Archive for the 'Natur erwandern' Category

04 JanRhönlamm im Biosphärensersevat Rhön: Ohne Ende Gelände und jede Menge Schafe

In unserem heutigen Video ist TV-Moderator Rico Schädrich auf kleiner Wandertour mit Rhönschaf-Hotelier Jürgen H. Krenzer. Es geht über romantische Holzbrücken entlang des Wildbachs „Birxgraben” von Ehrenberg-Seiferts zum Länder-Dreieck von Hessen, Bayern und Thüringen und zu Kult-Schäfer Dietmar Weckbach nach Ehrenberg-Wüstensachsen. Dort haben die beiden ein schafes Erlebnis… ;-) Wikipedia schreibt zur Rhön “Die Rhön ist ein gut 1500 km großes Mittelgebirge und in seinem Kernbereich ein Biosphärenreservat. Das Gebirge im äußersten Südosten des (hier länderübergreifenden) Osthessischen Berglandes ist teilweise vulkanischen Ursprungs. Der höchste Berg der Rhön ist die im hessischen Bereich liegende Wasserkuppe (950,2 m). In der Rhön befinden sich mehrere Skigebiete. Der Name Rhön wird oft vom keltischen raino (= hügelig) abgeleitet, jedoch sind auch zahlreiche weitere Interpretationen möglich. Mittelalterliche Aufzeichnungen Fuldaer Mönche bezeichnen die Umgebung von Fulda und somit auch weite Teile der Rhön als Buchonia, Land der Buchenurwälder. Im Mittelalter war die Buche ein wichtiger Rohstofflieferant. Durch großflächige Rodungen entstand das Land der offenen Fernen mit heute etwa 30 % Waldbestand.

Dirk Ludwig und Ehefrau Christine

Das Fleisch des Rhönschafes/ Rhönlamms gilt als sehr zart, würzig und mild und alle Bestandteile des Rhönlamms wie Rücken, Haxen, Stelzen, Filet, Koteletts usw. bekommen Sie z.B. von Metzgermeister Dirk Ludwig von der Metzgerei “Der Ludwig” im osthessischen Schlüchtern. Dort können Sie auch direkt über deren Online-Shop bestellen. Der Ludwig” wurde am 2. April 1897 in Sondershausen / Thüringen von Metzgermeister Paul Ludwig gegründet. In der vierten Generation werden die überlieferten Rezepturen, unter Anwendung alter Handwerkstechniken, nach wie vor angewandt. Durch Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen haben die Ludwigs über die Jahre hinweg ihre Bodenständigkeit bewahrt. Zuverlässigkeit und eine Identifizierung mit der Region gewähren ökologische Erzeugnisse und Nachhaltigkeit im Handeln. Produkt- und Beratungsqualität, Sauberkeit und ein gutes Gewissen beim Handeln sind die Basis der langjährigen Unternehmensgeschichte. Oder Sie machen mal einen Abstecher in die Rhön zu Jürgen Krenzer`s Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts. Auch dort steht leckeres Rhönlammfleisch auf der Speisekarte. Das Rhönlamm wünscht Ihnen “Guten Appetit”!

18 DezRhönlamm präsentiert Sonjas Weihnachtsmenü: gegrillte Lammkrone – aus dem Jägerstüble Oberharmersbach

Lammkoteletts mit Gemüsereis, Foto: Sonja Wurth

Hier im Rhönlamm Blog habe ich ja schon öfters über die Zubereitung von Lammkronen, bzw. Lammkoteletts berichtet. zum Teil auch aus anderen Ländern. Heute nun mal wieder ein “deutsches Rezept” aus dem Schwarzwald. ;-) Es ist von Küchenchef Martin Wurth und seiner Frau Sonja vom Gasthaus Pension Jägerstüble in Oberharmersbach/ Schwarzwald. Sie machen heute ihr Weihnachtsmenü, gegrillte Lammkrone, dazu Spitzpaprika mit Gemüsereis und Süßkartoffelchips. Das Jägerstüble liegt in einem der schönsten Seitentäler von Oberharmersbach im Schwarzwald. Auf der Sonnenseite des Tales, umgeben von Wäldern und Wiesen kann man dort bei den Wirtsleuten Sonja und Martin dem Alltag entfliehen, sich erholen und so richtig entspannen. In absoluter Ruhe und bei herrlicher Luft, abseits der Straßen, auch mal wieder durchschlafen. Wandern in purer Natur oder einfach einen gemütlichen Tag verbringen - Sonja, Martin und David Wurth werden sich garantiert um Ihr Wohlbefinden kümmern. Aber früh reservieren sollte man, damit man auch ein freies Bett bekommt. Und einen sehr guten Hunger muss man mitbringen, denn die Mahlzeiten sind reichlich und extrem lecker bei moderaten Preisen!

Hier nun Rezeptur und Zubereitung ihres Weihnachtsmenüs:

Reis in Salzwasser kochen und mit kaltem Wasser abschrecken, Spitzpaprika waschen halbieren entkernen und 3 Minuten in heißem Wasser blanchieren, mit der Schnittfläche nach unten auf sauberes trockenes Haushaltstuch abtropfen lassen, fein gehackte Zwiebeln in Pfanne mit Olivenöl andünsten, klein gehackte Zucchini und Tomaten darin anbraten und sofort den Reis dazu geben, Spitzpaprika auf ein Backblech legen und mit dem Gemüsereis füllen, bei kleiner Temperatur im Backofen warm stellen.

