26 OktRhönlamm auf der 9. saarländischen Bliesgau Lammwoche

Saarländische Heidschnucken, Foto: Rainer Prüm

Der Bliesgau ist eine Region im Saarland am Fluss Blies, einem rechten Zufluss der Saar. Der Bliesgau ist eine Landschaft mit sanften Hügeln, weiten Streuobstwiesen und ist geprägt vom Muschelkalkboden. Landläufig wird er auch als „Toskana des Saarlandes“ bezeichnet. Von der eher geologisch abzugrenzenden, traditionell Bliesgau genannten Landschaft zu unterscheiden ist das Biosphärenreservat Bliesgau, das weitere Naturräume wie Teile des Homburger Beckens, das Sankt Ingbert-Kirkeler Waldgebiet und die St. Ingberter Senke einschließt. Der Bliesgau gehört geologisch zum Pfälzisch-Saarländischen Muschelkalkgebiet liegt südöstlich von Saarbrücken und grenzt ans benachbarte Frankreich. Im Wesentlichen umfasst er das Gebiet der Stadt Blieskastel und der beiden Gemeinden Gersheim und Mandelbachtal. Mehr zum Bliegau auf wikipedia hier. Der Organisator der Bliesgau Lammwochen ist der Kunst-Schäfer Rudolf Schwarz aus Blieskastel-Ballweiler. Dieses Jahr finden sie vom 21. bis 30. Oktober bereits zum neunten Mal statt. Elf Spitzenköche aus der Region bieten in ihren Restaurants Lamm-Spezialitäten an. Im einzelnen sind dies: Le Strasbourg, Bitche, Frankreich, Gräfinthaler Hof, Bliesmengen-Bolchen, Goldener Stern, St. Ingbert, Die Alte Brauerei, St. Ingbert, Kunz, St.Wendel-Bliesen, Gästehaus Erfort, Saarbrücken, Villa Weismüller, Saarbrücken, Landschloss Fasanerie, Zweibrücken, Auberge Saint-Waldfried, Sarreguemines-Welferding, Frankreich, Hämmerles Restaurant, Webenheim und Hostellerie Bacher, Neunkirchen. Peter Michael Lupp von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Biosphärenreservat Bliesgau meint dazu, dass man mit dieser Aktion Kochkunst, Esskultur, Bildende Kunst sowie das Geniessen und die Wertschätzung für qualitätsvolle regionale Nahrungsmittel zusammen bringe. Dem kann sich das Rhönlamm nur anschließen!

Dirk Ludwig und Ehefrau Christine

Leckeres Lammfleisch erhalten Sie vom Metzger/ Fleischer Ihres Vertrauens. Lammfleisch vom Öko-Rhönschaf bekommen Sie z.B. von Metzgermeister Dirk Ludwig von der Metzgerei “Der Ludwig” im osthessischen Schlüchtern. Dort können Sie auch direkt über deren Online-Shop bestellen. Der Ludwig” wurde am 2. April 1897 in Sondershausen / Thüringen von Metzgermeister Paul Ludwig gegründet. In der vierten Generation werden die überlieferten Rezepturen, unter Anwendung alter Handwerkstechniken, nach wie vor angewandt. Durch Ehrlichkeit, Respekt und Vertrauen haben die Ludwigs über die Jahre hinweg ihre Bodenständigkeit bewahrt. Zuverlässigkeit und eine Identifizierung mit der Region gewähren ökologische Erzeugnisse und Nachhaltigkeit im Handeln. Produkt- und Beratungsqualität, Sauberkeit und ein gutes Gewissen beim Handeln sind die Basis der langjährigen Unternehmensgeschichte. Oder Sie machen mal einen Abstecher in die Rhön zu Jürgen Krenzer`s Rhönschaf-Hotel in Ehrenberg-Seiferts. Auch dort steht leckeres Rhönlammfleisch auf der Speisekarte. Das Rhönlamm wünscht Ihnen “Guten Appetit”!

09 MaiRhönlamm mal wieder beim ARD Tatort des Saarländischen Rundfunks dabei

1. Drehtag zum SR Tatort "Verschleppt", Foto: Rainer Prüm

Seit dem 28. April 2011 wird wieder ein neuer Krimi im Saarland gedreht und daher wird es zur Zeit mal wieder Ernst für die benötigten Komparsen beim neuen SR-Tatort für die ARD. Denn in diesen Tagen werden, neben den Schauspielern, diese wieder (zur “Aufhübschung”) des "Filmhintergrundes" bei den Dreharbeiten gebraucht. Nach dem äußerst erfolgreichen und für genügend Diskussionsstoff sorgenden SR Tatort „Heimatfront“, begannen nun die Dreharbeiten für den neuen SR-Tatort „Verschleppt“. Ein Tatort, der diesmal in bester Tradition der Ermittlungskrimis und zugleich mit hohem Tempo der "High-Noon"-Stimmung frönend, den menschlichen Abgründen jenseits unserer Vorstellungskraft nachgeht. Die saarländische (Film-) Kripo, die Hauptkommissare Kappl und Deininger, ermitteln in Sachen Kindesentführung. Ein seit Jahren vermisstes Mädchen wird plötzlich tot aufgefunden, aber die Anzeichen häufen sich, dass es andere, ebenfalls seit Jahren vermisste, aber offenbar noch lebende Entführungsopfer gibt. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

SR Tatort "Verschleppt" mit Rainer Prüm (li.)

