Hier im Rhönlamm Blog habe ich ja schon desöfteren über den Visbeker Fleischermeister Ludger Freese berichtet, der sich seit 10 Jahren mit kreativen und innovativen Ideen und Konzepten, nicht nur in der Fleischer- und Metzgerbranche, einen guten Namen gemacht hat. Als neuesten Clou gab es jetzt zur Eröffnung seiner neuen Internetseite keine Canapés, sondern ein neues Gericht, dass er speziell zu dieser Eröffnung gekocht hat: Das Social Media-Ragout. Eine harmonische Verbindung zwischen Lammfleisch und Curry-Orangensauce. In Kurzform: Es sollte extrem lecker sein. Und als Krönung des ganzen versprach er jedem eine ordentliche Kostprobe davon, der im Internet in seinem Blog “Essen kommen” einen Kommentar dazu hinterlässt. Ludger Freese wählte für sein Social-Media-Gericht zarte Lammkeulen, diesmal aus Neuseeland, damit die globale Weltgemeinschaft darin zum Ausdruck gebracht wird. Die Curry-Orangensauce verdeutlicht dann das soziale Netzwerk noch einmal. Der Curry stammt aus Indien und der Orangensaft kommt von der “Safttante“, nämlich aus der „Web 2.0 Kelterei Walther“ aus Arnsdorf bei Dresden. Die feinen Möhrenscheiben stammen aus seiner Heimat, dem Oldenburger Münsterland und die technische Umsetzung (kochen, abschmecken…) natürlich aus seiner eigenen Freese Küche.
Die Lammkeulenwürfel hat er mit Gewürzen wie frischen Rosmarin, Thymianzweige, Knoblauch und Öl einen Tag ziehen lassen Die Sauce wurde aus eine kräftigen Knochenbrühe gezogen und mit Sahne, Curry und natürlich Orangensaft abgeschmeckt. Und da auch ich einen Kommentar dazu geschrieben und in seinen Blog hochgeladen hatte, brachte mir dann, oh Freude, der Postbote ebenfalls ein leckeres Probierpaket.
So fand also ein 250 ml Weckglas, eine sogenannte Vollkonserve, die unter 1,8 – 2,0 Bar bei 106°C gekocht wurde, den Weg zu mir ins saarländische Merzig. Das Beste daran, ich brauchte das Lammragout in feiner Curry-Orangensauce nur zart erwärmen. Und schwups, war es fertig. Als Beilage empfahl Ludger Rosmarienkaroffeln, Speckböhnchen, Feldsalat mit Pfifferlingen und Rotwein. Bei mir gab es Kartoffelpüree und feine Möhrchen. Dazu habe ich mir einen 2008 er Château Haut-Vigneau gegönnt. Dieser Bordeaux bietet duftige Aromen von Waldbeeren und Kirschen, die durch Vanille- und Karamelnoten abgerundet werden. Die Tannine sind seidenweich, das Finale ist vom appetitlichen Fruchtbouquet dominiert. Mir schmeckt er jedenfalls prima!
Die Lammschulterwürfel waren sehr zart und wirklich topp abgeschmeckt! Ich musste, für meinen Geschmack, überhaupt nix hinzufügen, ausser den Beilagen und eben diese Flasche Rotwein.
Die Orangensauce war auch sehr angenehm und harmonierte mit dem Curry hervorragend. Selbst meiner Frau hat es wunderbar geschmeckt, die, aus einer Metzgersfamilie stammend, sonst bei “auländischen Gewürzen” zumindest immer etwas “skeptisch” ist. Also, ein toller Samstagabend mit Freeses Lammschulterwürfel in Curry-Orangensauce! Dafür ein herzliches Dankeschön und einen schönen Gruß nach Visbek!