Lammkoteletts, Foto: Sonja Wurth

Dann die Süßkartoffel schälen, mit Kartoffelschäler in dünne Streifen schneiden, die Lammkrone in einzelne Kotelettes zerlegen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen, in der Pfanne in Olivenöl scharf anbraten, in heißem Fett frittieren und auf Haushaltstuch abtropfen lassen, die vorbereitete Bratensoße mit dem Olivenöl-Fleischsaft aus der Pfanne abschmecken, gefüllte Paprika auf Teller anrichten, mit Süßkartoffelchips und Rosmarinzweig dekorieren, Lammkotelettes darauf anrichten, etwas Soße dazu, fertig!
Das Jägerstüble mit seinem herrlichen Blick auf die umliegenden Wiesen und Wälder, auf das benachbarte Wildgehege, die Rinder auf ihren saftigen Weiden und auf Teile der Natur für die man sonst kein Auge mehr hat und die man dort wieder entdecken kann, ist sehr zu empfehlen! Auf der Sommerterrasse serviert an warmen Sommertagen Wirtin Sonja auch gerne das Frühstück oder man kann sich nach anstrengender Wanderung bei einem frisch gezapften Bier im schattigen Plätzchen unter der wunderschönen Pergola erholen. Die benachbarten umliegenden Bauernhöfe lassen Kinder auch sehr gerne in den Stall schauen um die Tiere hautnah erleben zu können. Und besonders das ganz in der Nähe befindliche Wildgehege lohnt immer einen Besuch. Wie es sonst noch rund um das Jägerstüble aussieht, zeigen auch diese Fotos hier.

Spitzpaprika, Foto: Sonja Wurth

26 OktRhönlamm auf der 9. saarländischen Bliesgau Lammwoche

Saarländische Heidschnucken, Foto: Rainer Prüm

Der Bliesgau ist eine Region im Saarland am Fluss Blies, einem rechten Zufluss der Saar. Der Bliesgau ist eine Landschaft mit sanften Hügeln, weiten Streuobstwiesen und ist geprägt vom Muschelkalkboden. Landläufig wird er auch als „Toskana des Saarlandes“ bezeichnet. Von der eher geologisch abzugrenzenden, traditionell Bliesgau genannten Landschaft zu unterscheiden ist das Biosphärenreservat Bliesgau, das weitere Naturräume wie Teile des Homburger Beckens, das Sankt Ingbert-Kirkeler Waldgebiet und die St. Ingberter Senke einschließt. Der Bliesgau gehört geologisch zum Pfälzisch-Saarländischen Muschelkalkgebiet liegt südöstlich von Saarbrücken und grenzt ans benachbarte Frankreich. Im Wesentlichen umfasst er das Gebiet der Stadt Blieskastel und der beiden Gemeinden Gersheim und Mandelbachtal. Mehr zum Bliegau auf wikipedia hier. Der Organisator der Bliesgau Lammwochen ist der Kunst-Schäfer Rudolf Schwarz aus Blieskastel-Ballweiler. Dieses Jahr finden sie vom 21. bis 30. Oktober bereits zum neunten Mal statt. Elf Spitzenköche aus der Region bieten in ihren Restaurants Lamm-Spezialitäten an. Im einzelnen sind dies: Le Strasbourg, Bitche, Frankreich, Gräfinthaler Hof, Bliesmengen-Bolchen, Goldener Stern, St. Ingbert, Die Alte Brauerei, St. Ingbert, Kunz, St.Wendel-Bliesen, Gästehaus Erfort, Saarbrücken, Villa Weismüller, Saarbrücken, Landschloss Fasanerie, Zweibrücken, Auberge Saint-Waldfried, Sarreguemines-Welferding, Frankreich, Hämmerles Restaurant, Webenheim und Hostellerie Bacher, Neunkirchen. Peter Michael Lupp von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Biosphärenreservat Bliesgau meint dazu, dass man mit dieser Aktion Kochkunst, Esskultur, Bildende Kunst sowie das Geniessen und die Wertschätzung für qualitätsvolle regionale Nahrungsmittel zusammen bringe. Dem kann sich das Rhönlamm nur anschließen!

Dirk Ludwig und Ehefrau Christine

Leckeres Lammfleisch erhalten Sie vom Metzger/ Fleischer Ihres Vertrauens. Lammfleisch vom Öko-Rhönschaf bekommen Sie z.B. von Metzgermeister Dirk Ludwig von der Metzgerei “Der Ludwig” im osthessischen Schlüchtern. Dort können Sie auch direkt über deren Online-Shop bestellen. Der Ludwig” wurde am 2. April 1897 in Sondershausen / Thüringen von Metzgermeister Paul Ludwig gegründet. In der vierten Generation werden die überlieferten Rezepturen, unter Anwendung alter Handwerkstechniken, nach wie vor angewandt. Durch Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen haben die Ludwigs über die Jahre hinweg ihre Bodenständigkeit bewahrt. Zuverlässigkeit und eine Identifizierung mit der Region gewähren ökologische Erzeugnisse und Nachhaltigkeit im Handeln. Produkt- und Beratungsqualität, Sauberkeit und ein gutes Gewissen beim Handeln sind die Basis der langjährigen Unternehmensgeschichte. Oder Sie machen mal einen Abstecher in die Rhön zu Jürgen Krenzer`s Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts. Auch dort steht leckeres Rhönlammfleisch auf der Speisekarte. Das Rhönlamm wünscht Ihnen “Guten Appetit”!

