässlich der Spiele oder sonstiger Unterbrechungen der Wanderung (z. B. an Wegkreuzungen oder Leitungsmasten) ausgeschenkt werden. Im Dorfgasthof wird der angeheiterten Gesellschaft dann Grünkohl wahlweise je nach Region mit [süßen (ist nicht jedermanns Geschmack)] Bratkartoffeln oder gekochten Salzkartoffeln und Kassler, Bregen-, Pinkel- oder Kohlwurst serviert. Dazu gibt es zur (vermeintlich) besseren Verdauung üblicherweise viel zu trinken (Bier, Korn). In manchen Gegenden gibt es nach dem Essen auch noch Musik und Tanz.

Grünkohl, Foto: Maria Brzostowska, Fotolia.com

Die Pinkel ist eine geräucherte, grobkörnige Grützwurst, die in Nordwestdeutschland, besonders in der Gegend um Oldenburg, Bremen und Osnabrück sowie in Ostfriesland und Friesland zu Grünkohl gegessen wird. Und natürlich auch, wie obiges Video zeigt, in Visbek im Oldenburger Münsterland im Landkreis Vechta. Dort bereitet Fleischermeister Ludger Freese in seiner Fleischerei in Viskek regelmäßig im Rahmen der vom Vater übernommen Traditionsrezepte ebenfalls leckere Pinkelwürste zu. (Während in östlicheren Gebieten Norddeutschlands eher Brägenwürste zu dem traditionellen landestypischen Grünkohlgericht gehören). In den südlichen Teilen des deutschen Sprachraums ist Pinkel so gut wie unbekannt und kaum erhältlich. Außer natürlich, man bestellt sie und andere Fleischereispezialitäten in Freeses Online-Shop. Denn seit dem 1. September wird dort wieder Grünkohl gekocht damit die regionale Leckerei deutschlandweit wieder weitere Freunde gewinnt. Wer möchte, kann dort auch “Grütze und Punkebrot zum Braten” bestellen. ;-) Auch das Rhönlamm hatte schon Gelegenheit, sowohl das “Grünkohlfest”, als auch den Versandservice der Fleischerei Freese, zu testen und beides war hervorragend. Da fällt mir ein, eine neue Grünkohlbestellung ( mit Pinkel und Kassler), bei Ludger Freese, steht auch für dieses Jahr wieder an! ;-) Was die Niedersächsische Küche sonst noch so alles zu bieten hat,m kann man hier nachlesen.

Grünkohl mit Pinkel, Foto: ExQuisine, Fotolia.com

Und wer gar nicht genug vom Grünkohl belommen kann, hier das “Grünkohl Lied” von Klaus und Klaus.

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3 Responses to “Rhönlamm freut sich jetzt auf die anstehende Grünkohlsaison mit Pinkel”

  1. Hallo Rainer. Das ist ja eine tolle Überraschung. Ein perfekter Grünkohl-Report der wirklich sehr gut recherchiert ist. So kommt Grünkohl in aller Munde. Danke für die Erwähnung und die vielen Bilder dazu.

  2. Bella sagt:

    Aus Norddeutschland kommend bin ich immer wieder überrascht, wie kompliziert sich manche ihr Grünkohlgericht machen. Ich koche einmal im Jahr das leckere Wintergemüse, dann aber immer für viele Personen. Stets werde ich nach meinem Rezept gefragt, mannigfach. Umso größer die Enttäuschung der Fragenden, dass in meinen Kohl nur Grünkohl, Wasser, Zwiebeln und Bauchfleisch kommen. Na ja und Salz auch noch. Und dazu Bier, aber nicht in den Kohl, sondern in mich. Denn es dauert ja viele Stunde, bis das Gericht fertig ist. Daher veranstalte ich das auch immer für viele aber auch das Kochen mit vielen Leuten.

  3. Bergfreunde sagt:

    SCHANDMAL – Der Tote am Berg…

    Ich lese häufig Ihr Blog und finde es immer sehr interessant. Dachte, es sei an der Zeit, ich lasse Sie das mal wissen, machen sie weiter mit ihrer großartigen Arbeit…

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