Archive for März, 2011

09 MrzRhönlamm im Libanon – Chefkoch Kamal Al-Faqih bereitet eine Lammkeule vor

Heute präsentiert Ihnen das Rhönlamm Blog in dem obigen Video Chef Kamal Al-Faqih aus dem Libanon. Kamal`s Eltern stammen aus dem Dorf Aley und Deir Koubel nahe der libanesischen Hauptstadt Beirut. Er selbst machte in Washington D.C., USA Karriere als libanesischer Koch und kochte auch schon für u.a. Königin Noor von Jordanien, König Abdullah von Jordanien und König Abdullah von Saudi Arabien. Und betreibt einen Kochshop. Im Libanon hat das Rhönlamm zwar noch keine Leser für seinen Blog aber dafür immerhin aus dem Nachbarstaat  Israel und auch aus Saudi Arabien. Der Libanon (amtlich: Libanesische Republik; arabisch ‏الجمهورية اللبنانية‎, frz. République libanaise) ist ein Staat in Vorderasien am Mittelmeer. Und dort hat das Rhönlamm Leser in den VAE, der Türkei, Saudi Arabien und im Iran. Der Libanon grenzt an Syrien im Norden und Osten und an Israel im Süden, im Westen wird er vom Mittelmeer begrenzt. Der Libanon wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet. Eine spezifische libanesische Identität findet sich erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts in Schriften von Historikern. Der politische Vorläufer des Libanon war eine bis 1916 von einem christlichen Armenier als Gouverneur geführte autonome Provinz innerhalb des Osmanischen Reiches. Ab 1920 war er französisches Mandatsgebiet. Es war unter dem Namen État de Grand Liban Teil des Völkerbundsmandats für Syrien und den Libanon, und erhielt 1926 als Republik eine gewisse Eigenständigkeit. Am 26. November 1941 kündigte der französische General Georges Catroux die Unabhängigkeit des Libanon sowie seine Unterordnung unter die freifranzösische Regierung an. Im November 1943 fanden Wahlen statt, und am 8. November löste die neue libanesische Regierung das französische Mandat unilateral auf. Am 22. November 1943 fand die Wiedereinsetzung der Regierung durch libanesische Amtsträger statt, dies ist zugleich auch der offizielle Unabhängigkeitstag. Direkt nach der Unabhängigkeit des Libanon wurden etwa 20.000 Mann Freiwillige unter dem Kommando des späteren Präsidenten Fouad Chehab in die freifranzösische Armee unter Charles de Gaulle eingegliedert, wo sie in Bir Hakeim und bei Monte Cassino ihren Beitrag zum Erfolg der Alliierten im mediterranen Kriegsschauplatz leisteten. Der unabhängige Libanon war im Zweiten Weltkrieg somit Teil der Anti-Hitler-Koalitionund später auch Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, bei dessen Gründungsversammlung in San Francisco im Februar 1945 der libanesische Delegierte Charles Malik neben Eleanor Roosevelt eine dominierende Rolle spielte und wesentliche Teile der UN-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte mitverfasste. Im Jahr 1958 kam es zur Libanonkrise zwischen pro-westlichen Christen und nationalistischen Muslimen, welches als Teil des Ost-West-Konflikts betrachtet wird. Wegen seiner wirtschaftlichen Stabilität und politischen Neutralität (1949–1969) wurde jedoch der stark westlich oder französisch geprägte Libanon in den 1950er und 1960er Jahren auch als Schweiz des Orients bezeichnet. Die Hauptstadt Beirut galt bis 1984 sogar als Paris des Nahen Ostens“. Mehr zum Libanon gibt es auch auf wikipedia hier.