27 JulRhönlamm auf Reisen – auf der diesjährigen Bundesgartenschau BUGA in Koblenz

Eingang der BUGA in Koblenz, Foto: Rainer Prüm

Zwar ist das Wetter bei uns derzeit nicht gerade berauschend, und längere Regenschauer nicht wirklich für Freiluftspaziergämge geeignet, aber es soll ja in Kürze besser werden. Vor 4 Wochen war das Wetter prima und so verbrachte ich (fast) einen ganzen Samstag auf der diesjährigen BUGA in Koblenz. Mit dem Zug ging es um 7.30 Uhr von Merzig über Trier nach Koblenz. Shuttlebusse brachten dann die Besucher zum Haupteingang beim kurfürstlichen Schloss. Wikipedia schreibt dazu: “Die Bundesgartenschau 2011 findet vom 15. April bis 16. Oktober 2011 in Koblenz statt und ist die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz. Die Austragungsstätten sind das Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein, der Platz vor dem Kurfürstlichen Schloss und das Areal um das Deutsche Eck (Blumenhof). Eine Attraktion ist die Kabinenseilbahn über den Rhein, die als ökologisch sinnvolle Verkehrsverbindung errichtet wurde. Sie verbindet die Rheinanlagen in Höhe der Kastorkirche mit dem Plateau vor der Festung. Anders als bei vorangegangenen Gartenschauen, befindet sich das Austragungsgelände in Koblenz hauptsächlich im Zentrum der Stadt und ist somit für die einheimische Bevölkerung direkt erlebbar. Neben dem Prestige für die Austragung einer Bundesgartenschau, ist die einhergehende städtebauliche Entwicklung der weitaus größere Gewinn für Koblenz.”

Blick von der Feste Ehrenbreitstein auf das Deutsche Eck in Koblenz, Foto: Rainer Prüm

Auf der Seite www.buga2011.de heißt es dazu u.a.: “Der Slogan der Bundesgartenschau „Koblenz verwandelt“ markiert die Leitidee, unter der die Planer die drei verschiedenen Ausstellungsorte inszenieren. Bei der Konzeption und Umgestaltung unterscheiden die Verantwortlichen zwischen Kern- und Korrespondenzbereichen. In den drei eingezäunten Kernbereichen Kurfürstliches Schloss, Blumenhof und Festung Ehrenbreitstein finden während der Bundesgartenschau Blumenschauen, Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Als frei zugängliche Korrespondenzbereiche werden die Uferpromenaden an Rhein und Mosel ebenfalls zu hochwertigen Freiflächen umgestaltet. So entsteht hinter dem Schloss eine Sitzstufenanlage, die den Zugang zum Wasser öffnet, und das gesamte Ufer verwandelt sich in eine einladende Flaniermeile. Alle Flächen bieten Raum für viele interessante Themen und Angebote rund um die Bundesgartenschau.” Dies kann ich nur bestätigen. Der Ausflug zur BUGA nach Koblenz war einfach spitze. Und vielleicht wiederhole ich den sogar, denn ich habe trotz siebenstündigem Aufenthalt noch nicht alles gesehen. Noch ist sie ja bis 16. Oktober 2011 geöffnet. :-)

Die hölzerne Aussichtsplattform auf der BUGA in Koblenz, Foto: Rainer Prüm

Eines der Highlights, sicher nicht nur für mich, war die Fahrt mit der Seilbahn. Die atemberaubende Fahrt mit der BUGA Seilbahn über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein zählt zu den Höhepunkten und sollte sich niemand entgehen lassen. Man kann damit sowohl rauf, als auch wieder runterfahren. Ich habe zur Runterfahrt allerdings den Shuttlebus genommen, denn manchmal bilden sich doch ziemlich lange Schlangen beim Einstieg. Mit einer Länge von knapp 850 Metern und bis zu 7600 Fahrgästen pro Stunde zählt die BUGA Seilbahn in Koblenz zu den größten ihrer Art in Europa außerhalb der Alpen. Einen spektakulären Blick ins Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ versprechen die 18 Panoramakabinen. Für den besonderen Genuss verfügt eine der Seilbahn-Kabinen über einen Glasboden. In wenigen Minuten erreicht der Besucher die prachtvoll bunten Blumenhallen und die Außenanlagen rund um die altehrwürdige Festung Ehrenbreitstein. Ein Vorteil für alle Besucher ist gewiss, dass eine Hin- und Rückfahrt pro Tag mit der Seilbahn für alle Gäste der BUGA Koblenz 2011 kostenlos bleibt. In den Räumen der Festung öffnet sich für die Besucher unter anderem eine Ausstellung rund um Land und Leute. Im Innenhof der Festung finden auf der Hauptbühne regelmäßig Veranstaltungen und Konzerte statt. Bei meinem Besuch wurde gerade die Livesendung “ARD Buffet für den nächsten Tag (Sonntag) vorbereitet. Und mit am besten hat mit die Ausstellung “Geschichte von Rheinland-Pfalzgefallen. Zahlreiche, wirklich sehr alte Ausgrabungsgegenstände gibt es dort zu bewundern. Nach einem Abendessen-Zwischenstop in Saarburg, war ich gegen 23.30 wieder zu Hause. Schöln war`s! ;-)

