Archive for the 'Schmetterlinge' Category

03 SepRhönlamm trifft Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz, Foto: Rainer Prüm

Schwalbenschwänze kann man fast während des ganzen Frühjahrs und Sommers sehen, da sie es in drei Generationen gibt. Wobei man schon wissen muss, wo man sie findet. Es sei denn, es verirrt sich mal einer in den eigenen Garten, besonders wenn dort auch noch Buddleija (Sommerflieder), stehen.  Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter. Der größte und einer der auffälligsten Schmetterlinge des deutschen Sprachraums hat eine Spannweite von 50 bis 75 Millimetern. Er ist gelb und schwarz gemustert mit einer blauen Binde und roten Augenflecken an der hinteren Innenseite der Hinterflügel. An den Hinterflügeln stehen kurze, größtenteils schwarz gefärbte „Schwänzchen“ ab. Er hat lange Haare an den Vorderbeinen, die als Putzkämmchen dienen. Mehr zu Lebensraum, Verbreitung und Fortpflkanzung des Schwalbenschwanzes auch auf wikipedia hier, im Natur-Lexikon hier , auf Schmetterling-Raupe hier , oder auch viel Wissenswertes auf dieser sehr schönen Schwalbenschwanz-Seite von Barbara Kümin aus Zürich in der Schweiz.

Schwalbenschwanz, Foto: Rainer Prüm

Der Schwalbenschwanz war 2006 “Schmetterling des Jahres“. Dazu schreibt die BUND NRW Naturschutzstiftung: ” Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. den Schwalbenschwanz zum „Schmetterling des Jahres 2006“ gekürt. Aus einem erfreulichen Grund: Der Bestand des Schwalbenschwanzes hat sich nach einem Tief in den 70er und 80er Jahren wieder leicht erholt, so dass der Schmetterling mittlerweile deutschlandweit nicht mehr als gefährdet gilt. Hauptursachen für diese Erholung sind u.a. ein geringerer Pestizideinsatz in vielen Gärten und im öffentlichen Bereich z.B. auf Straßenböschungen sowie naturverträglichere Pflegemaßnahmen auf Magerwiesen und Saumbiotopen.”

Schwalbenschwanz von unten, Foito: Rainer Prüm

Und weiter: “Der Papilio machaon ist von Natur aus kein häufiger Schmetterling, aber weit verbreitet: von Europa und Nordafrika über das gemäßigte Asien bis nach Nordamerika. Aufgrund seiner weiten Verbreitung über unterschiedliche Lebensräume und seines Wanderverhaltes – auch in die vom Menschen stark beeinflussten Kulturlandschaften hinein – hat er insgesamt relativ guten Überlebenschancen. Er ist auf offene und abwechslungsreiche Landschaften angewiesen und am häufigsten an trockenen warmen Standorten der Mittelgebirge zu finden. Damit sich die verstreut lebenden Männchen und Weibchen zur Paarung finden, versammeln sich beide Geschlechter zum Balzflug um Geländererhebungen wie Bergkuppen oder auch Türme.Hilltopping“ heißt dieser Heiratsmarkt. Bei uns tritt der Schwalbenschwanz in 2 Generationen auf. Die Weibchen der Frühjahrsgeneration überfliegen zur Zeit der Löwenzahnblüte im Mai/Juni weite Gebiete, um geeignete Pflanzen für die Eiablage zu finden. Sie suchen dabei stark aromatische einzeln und sonnig stehende Doldenblütler auf – gern die Wilde Möhre, aber zum Beispiel auch die Gartenmöhre. Etwa 150 Eier werden so verteilt, dass jede Wirtspflanze später nur wenige Raupen zu versorgen hat. Die Weibchen der Sommergeneration wählen im Juli/August für die Eiablage ebenfalls intensiv duftende Doldenblütler wie die Kleine Bibernelle, den Dill, Kümmel oder Fenchel aus.”