Beirut, Libanon, Foto: diak, Fotolia.com

Die Libanesische Küche beeinflusste im Lauf der Geschichte stark die Küche des Osmanischen Reiches, so wie auch andere Länder dieser Region. Die Küche des Nachbarlandes Syrien ist weitgehend mit der libanesischen identisch, wobei Aleppo als Zentrum einer gehobenen Küche gilt. Grundnahrungsmittel sind Gemüse, Obst, getrocknete Hülsenfrüchte, Bulgur, Reis, Fisch, Lammfleisch, Huhn, Nüsse, Oliven, Joghurt und Tahini. Viele Speisen sind vegetarisch. Fett wird traditionell nur sparsam verwendet. Zu den bekanntesten Gerichten gehört Kibbeh, das in der gesamten Region gegessen wird. Typisch sind auch Hummus und Taboulé. Verbreitet sind außerdem gefülltes Gemüse und Eintopfgerichte mit Fleisch und Gemüse. Die libanesischen Mezze gelten als sehr schmackhaft. Burghul bi d’feeneh ist ein Getreidebrei ähnlich einem Risotto aus Bulgur, Kichererbsen und Fleisch. Hindbeh bilzeyt ist gekochter wilder Chicoree mit Olivenöl und karamellisierten Zwiebeln. Ein libanesisches Lammgericht ist z.B. Kebbeh Nayyeh. Kebbeh Nayyeh, auch Kibbeh Nayyeh oder Kibbe Nayé, (arabisch كبة نية . Kebbeh bedeutet „Kugel“, Nayyeh „roh“) ist ein besonderes Fleischgericht der libanesischen Küche. Es wird als arabisches Tatar bezeichnet. Grundlage ist rohes Lamm- oder Kalbfleisch, das mit einem Fleischhammer auf einer Unterlage oder auf traditionelle Art mit einem Holzstampfer in einem tiefen Steinmörser zu einer breiigen Masse verarbeitet wird. Es kann auch mehrfach durch den Fleischwolf gedreht werden. Es kommen zuvor in Wasser eingeweichter Weizenschrot (Burghul) hinzu und je nach Rezept Zwiebeln, Olivenöl, Pfefferminz, Salz und Pfeffer, auch Piment und grüner Peperoni. Das Kalbfleisch erhält durch Zugabe von Lammfett und Basilikum Geschmack. Die Mischung muss lange und kräftig gestampft werden, bis eine weiche und gleichmäßige Konsistenz entsteht. Sie wird auf einer Platte ausgestrichen serviert. Alternativ wird die Fleischpaste zu fingerdicken Stäbchen gerollt auf Salatblättern gereicht. In einer weiteren Variante werden auf einzelnen Tellern Scheiben der Paste mit 10 Zentimeter Durchmesser verteilt, in deren Mitte eine Mulde eingedrückt und mit dem Olivenöl gefüllt wird. Diese Spezialität stammt ursprünglich aus dem zu Zgharta gehörenden Ort Ehden im bewaldeten Bergland im Norden des Landes und wird inzwischen in libanesischen Restaurants mit gehobenem Standard weltweit angeboten. In der Levante ist Kebbeh Nayyeh zusammen mit einer Soße aus Olivenöl und Zitronensaft eine beliebte Zwischenmahlzeit. Beilage ist Fladenbrot.

Metzgermeister Dirk Ludwig und Frau Christine

Leckere Lammkeulen bekommt man natürlich auch in Deutschland. Die Lammkeule oder -Schlegel, ist mager, zart und gut fleischig. Eigentlich das beste Bratenstück vom Lamm. Es wird in der Regel im Stück, mit oder ohne Knochen und in Scheiben angeboten. Sehr gut zum Braten im Ofen und als Gulasch verwendbar. Auch bestens geeignet zum Grillen von Steaks und  Fleischspießen. Mehr zu Lammfleisch auch auf Kochatelier hier. Und Lammfleisch wird ja eh immer populärer. Lammfleisch erhalten Sie z.B. vom Metzger, bzw. Fleischer Ihres Vetrauens und Lammfleisch vom original Bio-Rhönlamm, u.a. von Metzgermeister Dirk Ludwig von der Metzgerei “Der Ludwig” im osthessischen Schlüchtern. “Der Ludwig” wurde am 2. April 1897 in Sondershausen / Thüringen von Metzgermeister Paul Ludwig gegründet. In der vierten Generation werden die überlieferten Rezepturen, unter Anwendung alter Handwerkstechniken, nach wie vor angewandt. Durch Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen haben die Ludwigs über die Jahre hinweg ihre Bodenständigkeit bewahrt. Zuverlässigkeit und eine Identifizierung mit der Region gewähren ökologische Erzeugnisse und Nachhaltigkeit im Handeln. Produkt- und Beratungsqualität, Sauberkeit und ein gutes Gewissen beim Handeln sind die Basis der langjährigen Unternehmensgeschichte. Dort können Sie natürlich auch direkt über deren Online-Shop bestellen. Die Rhönlämmer in dieser Woche sind vom Bauer Timmerberg aus Dudenrode. Oder Sie machen mal einen Abstecher in die Rhön zu Jürgen Krenzer`s Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts. Auch dort steht leckeres Rhönlammfleisch auf der Speisekarte. Das Rhönlamm wünscht Ihnen “Guten Appetit”!