Die BUGA-Seilbahn in Koblenz, Foto: Rainer Prüm

06 JulRhönlamm auf Reisen – beim Mummelseegeist im Schwarzwald

Mummelsee mit Hotel, Foto: Rainer Prüm

Natürlich musste auf meiner “Schwazwald-Gourmet-Tour” auch ein Besuch des Mummelsees sein. Wikipedia schreibt zum Mummelsee u.a.: “Der Mummelsee ist ein Karsee im Schwarzwald. Er ist 3,7 Hektar groß, 17 Meter tief und liegt auf 1.036 m ü. NN. Er befindet sich in der Gemeinde Seebach in der Nähe von Achern im nördlichen Schwarzwald. Der See zählt zu den meistbesuchten Seen in Baden-Württemberg, da er direkt an der Schwarzwaldhochstraße liegt. Er ist im Westen, Norden und Osten von steilen, bewaldeten Berghängen gesäumt und hat einen Umfang von etwa 800 Metern. Nach Westen steigt das Seeufer zum „Katzenkopf“ (1123 Meter) und nach Norden zur Hornisgrinde an, dem mit 1164 Meter höchsten Berg des Nordschwarzwaldes. Lediglich nach Süden sind die Ufer des Mummelsees (fast) flach, dort liegt unter anderem ein Hotel. Der Name des Mummelsees geht nach Angaben der Gemeinde Seebach zurück auf die weißen Seerosen, im Volksmund „Mummeln“ genannt, die hier früher zahlreich vorkamen. Allerdings bezeichnet in der Botanik „Mummel“ die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea).” Und in diesem Hotel, der “Mummelsee Erlebniswelt“, verbrachte ich auf meiner Tour nach Gengenbach und dem Jägerstüble in Oberharmersbach vier sehr schöne Tage. Und von dort aus machte ich auch Ausflüge nach Freudenstadt, Dornstetten, Naturschutzzentrum Ruhestein, Lotharpfad, Kappelrodeck, Baiersbronn und Sassbachwalden. Und einen Tag verbrachten wir auf der Hornisgrinde mit ihrem Turm. Der Hornisgrindeturm erweckt bei vielen Besuchern den Eindruck als wäre er die Hinterlassenschaft einer alten Burg. Nur wenige wissen, dass seine Existenz auf die Initiative des Badischen Schwarzwaldvereines unter Fabrikdirektor Nauwerk aus Oberachern zurückgeht. Dieser erhielt am 15. Juni 1909 die Baugenehmigung vom Großherzoglichen Bezirksamt Achern. Eine Kupfertafel am Eingang des Turmes erinnert unter Angabe des Architekten an die Fertigstellung im Jahre 1910. Mehr zur Hornisgrinde auch hier.

Der Hornisgrindeturm, Foto: Rainer Prüm

Am Mummelsee selbst gab es bereits ab 1872 eine Schutzhütte am See. Das ehemalige Berghotel Mummelsee stammt von 1893. Es war nur auf Fußwegen zu erreichen und im Winter geschlossen. Erst 1933 wurde der See über die Schwarzwaldhochstraße erschlossen. 1955 wurde der älteste Teil des Hotels abgerissen und neu erbaut. Am 5. Mai 2008 tagsüber brannte das Dach des Hotels ab, das Löschwasser verursachte weiteren Schaden. Der Schaden wurde auf sechs Millionen Euro geschätzt. Als Brandursache wird vermutet, dass zwei junge Männer Zigarettenkippen aus dem Fenster aufs Dach geworfen haben. Das Hotelgebäude wurde im Sommer 2008 abgerissen und im April 2009 begannen die Bauarbeiten für einen Neubau im Schwarzwaldstil mit einem verglasten Restaurant mit Seeblick. Anfang Oktober 2009 wurde das Richtfest gefeiert. Das rund 7,5 Millionen Euro teuere Hotel mit rund 60 Betten und einem Schwarzwaldladen auf der See-Ebene nahm am 26. März 2010 wieder den Betrieb auf. Die offizielle Eröffnung fand anlässlich des Mummelseefestes am 29. und 30. Mai 2010 statt. Mir hat es jedenfalls sehr gut dort gefallen! Sagen inspirierten auch Eduard Mörike zu seinem Gedicht Die Geister am Mummelsee. Auch Grimmelshausen ließ seinen Simplicissimus von Unterwasserbewohnern in den See entführen und zum Mittelpunkt der Erde tauchen. Das dabei geschilderte System von Wasserverbindungen von der Erdoberfläche zum Mittelpunkt der Erde könnte durch den Platonischen Mythos über das Schicksal der Seele nach ihrem Tode inspiriert worden sein. Ein Schwarzwaldbesuch ohne Mummelsee ist wie ein Pils ohne Schaum. ;-) Und die ein oder andere Wein- und Schnapsprobe gehört auch dazu!! :-)