Schwalbenschwanz von oben, Foto: Rainer Prüm

20 AugRhönlamm trifft Bläuling

Hauhechel-Bläulingshochzeit, Foto: Rainer Prüm

Wobei Bläuling vielleicht nicht ganz korrekt ist. Denn es gibt ganz viele Arten von Bläulingen. Mit weltweit über 150 000 Arten bilden die Schmetterlinge (Ordnung Lepidoptera) die drittgrösste Insektenordnung – hinter den Käfern (Ordnung Coleoptera) und den Hautflüglern (Hymenoptera). Eine der artenreichsten unter den rund einhundert Schmetterlingsfamilien ist die Familie der Bläulinge (Lycaenidae). In Mitteleuropa beispielsweise gehört fast ein Drittel aller Tagfalter der Bläulingsfamilie an.

kleiner Feuerfalter, Foto: Rainer Prüm

Die Bläulinge sind kleine Falter, bei denen sich Männchen und Weibchen oft deutlich von einander unterscheiden. Die Tiere kommen vom Norden und Osten Spaniens über Mittel- und Südeuropa, (Mittelitalien, Korsika, Balkan) östlich bis in die Ukraine und zum Ural vor. Nördlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über den Süden Englands, Norddeutschland und den Großteil des Baltikums. In Deutschland kommt die Art im südlichen Bergland und in den Alpen relativ häufig vor, im Norden ist sie selten. Aber es gibt sie auch bei uns im Saarland, denn sonst hätte ich sie ja nicht fotografieren können. ;-) Die Tiere leben auf Trockenrasen und an anderen trockenen, sonnigen und temperaturbegünstigten, nur mit vereinzelten Büschen und kurzen Gräsern bewachsenen Bereichen, allerdings ausschließlich auf kalkhaltigen, alkalischen Böden. Der Fühler sind schwarz-weiß geringelt, die Männchen sind meist blau, können aber auch rot gefärbt sein. Die Weibchen sind oft bräunlich. Die Bläulinge (Lycaenidae) sind eine Familie der Schmetterlinge (Tagfalter). Sie kommen weltweit mit ca. 6.000 Arten vor. Fast alle europäischen Arten haben blau gefärbte Flügeloberseiten, daher der Name.

silbergrüner Bläuling, Foto: Rainer Prüm

Innerhalb der Familie der Bläulinge stellt der Hauhechel-Bläuling die häufigste und verbreitetste Art dar und wird daher auch als Gemeiner Bläuling bezeichnet. Bei uns sind darüber hinaus auch der kleine Feuerfalter, der Faulbaum-Bläuling, der silbergrüne Bläuling und auch der Rotklee-Bläuling oft zu sehen. Interessant ist sicher noch, dass viele Bläulingarten in Symbiose mit Ameisen leben. Die Falter fliegen jährlich in einer Generation von Ende Juni bis August, maximal Anfang bis Mitte Oktober. Mehr zu Merkmalen, Lebensweise und Entwicklung der Bläulinge gibt es u.a. bei wikipedia hier. Auch in der Insektenbox, bei Schmetterling-Raupe, oder im Naturlexikon gibt es Informationen zu den Bläulingen.

Faulbaumbläuling, Foto: Rainer Prüm

28 JunRhönlamm trifft Distelfalter

Distelfalter, Foto: Rainer Prüm

Jetzt kommen wieder die Distelfalter (Vanessa cardui) bei uns zu Besuch. Das sind Schmetterlinge aus der Familie der Edelfalter. Die Schmetterlinge (Lepidoptera), oder Falter, bilden mit mehr als 180.000 beschriebenen Arten in 127 Familien und 46 Überfamilien nach den Käfern (Coleoptera) die an Arten zweitreichste Insekten-Ordnung. Auch im Garten taucht häufig wieder das ein oder andere Exemplar auf, vorausgesetzt man bietet ihnen entsprechende blühende Pflanzen an. Wie z.B. den Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) oder Distelblüten. Die Distelfalter sind ja Wanderfalter, die normalerweise in den subtropischen Steppengebieten und in Europa in den heißen Mittelmeergebieten dauerhaft bodenständig sind. Bei uns können sie, je nach Klima, bis zu zwei Generationen ausbilden. Mehr zu den Distelfaltern gibt es z.B. hier auf Wikipedia, oder Schmetterling-Raupe, oder auch auf dem Naturlexikon.