Lammkeule vorbereiten, Foto: ExQuisine, Fotolia.com

07 MrzRhönlamm in der Karibik – saftiges Lamm auf karibische Art

Auch wenn es jetzt in unserer Region so langsam Frühling wird, sind die Temperaturen doch noch sehr niedrig. Besonders nachts. Da träumt sicher so mancher vielleicht von einem Besuch der “warmen” Karibik. Die Karibik ist eine Region im westlichen, tropischen Teil des Atlantischen Ozeans nördlich des Äquators. Sie besteht aus dem Karibischen Meer und den dort gelegenen Inseln und Inselgruppen (Westindische Inseln). Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden hatten. In dem Karibikraum leben heute ca. 36 Mio. Menschen verschiedenster Herkunft. Neben den sehr wenigen verbliebenen Ureinwohnern leben vor allem Menschen afrikanischer und europäischer Herkunft, Kreolen, sowie Inder (vor allem in Trinidad und Tobago) und Chinesen auf den verschiedenen Inseln der Karibik. Spanisch und Englisch sind die Hauptsprachen der Karibik (die von 94 % der Einwohner gesprochen werden, wobei Spanisch davon etwa 70 % ausmacht), daneben Französisch, Niederländisch und verschiedene Kreolsprachen. Mehr zur Karibik auch auf wikipedia hier. Und man mag es kaum glaube, das Rhönlamm Blog hat auch Leser in der Karibik, genauer auf  Saint  Lucia. Saint Lucia, beziehungsweise auch St. Lucia, ist ein unabhängiger Inselstaat im Bereich der Westindischen Inseln in der Karibik und ist Mitglied im Commonwealth of Nations. Die Insel gehört zu den Inseln über dem Winde, die wiederum zu den Kleinen Antillen gehören.

Der Große und der kleine Pitons auf Saint Lucia, Foto: Klaus Heinemann, Fotolia.com

Sie liegt nördlich von St. Vincent und den Grenadinen und 37 km südlich von Martinique. 180 km im Osten befindet sich Barbados. Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Castries. Der höchste Punkt der Insel ist der Mount Gimie mit 950 Metern. Die Küstenlinie ist 158 Kilometer lang. Auf der Insel gibt es, südlich des Ortes Soufrière, zwei inaktive Vulkane, den Gros Piton und den Petit Piton (auch Twin Pitons genannt). Das Gebiet um die Vulkane ist auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Die wichtigsten Flüsse der Insel sind der Cul de Sac und der Canelles. 27.9% der Fläche ist von Wäldern bedeckt. In unseren heutigen beiden Videos zeigt Gourmet Mike Gorman wie man saftiges Lamm auf würzige karibische Art mit Basmati-Reis, Adzuki Bohnen und Paprika zubereitet. Leckere Lammkeulen bekommt man natürlich auch in Deutschland. Und Lammfleisch wird ja eh immer populärer. Lammfleisch erhalten Sie z.B. vom Metzger, bzw. Fleischer Ihres Vetrauens und Lammfleisch vom original Bio-Rhönlamm, u.a. von Metzgermeister Dirk Ludwig von der Metzgerei “Der Ludwig” im osthessischen Schlüchtern. Dort können Sie auch direkt über deren Online-Shop bestellen. Oder Sie machen mal einen Abstecher in die Rhön zu Jürgen Krenzer`s Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts. Auch dort steht leckeres Rhönlammfleisch auf der Speisekarte. Das Rhönlamm wünscht Ihnen “Guten Appetit”!