Im Schwarzwald, Foto: Rainer Prüm

30 JunRhönlamm auf Reisen – zu Besuch bei jahrhundertealten Schwarzwald-Bauernhöfen

Freilichtmuseum Fürstenberger Hof in Zell a. H. Foto: Rainer Prüm

Auf meiner diesjährigen  “Schwarzwald-Gourmet-Tour” waren natürlich auch einige feste touristische “Anlaufstationen” vorgesehen. Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, wie historische Altstädte, Schlösser, Burgen, Wasserfälle, usw. aber auch Museen. Und was lag da näher, als sich im Schwarzwald einige alte Bauernhöfe anzuschauen, die mittlerweile als Freilichtmuseen existieren. Auf dem Weg von Gengenbach über Zell am Harmersbach hatte ich mir als erstes dazu den Fürstenberger Hof aufgesucht. Das Heimatmuseum Fürstenberger Hof in Zell am Harmersbach ist ein strohgedeckter Bauernhof und wurde 1660 von einem Bauern aus dem Fürstenbergischen Gebiet erbaut. Bis 1971 war der Hof dann von den Fürstenbergern, der Familie Armbruster bewohnt und bewirtschaftet. Danach kaufte ihn die ehemalige Gemeinde Unterharmersbach (jetzt Stadtteil von Zell am Harmersbach) und richtete darin ein Schwarzwälder Bauernmuseum ein, das inzwischen Jahr für Jahr Tausende von Besuchern aus aller Welt anzieht. die dortigen Öffnungszeiten des Museums sind: ab April bis Oktober jeden Donnerstag und Sonntag sowie Ostermontag, 1.Mai  und Pfingstmontag: jeweils von 15.00 bis 17.00 Uhr sowie in der Nacht der Museen am Freitag, 3.September von 19.00 bis 24.00 Uhr. Natürlich sind auch Sonderführungen ganzjährig möglich. Der Fürstenberger Hof bietet eine Vielfalt von interessanten Informationen und Exponaten aus dem Bauernleben vergangener Jahrhunderte. In Küche, Stuben und Wirtschaftsräumen wurden unzählige Zeugen aus der Zeit vor 350 Jahren zugänglich gemacht. Mehr dazu auch hier.

Das Schauinslandhaus von 1730 Im Museum Vogtsbauernhof, Foto: Rainer Prüm

Ein weiterer historischer Bauernhof, ist der aus dem Jahre 1761 stammende Speicher in Oberharmersbach. Er stand früher beim “Schwobelenzenhof” im Holdersbachtal. 1985 begann man mit dem Abbruch, um das Gebäude nach drei Jahren an dem jetzigen Platz wieder zu errichten. Neben dem Speicher fand die neu erbaute Mühle ihren Platz. Die Räume des Speichers und der Alten Mühle geben einen Einblick, unter welchen Vorraussetzungen die Menschen bis zu Beginn dieses Jahrhunderts gearbeitet, gelebt und sich ernährt haben. Mehr dazu auch hier.

Der Speicher in Oberharmersbach, Foto: Rainer Prüm

Und noch ein Freilichtmuseum, nur sehr viel größer, nämlich rund 5,5 Hektar, befindet sich bei Gutach. Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach ist das älteste Freilichtmuseum Baden-Württembergs. Es stellt das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Schwarzwald in den letzten Jahrhunderten dar. Das Freilichtmuseum hat seinen Namen vom Vogtsbauernhof, der seit 1612 an dieser Stelle steht und dessen Eigentümer um 1650 Talvogt in Gutach war. Mit diesem Schwarzwaldhaus gründete Hermann Schilli 1963 das Museum. Im Lauf der Jahre kamen weitere Bauernhöfe hinzu, die an ihrem ursprünglichen Standort abgebaut und im Museum Vogtsbauernhof wieder aufgebaut wurden:letzten Jahrhunderten dar. Der Museums Vogtsbauernhof liegt in Gutach (Schwarzwaldbahn) (Ortenaukreis) im mittleren Schwarzwald. Das Museum liegt direkt an der B 33 zwischen Offenburg (Anschluss an die A 5) und Villingen-Schwenningen (Anschluss an A 81). Mit dem Zug erreicht man das Museum mit der Schwarzwaldbahn über den Bahnhof Hausach. Die Öffnungszeiten sind vom 27. März bis 6. November 2011 täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr (letzer Einlass bis 17:00 Uhr) und im August täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr (letzter Einlass bis 18:00 Uhr). Hier kann man Kultur und Geschichte hautnah erleben: in den schwarzen Küchen riecht es noch nach dem Rauch des letzten Feuers. Im Stall stehen alte Haustierrassen, auf Weiden tummeln sich Schafe, Ziegen und Hühner. Vom harten Arbeitsalltag der Bewohner zeugen handgefertigte Arbeitsgeräte und zahlreiche Werkzeuge, die noch bei vielen Vorführungen und Aktionstagen zum Einsatz kommen. Dort kann man sechs voll eingerichtete Eindachhöfe, ein Tagelöhnerhaus, sowie zahlreiche Nebengebäude, wie Mühlen, Sägen, Kapelle, Speicher und Leibgedinghaus, besichtigen. Man erlebt dort 400 Jahre Geschichte und wie einst Küchen, Stuben und Kammern eingerichtet waren und steht mitten im Alltag der Bewohner.