25 MaiRhönlamm traf an Pfingsten das kleine Wiesenvögelchen

Kleines Wiesenvögelchen, Foto: Rainer Prüm

Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus), oder auch Kleiner Heufalter genannt, ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Da sie gerne auf grasigem Gelände wie z.B. auf Trockenrasen, Bergwiesen, aber auch an Waldrändern und in Sand- und Kiesgruben vorkommen, verirrt sich eins auch immer mal wieder in meinen Garten. Normalerweise sitzen sie dann ganz tief im Gras, so dass sie sehr schlecht zu fotografieren sind. Aber manchmal hat man auch Glück und sie lassen sich für eine Sekunde auf einem etwas erhöten Grashalm nieder. So wie hier. Mehr zu den kleinen Wiesenvögelchen gibt es auch auf wikipedia und Schmetterling-Raupe. Das Rhönlamm drückt die Daumen, dass das Wetter endlich etwas “sommerlicher” wird, dann kommen sicher auch noch andere Schmetterlinge bald in den Garten.

17 MaiRhönlamm sagt leise Servus zum Aurorafalter

Aurorafaltermännchen, Foro: Rainer Prüm

Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Weißlinge . Der Aurorafalter ist jedes Jahr mit einer der ersten Falter. Bereits Anfang April beobachtet man ihn häufig, wie er auf dem Wiesenschaumkraut sitzt. Die Aurorafalter sind nicht nur im Frühling in meinem Garten anzutreffen, sondern sie sind auch im gesamten Europa und im Mittleren Osten weit verbreitet. In Asien kommen sie in gemäßigten Klimabereichen bis Japan vor. Sie leben auf mageren und trockenen Wiesenbereichen oder auch auf Feuchtwiesen, sowie in lichten und feuchten Wäldern.

Aurorafaltermännchen, Foto Rainer Prüm

Da ich den Rasen schon länger nicht mehr dünge und auch einige Teile davon nicht mehr mit dem Rasenmäher zu nahe komme, konnte sich das das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) bei mir ansiedeln, eine ihrer bevorzugten Raupenfutterpflanzen und gern genommene Raststation. Allerdings ist ihre Verweildauer auf den Blüten extrem gering, so dass schon etwas Glück dazu gehört, ein brauchbares Foto von ihnen zu machen. Mehr zu den Aurorafaltern gibt es auf Wikipedia. Und auch auf anderen Internet-Seiten, wie die des Natur-Lexikons, http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00012/MZ00012.html findet man interessante Informationen zum Aurorafalter. Leider hat ihm wohl das kühle und feuchte Wetter der letzten Wochen ziemlich zugesetzt, so dass nun kaum mehr Aurorafalter zu sehen sind. Da müssen wir wohl wieder auf nächstes Jahr hoffen. Dafür gibt es aber demnächst auch zahlreiche andere Schmetterlingsarten zu sehen und zu fotografieren, wie z.B. den Schwalbenschwanz, das Tagpfauenauge, den Schachbrettfalter, das große Ochsenauge, die ganzen Weißling-Arten, die zahlreichen Bläuling-Arten, die lustigen Widderchen  oder Blutströpfchen und viele mehr. Wenn denn mal die Sonne wieder scheint!