04 MrzRhönlamm freut sich auf die zweite kulinarische Rhönwanderung am 26. März in Osthessen

Rhönschafe auf der Weide in der Rhön

In drei Wochen ist es wieder soweit. Wer will, kann besondere kulinarischen Genüsse der Rhön erleben. Und zwar beginnend im osthessischen Schlüchtern. Schlüchtern ist eine Kleinstadt im Main-Kinzig-Kreis im Bundesland Hessen in der Bundesrepublik Deutschland. Schlüchtern liegt ungefähr 30 km südwestlich von Fulda am Südwestende des Landrückens und an der A 66 zwischen Frankfurt am Main und Fulda. Die engere Region wird Bergwinkel genannt, weil hier die Ausläufer der Brückenauer Kuppenrhön im Osten, des Spessarts im Süden und des Vogelsbergs im Norden zusammentreffen. Durch die Stadt hindurch fließt die Kinzig, die in Sinntal-Sterbfritz an der Kinzigquelle entspringt und in Hanau in den Main mündet. Schlüchtern und die Region liegen daher im Kinzigtal. Mehr zu Schlüchtern gibt es auch auf wikipedia hier. Von dort fahren die Teilnehmer der kulinarischen Rhönwanderung dann erst mit dem Bus gemeinsam nach Wüstensachsen und besuchen den bekannten Schäfer Dietmar Weckbach und seine Rhönschaf-Herde. Dort erfahren die Teilnehmer alles Wissenswertes rund um die Schäferei. Und diese “Schaf-Präsentation” kann auch mit einer zünftigen Brotzeit mit Schaf-Salami, Schinken, Schwartemagen, Blut- und Leberwurst kombiniert werden.

Die letztjährige kulinarische Rhönwanderung der Metzgerei "Der Ludwig"

Von hier startet dann auch die eigentliche Wanderung mit dem Ziel Ehrenberg-Seiferts. Dort angekommen gibt es nun das R.A.S.T., das Rhöner Apfelsherry Theater, zu bestaunen. Beim ApfelSherry handelt es sich rechtlich um einen Dessertwein. So müssen Weine bezeichnet werden, die nicht aus Trauben gekeltert werden und mehr als 12 Vol.% Alkohol haben. Oft gibt es wegen diesem Namen „Dessertwein” einige Verwirrung. Viele Menschen glauben, man könne Dessertwein nur zum Nachtisch trinken. Und andere wiederum denken, das Dessertweine zuckersüß schmecken. Beides ist falsch. Dessertweine können auch trocken ausgebaut werden. Der ApfelSherry ist ein Beispiel dafür. Vor knapp 30 Jahren experimentierte der 15jährige Jürgen Krenzer mit dem Saft der sauren Äpfel von der elterlichen Streuobstwiese. Schon damals sein Ziel: Harmonie und Balance zwischen Säure, Alkohol und Restzucker zu bringen. Kein leichtes Unterfangen. Zählt diese Arbeit selbst bei ausgewachsenen Winzern zur Königsdisziplin. Früh übt sich ist demnach kein dahergesagter Satz – sondern apfelsinnliche Wirklichkeit! Mehr dazu auch auf apfelsherry.de hier. Anschließend tranchiert  Jürgen Krenzer vom Rhönschaf-Hotel für alle Teilnehmer noch diverse leckere Köstlichkeiten vom Rhönlamm. Der Erlebnisbeitrag für alles, die Fahrt im Komfortreisebus, Vorführungen beim Schäfer Weckbach, Eintritt im Rhöner Apfelsherrytheater und das Lamm-Essen im Rhönschafhotel beträgt nur 50,- €. Der genau Termin nochmal: Samstag, 26.März 2011  um 13 Uhr. Abfahrt ist beim Ladenlokal der Metzgerei “Der Ludwig” in Schlüchtern.  (Die (ungefähre Rückkehr ist dann gegen 20 Uhr). Schon letztes Jahr, dem 13. März 2010, ebenfalls von 13.00 – 20.00 Uhr, konnen alle die es mochten und auch eine Teilnehmerkarte hatten, die tollen kulinarischen Genüsse der Rhön schon einmal erleben. Und auch das Program war das Gleiche. Mit dem Bus wurde gemeinsam mit Metzgermeister Dirk Ludwig nach Wüstensachsen gefahren und dort Schäfer Dietmar Weckbach und seine Rhönschaf-Herde besucht. Hier traf man damals auch noch auf das “berühmte” Rhönschaf mit Namen “Rhön-Hilde”. Sie ist leider nach der Geburt von Drillingen mittlerweile verstorben. Kurzentschlossene Anmeldungen von “kulinarisch interessierten Feinschmeckern” sind noch unter: 06661/2133 oder auch direkt im Laden der Metzgerei “Der Ludwig” in Schlüchtern möglich.