Der Vogtsbauernhof bei Gutach von 1612. Foto: Rainer Prüm

29 JunRhönlamm auf Reisen – im Jägerstüble bei Oberharmersbach im Schwarzwald

Jägerstüble bei Oberharmersbach, Foto: Rainer Prüm

Und weiter ging es von Zell am Harmersbach nun endlich ins Holdersabchtal zum Jägerstüble. Ist ja von dort nur ein “Katzensprung”. ;-) Das Jägerstüble liegt in einem der schönsten Seitentäler von Oberharmersbach im Schwarzwald. Auf der Sonnenseite des Tales, umgeben von Wäldern und Wiesen kann man dort bei den Wirtsleuten Sonja und Martin dem Alltag entfliehen, sich erholen und so richtig entspannen. In absoluter Ruhe und bei herrlicher Luft, abseits der Straßen, auch mal wieder durchschlafen. Wandern in purer Natur oder einfach einen gemütlichen Tag verbringen - Sonja, Martin und David Wurth werden sich garantiert um Ihr Wohlbefinden kümmern. Aber früh reservieren sollte man, damit man auch ein freies Bett bekommt. ;-) Und einen sehr guten Hunger muss man mitbringen, denn die Mahlzeiten sind reichlich und extrem lecker bei moderaten Preisen! Küchenchef Martin Wurth versteht sein Handwerk!! Ich schwärme heute immer noch z.B. von dem Wurstsalat oder den Quarkknödeln in Vanillesauce. Und die Rehe und Hirsche in unmittelbarer Nachbarschaft, sowie Kühe und große Bauerngärten, runden das sehr positive Gesamtbild ab.

Rehe und Hirsche in der Nachbarschaft des Jägerstüble, Foto: Rainer Prüm

Im Jägerstüble war ich jetzt das erste, aber nicht das letzte mal, denn ich komme garantiert wieder! Zu erwähnen ist noch, dass Oberharmersbach ein staatlich anerkannter Luftkurort ist und vor allem sehr gute Luft, Ruhe und eine herrliche Landschaft bietet. Ein riesiges Wanderwegenetz lässt die Umgebung zu Fuß erkunden und führt immer wieder zu herrlichen Aussichtspunkten. Oberharmersbach liegt direkt am berühmten Westweg, der auf 280 km Länge von Pforzheim bis nach Basel durch den ganzen Schwarzwald führt. Historische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten sowie Abwechslung bei Freizeit und Sportangeboten die sich zu entdecken lohnen, sorgen dafür, dass es keine Lageweile gibt. Im neu angelegten Abenteuer-Minigolfplatz erlebt man Natur, Sport und Spaß für Groß und Klein. Das beheizte Freibad kann man mit der Gästekarte kostenlos nutzen, auch die benachbarten Orte bieten diesen Service. Auch auf den nahen Brandenkopf in der gleichnamigen “Ferienregion Brandenkopf“, ist es nicht weit. Einfach in Oberharmersbach den Berg hinauf, das kann man auch mit dem Auto. ;-)

Hademar Waldwichtel auf dem Naturerlebnispfad, Foto: Rainer Prüm

In Oberharmersbach hat mir auch der “Waldwichtel-Rundgang viel Spass gemacht. Das ist ein Waldspaziergang mit “Aha”-Effekt, der die die Tages- und Urlaubsgäste in Oberharmersbach dort erwartet. Der etwa 2 km lange Naturerlebnispfad bietet eine spielerische und unterhaltsame Spurensuche durch die Natur an der Oberharmersbacher Katzenhalde. Dabei kann man auch das Hademar-Diplom machen. An 16 Stationen erklärt dabei Hademar Waldwichtel den kleinen und großen Naturforschern seine Welt. Am besten geht man den Naturerlebnispfad natürlich, wenn es nicht regnet. Der Naturerlebnispfad ist jederzeit frei zugänglich. Es wird kein Eintritt erhoben. Start und Ziel ist bei der Tourist-Information in Oberharmersbach.

Das Jägerstüble mit seinem herrlichen Blick auf die umliegenden Wiesen und Wälder, auf das benachbarte Wildgehege, die Rinder auf ihren saftigen Weiden und auf Teile der Natur für die man sonst kein Auge mehr hat und die man dort wieder entdecken kann, ist sehr zu empfehlen! Auf der Sommerterrasse serviert an warmen Sommertagen Wirtin Sonja auch gerne das Frühstück oder man kann sich nach anstrengender Wanderung bei einem frisch gezapften Bier im schattigen Plätzchen unter der wunderschönen Pergola erholen. Die benachbarten umliegenden Bauernhöfe lassen Kinder auch sehr gerne in den Stall schauen um die Tiere hautnah erleben zu können. Und besonders das ganz in der Nähe befindliche Wildgehege lohnt immer einen Besuch. Wie es sonst noch rund um das Jägerstüble aussieht, zeigen auch diese Fotos hier. Man kann im Ort auch Fahrräder leihen und damit die neuen Mountenbikestrecken testen, die im Winter auch als Schneeschuhwanderstrecken ausgeschildert sind. Das Jägerstüble ist auch E-Bike-Tankstelle. E-Bike fahren ist ein Erlebnis. Berge sind leichter zu erklimmen, fast mühelos können auch längere Fahrtstrecken überwunden werden. Die abwechslungsreiche Landschaft des Schwarzwaldes lässt sich per E-Bike ohne übermäßige Anstrengung genießen. Im nächstes Jahr feiern Sonja, Martin und David Wurth erfolgreiche 15 Jahre Jägerstüble. Das wird sicher (wieder) ein großes Fest!