04 MaiRhönlamm trifft Frühlings-Landkärtchen

Frühglingslandkärtchen, Foto: Rainer Prüm

In diesen Tagen erhöht sich quasi täglich die Anzahl der verschiedenen Schmetterlingsarten auf unseren Wiesen und im Wald. Einer dieser Schmetterlinge ist das Landkärtchen, ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Diese Art bildet zwei Generationen im Jahr aus,  die sich stark voneinander unterscheiden. Die Grundfarbe seiner Flügel ist gelb-beige mit einem System von schwarzen Binden und Flecken. Die Frühjahrsform ist gelbbraun mit dunklen Zeichnungen und kleinen weißen Flecken auf den Forderflügeln, die Sommergeneration braunschwarz mit weißen Binden. Der Name des Falters begründet sich auf die Zeichnung der Flügelunterseiten, die mit einem Netz von Linien überzogen sind und die daher an eine Landkarte erinnern. Jetzt ist die erste Generation, die sogenannte “Frühlingsform” unterwegs, im Spätsommer folgt dann noch die “Sommerform“. Wobei die Falter der Sommergeneration größer als die der Frühjahrsgeneration sind und  dabei ist die dunkle Sommergeneration zahlenmäßig wesentlich besser vertreten als die helle Frühlingsgeneration . Man findet sie nicht nur in Europa, also auch in der Rhön, sondern auch in Zentralasien und sogar in Japan. Mehr zu den Faltern und ihren verschiedenen Formen gibt es bei Wikipedia unter Landkärtchen (Araschnia levana).

07 AprRhönlamm trifft Admiral

Admiral im Garten, Foto: Rainer Prüm

Mit zu den ersten Schmetterlingen des neuen Jahres gehört der Admiral (Vanessa Atalanta). Er gehört zur Familie der Edelfalter. Der Admiral hat, wie der Zitronenfalter, eine Flügelspannweite von 50 bis 65 mm und dunkelbraune Vorderflügeloberseiten, auf denen eine breite rot/ orangene Binde in der Mitte verläuft. Diesen bekannten Wanderfalter, der im Frühsommer aus südlichen Ländern bei uns einwandert, findet man häufig in Wäldern, aber auch in Gärten und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Heutzutage können vereinzelte Admirale sogar bei uns überwintern.

Foto: Rainer Prüm

Im Garten sieht man den Admiral oft auf dem Schmetterlingsflieder oder Buddleja und dem Wasserdost. Später im Jahr dann meist auf Astern. Wenn man Obstbäume hat, kann man den Admiral (und auch andere Schmetterlinge, besonders den C-Falter), sehen, wie sie an heruntergefallenem Obst saugen. Seine Raupen ernähren sich fast ausschließlich von Brennesseln.

05 AprRhönlamm trifft Zitronenfalter

Zitronenfaltermännchen im Garten, Foto: Rainer Prüm

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling bringen jedes Jahr auch die Schmetterlinge bei uns wieder zum Vorschein. Mit einer der allerersten ist der Zitronenfalter  (Gonepteryx rhamni). Er  ist ein Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae). Oft erscheint er schon Anfang rz, wenn die Temperaturen dann 15 Grad Celsius und mehr erreichen und auch die Sonne scheint. Der Zitronenfalter ist vorwiegend ein Waldbewohner, der außerhalb des Waldes nur noch in gebüschreichem Gelände und Gärten auftritt. Er überwintert auch als einziger ungeschützt in der Vegetation, oft in Efeu-Beständen.

Zitronenfalterweibchen, Foto: Rainer Prüm

Der Name “Zitronenfalter” bezieht sich auf das männliche Tier. Denn nur das ist zitronengelb. Das Weibchen hingegen ist mehr weiß-grünlich und man kann es manchmal mit dem Großen Kohlweißling ver-wechseln. Der Zitronenfalter ist einer der ersten, aber auch einer der letzten Falter des Jahres, die gelegentlich im heimischen Garten erscheinen. Denn er hat mit ca. 12 Monaten die längste Lebenserwartung aller einheimischer Schmetterlinge. Die Länge seines Körpers erreicht  30 bis 35 Millimeter und seine Flügelspann-weite beträgt 50 mm – 55 mm. Aus seinen Eiern schlüpfen kleine grünliche Raupen, die nur an der Oberseite von Blättern sitzen, aber durch ihre Farbe gut getarnt sind. Der Zitronenfalter wurde als Insekt zum Insekt des Jahres 2002 ernannt. Mehr zu den Zitronenfaltern gibt es auch auf  Wikipedia unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenfalter

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