"Rhönschaf" Jürgen Krenzer beim Lamm-Kochen

02 MrzRhönlamm begrüßt unsere heimischen Singvögel zum Märzbeginn im Garten

Der König der Finken, der Kernbeisser, Foto: Rainer Prüm

Nachdem sie schon den ganzen Winter über im Garten die aufgestellten Futterhäuschen aufgesucht haben, pfeifen unsere Vögel jetzt fröhlich den beginnenden Frühling herbei. Noch. Denn die Vögel werden (leider) weniger. Die Vogelwelt Mitteleuropas hat in den letzten Jahrhunderten eine enorme Verdrängungen erfahren, die ganz wesentlich durch den Menschen, u.a. durch die Landwirtschaft, verursacht wurden. Sie betreffen hauptsächlich den Lebensraum und die Nahrungsgrundlagen der Vögel und damit auch die Frage nach dem Sinn der Zufütterung wild lebender Singvögel. Die Singvögel sind in der Ornithologie eine Unterordnung der Sperlingsvögel . Die größte der etwa 4.000 Arten ist mit über 60 cm Körperlänge der Kolkrabe. Und die kleinste das etwa 5 Gramm schwere Wintergoldhähnchen. Und zu den Allerweltsarten unter unseren Vögeln gehören Kohl- Blau-, Hauben-, Tannen-, Schwanz-, Weiden- und Sumpfmeisen und Haus- und Feldsperlinge, Buch- , Grünfinken und Kernbeisser, Mönchsgrasmücken und Heckenbraunellen, Amseln und Rotkehlchen, Dompfaffe, bzw. Gimpel und Goldammern, Eichelhäher und Elstern, Nachtigallen und Klappergrasmücken, Kuckucke und Mittelspechte, Erlenzeisige und Bachstelzen, Drosseln und Zaunkönige, Gartenbaumläufer und Stare, Bunt- , Schwarz- und Grünspechte, Ringeltauben und Bergfinken, Mehl- und Rauchschwalben, Hausrot- und Gartenrotschwänze, Distelfinke, bzw. Stieglitze und Kleiber, Bluthänflinge , Gelbspötter und Girlitze, Wacholderdrosseln und Zilpzalps und viele, viele andere. Selbst Nebelkrähen oder Dohlen.