Blick vom Jägerstüble zum Nachbarn, Foto: Rainer Prüm

28 JunRhönlamm auf Reisen – in Zell am Harmersbach

Der Hirschturm in Zell am Harmersbach, Foto: Rainer Prüm

Zur Zeller Geschichte schreibt wikipedia: “Zell ist eine Gründung des Klosters Gengenbach. Es wurde erstmals 1139 urkundlich erwähnt. Später gehörte es den Zähringern, nach ihrem Aussterben fiel die Stadt an die Staufer. Nachdem zwischenzeitlich die Herren von Geroldseck und auch das Bistum Straßburg den Ort besaßen, kam der Ort 1334 an die Markgrafschaft Baden. Ende des 14. Jahrhunderts wurde es dann Freie Reichsstadt. Zell musste sich allerdings ständig gegen Versuche der österreichischen Ortenau wehren, die Stadt in ihr Territorium einzugliedern. Hierbei fand Zell Unterstützung bei den benachbarten Reichsstädten Gengenbach und Offenburg. 1718 wurde das Zell umgebende Harmersbachtal von der Stadt unabhängig und ein eigenständiges freies Reichstal. Im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses verlor Zell 1803 seinen Status als Freie Reichsstadt und fiel erneut an das Großherzogtum Baden. 1904 zerstörte ein Großbrand mehrere Fachwerkhäuser im Stadtkern. Die nördliche Seite der unteren Hauptstraße wurde danach im für diese Zeit typischen Jugendstil wiederaufgebaut. Diese Häuserzeile gilt heute in ihrer Einheitlichkeit als beispielhaft für die Architektur des beginnenden 20. Jahrhunderts. In Baden gehörte Zell am Harmersbach lange zum Landkreis Wolfach. Bei Auflösung desselben kam die Stadt 1973 zum neugebildeten Ortenaukreis. Die heutige Stadt wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Stadt Zell am Harmersbach und Unterharmersbach neu gebildet. Zeitgleich wurde die Gemeinde Unterentersbach eingemeindet. Die Eingemeindung von Oberentersbach nach Zell am Harmersbach erfolgte am 1. Januar 1974.

Storchenturm in Zell am Harmersbach, Foto: Rainer Prüm

In Zell a. H. ist der Zeller Bachsteig zu empfehlen. Es gibt drei Abschnitte. Abschnitt 1 dauert ca. 50 Minuten, Abschnitt 2 ca. 30 Minuten und Abschnitt 3 ca. 20 Minuten. Die Abschnitte kann man einzeln und in beliebiger Reihenfolge begehen. Dabei sollte man die für den Zeller Bachsteig geltenden Spielregeln beachten und einhalten. Dabei erfahren die “Wasserläufer” alles über die Nutzung des Gewässers, zum Beispiel die Wasserkraft oder die Löschwasserentnahme, aber auch über den Bach als Lebensraum einer vielfältigen Fauna und Flora mitten in der Stadt. Tier, Pflanzen und ihre Lebensräume erforschen, mit einem Fernglas unter Wasser scheuen, auf Libellenflügeln schwingen oder wie ein “Bach-Ranger” Ausschau an der Beobachtungsstation halten. Auch Zell a. H. ist ein schönes kleines Fachwerkstädtchen. nach Zell kommt dann als nächstes Unter-, bezw.  Oberharmersbach. Oberharmersbach liegt im mittleren Schwarzwald im Tal des Harmersbachs, der bei Biberach in die Kinzig mündet. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Harmersbach in 280 Meter Höhe bis zum Gipfel des Brandenkopf in 945 Meter über NN, die Dorfmitte liegt auf etwa 320 Meter über NN. Fast drei Viertel der Fläche ist bewaldet. Der Ort liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Oppenau, im Nordosten an Bad Peterstal-Griesbach, im Osten an Oberwolfach, im Süden an die Stadt Hausach und Fischerbach, im Südwesten an die Stadt Zell am Harmersbach und im Westen an Nordrach.

Familie beim "Zeller Bachsteig", Foto: Rainer Prüm

27 JunRhönlamm auf Reisen – auf Tour mit dem Gengenbacher Nachtwächter

Der Ortskern von Gengenbach, Foto: Rainer Prüm

Meine diesjährige “Schwarzwad-Gourmet-Tour” bezog sich nicht nur auf`s Essen, denn in Gengenbach sollte man z.B. auch u.a. den historischen Stadtrundgang nicht versäumen. Besonders auch die darin eingeschlossene kleine Wallfahrtskirche. Die Wallfahrtskapelle, die dem hl. Jakobus geweiht wurde, ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt Gengenbach. Auf dieser Bergkuppe mit einer weiten Sicht in die Rheinebene war, und das geht aus vielen Münzfunden hervor, eine römische Kultstätte. Die Kapelle war lange Zeit eine Station der großen Jakobuswallfahrten nach Spanien. Nach zwei sehr schönen Tagen in Gengenbach ging es dann Donnerstags über Biberach weiter nach Zell am Harmersbach. Zell am Harmersbach ist ebenfalls eine Stadt im Ortenaukreis am Westrand des Schwarzwalds. Zell war im Heiligen Römischen Reich die kleinste Freie Reichsstadt. Und heute das Portal zur Ferienregion Brandenkopf. Sehr schön dargestellt in diesem Video bei Youtube. Und auch im Zeller Wahrzeichen, dem “Storchenturm” und seinem kleinen Museum, sollte man einmal gewesen sein.

Der Gengenbacher Nachtwächter, Foto: Rainer Prüm

Erwähnen muss ich aber noch den abendlichen Stadtrundgang mit dem Gengenbacher Nachtwächter. Sollte man nicht versäumen! Ein original getreu gekleidet und ausgestatteter Nachtwächter zieht seine abendliche Tour durch die Stadt, erzählt aus deren reicher Vergangenheit und stimmt an insgesamt 12 Stationen das althergebrachte Nachtwächterlied an. Jeden Mittwoch und Samstag drehen sie ihre Runden, wobei sich drei Nachtwächter tageweise ablösen. Außer an Tagen, an denen auf dem historischen Marktplatz Veranstaltungen (Altstadtfest, Weinfest) stattfinden. Der Nachtwächterrundgang ist an den regelmäßigen Terminen kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich. In den Sommer-monaten beginnt der Nachtwächter seinen Rundgang um 22.00 Uhr, im Winter um 21.00 Uhr.

23 JunRhönlamm trifft Klapperstorch – in Gengenbach/ Schwarzwald

Klapperstorch mit Nachwuchs, Foto: Rainer Prüm

Auf meiner diesjährigen “persönlichen Kennenlerntour” mit bisher nur im Internet bekannten “Freunden und Followern“, war die erste Station Gengenbach im Schwarzwald. Genau gegenüber meines Hotelzimmerfensters im dortigen Hotel Restaurant Sonne befand sich ein (zum Glück) bewohntes Storchennest. Die Störche (Ciconiidae) sind eine Familie der Schreitvögel, die mit sechs Gattungen und 19 Arten in allen Kontinenten außer Antarktika verbreitet ist. Charakteristisch für diese Vögel sind der lange Hals, die langen Beine und der große, oft langgestreckte Schnabel. Alle Störche sind Fleischfresser, die Ernährung variiert aber je nach Art. Der in Europa bekannteste Storch ist der Weißstorch (Ciconia ciconia), andere bekannte Vertreter dieser Gruppe sind beispielsweise die Marabus (Leptoptilos) und der Nimmersatt (Mycteria ibis). Störche sind mittelgroße bis sehr große Vögel. Die Größe reicht von 75 cm (Abdimstorch) bis 150 cm (Sattelstorch, Marabus), das Gewicht von 1 kg (Klaffschnäbel) bis 9 kg (Marabus). Kennzeichnend sind die langen Beine und der lange Hals, während der Schwanz sehr kurz ist. Äußerlich ähneln sie somit den verwandten Reihern, wirken aber meistens massiger und schwerer. Der Schnabel ist stets groß, aber in der Form sehr verschiedenartig. Den typischen, schlanken Storchschnabel findet man nur bei der Hauptgattung Ciconia. Hingegen ist er bei Sattelstorch, Riesenstorch und Jabiru mächtig und leicht aufwärts gebogen, besonders groß und voluminös aber bei den Marabus, bei denen er zeitlebens wächst und 35 cm Länge erreichen kann; es scheint, dass dieser Schnabel hauptsächlich dazu dient, Nahrungskonkurrenten von Kadavern zu vertreiben. Der Nimmersatt und seine Verwandten haben einen leicht abwärts gebogenen Schnabel, an dessen Spitze Sinneszellen sitzen, die beim Aufspüren von Nahrung im trüben Wasser hilfreich sind. Die Klaffschnäbel haben beidseits eine Lücke zwischen Ober- und Unterschnabel; dieser Schnabel dient dem Öffnen von Schneckengehäusen. Mehr zu den Störchen auf wikipedia hier. Gengenbach ist eine Stadt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg. Gengenbach liegt an der Kinzig im unteren Kinzigtal auf 175 Meter über NN am Rande des mittleren Schwarzwalds. Der höchste Punkt der Gemarkung ist der Mooskopf mit 875 Meter Höhe. Durch den Ort fließt die Haigerach. Zur Stadt Gengenbach gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Bermersbach, Reichenbach und Schwaibach, diese bilden Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender. Mehr zu Gengenbach ebenfalls auf wikipedia hier.

Markttreiben in Gengenbach, Foto: Rainer Prüm

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