Grünfink oder Grünling, Foto: Rainer Prüm

Insgesamt vielleicht 40 – 70 Vogelarten, die in Städten und Dörfern, in Gärten und Parks mehr oder weniger regelmäßig, mehr oder weniger häufig, anzutreffen sind – sei es als Brutvögel oder als (winterliche) Gäste, sei es als Bewohner der Bäume und Gebüsche oder der Teiche und Ufer. Bei mir im Garten sind es etwa rund 40 verschiedene Arten. Und da ich nahe am Wald wohne, gibt es auch gelegentlich einige Greifvögel zu sehen, bzw. zu hören, wie den Mäusebussard, den Waldkauz, oder Habichtarten. Die Greifvögel (Falconiformes) sind eine Ordnung der Vögel, der üblicherweise die Familien Habichtartige (Accipitridae), Falkenartige (Falconidae) sowie der Fischadler und der Sekretär jeweils als eigene Familie Pandionidae bzw. Sagittariidae zugeordnet werden. Mehr zu den Greifvögeln auf wikipedia hier. Der Körper der Singvögel ist auf das Fliegen und somit eine schnelle Fortbewegung in der Luft ausgerichtet. Zudem ist ihr Körperbau auch auf das Singen spezialisiert. Das Skelett ist sehr leicht und trotzdem stabil gebaut. Viele Knochen, darunter auch der kräftige Schnabel, sind innen hohl, so dass in sie Ausstülpungen der Luftsäcke hineinragen. Sie werden deshalb „pneumatisierte Knochen“ genannt. Die schweren Körperteile, vor allem Flug- und Beinmuskeln, liegen eng am Brustkorb und an der Wirbelsäule an, so dass der Vogel im Flug sehr gut das Gleichgewicht halten kann. Die Flugmuskulatur mit ihrem äußerst aktiven Stoffwechsel gilt als effizienteste Skelettmuskulatur aller Wirbeltiere. Jedoch verbrennt ein Singvogel im Flug 15 Mal so viel Energie wie im Ruhezustand. Singvögel haben einen Gesichtskreis von 300° bis 320°, da sie ihre seitlich gelegenen Augen unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen bewegen können. Mit diesem Gesichtskreis sind sie in der Lage, alles das wahrzunehmen, was vor ihnen, seitlich und schräg hinter ihnen passiert.

Gimpel- oder Dompfaffmännchen, Foto: Rainer Prüm

Singvögel vermögen Farben zu unterscheiden. Das Hörvermögen der Singvögel ist sehr ausgeprägt. Die untere Hörgrenze liegt bei 1500 Hertz ( Hz) und die obere bei 29000 Hz. Manche Vertreter dieser Unterordnung können zudem sehr schnelle Tonfolgen unterscheiden, im Gedächtnis speichern und wiedergeben. Das Tonunterscheidungsvermögen der Singvögel ist so ausgeprägt, dass sie Töne unterscheiden können, die nur um 0,3 Prozent in der Höhe voneinander abweichen. Zudem können sie auf etwa 20° genau erkennen, woher ein Ton kommt. Mehr zu heimischen Singvögeln auch auf wikipedia hier. Die Lebensräume von Vögeln und von Tieren allgemein sind von sehr unterschiedllicher Ausdehnung. Von Größe und Mobilität des Tieres und seinen Ernährungsgewohnheiten einerseits sowie der Biotopbeschaffenheit und dem Nahrungsangebot andrerseits hängt es ab, wie groß das Territorium, das Revier eines Individuums oder Paares ist. Vögel sind, verglichen mit Insekten und noch kleineren Tieren, schon recht groß, und zur Brutzeit sind sie fast alle Fleischfresser. Ein Meisenpaar das 5-10 Junge aufzieht, braucht eine Menge Lebendbeute. Die Mindestgröße eines Kohlmeisenrevieres beträgt daher immerhin rund 3.000 Quadratmeter, wobei zu bedenken ist, dass die Meisenfamilie diese Fläche mit anderen Vogelarten teilen muss. Keine andere Tiergruppe ist in der Lage, so schnell und über so große Entfernungen den Ort zu wechseln wie die Vögel. Mehr dazu findet man in den Büchern von Michael Lohmann “Vogelparadies Garten”, Holger Haag “Vögel füttern im Winter” sowie Peter Berthold und Gabriele Mohr “Vögel füttern – aber richtig” und anderen. Wer will, kann sich hier noch den Gesang verschiedener Singvögel anhören, bzw. sie hier hören und sehen.

Erlenzeisigmännchen, Foto: Rainer Prüm

Wer etwas für unsere gefiederten Freunde draussen tun will und auch den entsprechenden Platz hat, kann z.B. als Vogelfutter geeignete Futterpflanzen und Futtermittel bereitstellen. Eine hervorragende Serie darüber ist in den Ausgaben von 2008 der Zeitschrift “Gefiederte Welt” zu finden, zuletzt Teil 10 über den Beifuss. Unter der Internetadresse www.versele-laga.com gibt es eine ausgezeichnete Übersicht über verschiedene, als Vogelfutter geeignete Samen von Prestige. Hohla schrieb in der Zeitschrift ÖKO-L (Nr. 26:3) über die Eignung verschiedener Hirsen. Welche Vogelarten welches Getreide (Weizen ungeschält, Weizen geschält, Roggen, Hafer, usw.) bevorzugt fressen, wurde von Perkins untersucht. (Perkins et al. 2007, Bird Study 54:46). Eine Auflistung verschiedener Pflanzen für Gärten, die Vögel nützen, haben Anita und Norbert Schäffer aufgestellt. (Gartenvögel, Aula 2006). Aber es gilt dabei immer: Wer Vögeln in seinem doch naturnahen Garten wirklich helfen will, muss zufüttern! Doch aufgepasst! Gerade Vogeltränken sollten im Garten regelmäßig gereinigt werden. Vivatier.com schreibt dazu: “„Vogeltränken mit verunreinigtem Wasser werden schnell zu Todesfallen für Singvögel“, so Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. In den Vogeltränken, die Vögel auch oft zum Baden nutzten, könnten leicht Krankheitserreger wie Salmonellen, Pilze und Parasiten von Vogel zu Vogel übertragen werden. „Nur die regelmäßige Reinigung und der Austausch des Wassers verhindern die Weitergabe von Vogelkrankheiten“, mahnt der Biologe Eppler.

Blaumeise, Foto: Rainer Prüm

Und “Mein schöner Garten” schreibt dazu: “Immer mehr Gärtner (und Vogelfreunde) entscheiden sich gegen einen eintönigen, genormt-geradlinigen Garten und bevorzugen stattdessen eine lebendige Oase mit einheimischen Pflanzen, die vielen Tieren einen Lebensraum bietet. Blumenwiese statt Rasen, Naturteich statt Wasserbecken! Bereits kleine Änderungen verleihen dem Garten einen natürlichen Charakter. Einige Gartenpflanzen erobern durch Selbst-Aussaat erfolgreich unsere Gärten: Nach der Samenbildung wird ihr Saatgut in alle Winde verstreut und keimt anschließend sehr zuverlässig. Akelei, Vergissmeinnicht, Fingerhut, Spornblume oder Hornveilchen überraschen uns so jedes Jahr an anderer Stelle. Die freie Platzwahl verleiht jedem Garten natürliches Flair. Wer den Ausbreitungsdrang stoppen möchte, sollte vor der Samenreife alle verwelkten Blütenstände entfernen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf von Saatgut auf einfach blühende Sorten, denn nur sie bilden in der Regel Samen aus. Gefüllte Blüten hochgezüchteter Zierformen sind hingegen meist steril. Schmetterlinge und Bienen bevorzugen bei ihrer Suche nach Nektar übrigens auch einfache Blüten. Nichts hat so viel natürlichen Charme wie eine Blumenwiese im Garten. Samenmischungen gibt es in vielen Variationen zu kaufen. Wichtig ist eine gute Bodenvorbereitung, denn wenn man das Saatgut lediglich auf bereits vorhandenem Rasen verstreut, können sich die Wildblumen nicht behaupten. Heben Sie stattdessen die Rasensoden ab, lockern Sie die Erde und arbeiten Sie bei schweren Böden Sand unter. Wildblumen mögen nährstoffarme Böden. Beste Aussaatzeit ist das Frühjahr. Gemäht wird zweimal: im Juni und dann noch einmal im September, am besten mit der Sense. Mehr Vogelfotos von mir gibt es auch in der Fotocommunity hier.

Kohlmeise, Foto: Rainer Prüm

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