Im obigen Foto sind zwar beide Uniformträger "Oberkommissare", aber nur einer ist ein echter Polizist. Der Komparse von beiden ist derjenige mit Mütze zur Uniform! ;-) Komparsen, sagt wikipedia, haben im Gegensatz zu Statisten, die nicht eigenmächtig oder individuell handeln, und auch nicht in das Film-Geschehen eingreifen, in der Regel die Aufgabe, für ein glaubwürdiges und lebendiges Hintergrundbild zu sorgen. Sie kämpen mit anderen in einer Armee, stehen als Schaulustige mit anderen um ein Mordopfer, sitzen mit anderen in einem Cafe oder sind Fußballfans im Stadion. Regisseure geben ihnen bewußt keine präzisen Regieanweisungen, da sie sich natürlich und keinesfalls gleichförmig verhalten sollen. Für den neuen SR Tatort “Verschleppt“, konnte Redakteur Christian Bauer diesmal wieder Hannu Salonen für die Regie verpflichten. Das ist somit sein dritter Tatort und mein Vierter. ;-) Auch Salonen ist überzeugt, dass der Tatort ein schönes Fernsehformat ist. Es sei große Fernsehunterhaltung die auch mit Anspruch aktuelle Themen behandelt. Das sei natürlich eine große Herausforderung, zumal er selbst sehr gerne Tatorte anschaue.

Die Hauptkommissare Deininger (Gregor Weber) li. und Kappel (Maximilian Brückner, Foto: Rainer Prüm

Außerdem freue er sich wieder riesig auf die Arbeit mit Gregor und Maximilian (Gregor Weber und Maximilian Brückner als Haupt-Kommissare Stefan Deininger und Maximilian Kappl), die er ja schon lange kennt. Und Redakteur Christian Bauer ergänzt, dass wie der Titel schon andeute, ginge es in "Verschleppt“ um ein Thema, das mit dem Fall Kampusch große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit hatte. Genauer, es geht um verschleppte Mädchen. Das Drehbuch zu "Verschleppt" haben Khyana El Bitar und Dörte Franke geschrieben. Die Autorinnen hatten auf dem letzten Max-Ophüls-Festival ihren ersten gemeinsamen Spielfilm "Das System" (Regie: Marc Bauder) vorgestellt. Auch die Episodenhauptdarstellerin Mathilde Bundschuh ist eine junge Ophüls-Bekannte. Sie war auf dem Festival gleich mit mehreren Filmen vertreten und wird wohl bald ein bekanntes Gesicht sein. Auch zahlreiche Darsteller aus dem Saarland erhalten in "Verschleppt" wieder die Chance, sich einem bundesweiten Publikum zu zeigen, darunter die bislang unbekannten Newcomer Alisa Hanke und Thomas Bastkowski. Die komplette Besetzungsliste hierzu wird bald bekanntgegeben. Der „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks bleibt damit bei seiner Devise, jungen Autorenteams eine Chance zu geben. Der Tatort ist eine Produktion der ProSaar Medienproduktion (Produzent: Martin Hofmann) im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (Redaktion Christian Bauer) und der Degeto für Das Erste. Die Ausstrahlung ist für Anfang 2012 vorgesehen. Mehr auf http://www.prosaar-medien.de/index.php?option=com_content&view=article&id=63&Itemid=86

SR Tatort Filmkamera, Foto: Rainer Prüm

27 SepRhönlamm wandert – auf dem Wehinger Viezpfad im saarländischen Landkreis Merzig-Wadern

Auf dem Wehinger Viezpfad, Foto: Rainer Prüm

Der Wehinger Viezpfad, ein vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierter, rund 14 km langer "Premiumwanderweg"  und eine sogenannte Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steiges, (Deutschlands schönster Wanderweg 2009),  führt im saarländischen "grünen" Landkreis Merzig-Wadern von Mettlach-Wehingen auf die Höhe des Saargaus, den Kewelsberg, mit einer herrlichen Aussicht auf den Schwarzwälder Hochwald und das Merziger Becken. Durch abwechslungsreichen Wald wird man auf diesem Weg durch sehr schöne Obstwiesen, deren Obst der Grundstoff für den „Viez“, den Apfelwein liefern, geführt. Reizvolle Aussichten sowie die schönen Gewässerabschnitte im Bereich des Tünsdorfer Bachs gehören ebenso zu den Naturschönheiten wie kleinere Felsformationen. Der Wanderweg führt durch Täler und über Hügel, eine sehr reizvolle, abwechslungsreiche Landschaft. Dazu Wälder und Auen, vorbei am typischen Saargaudorf Wehingen und bietet dabei wunderschöne Ausblicke. Besonders reizvoll sind die zahlreichen Streuobstwiesen mit ihren Obstbäumen. Sie erfreuen den Wanderer im Frühling mit ihrer zahlreichen Blütenpracht, im Sommer mit Schatten spendendem Laubwerk, im Herbst mit vielen verschiedenen Früchten und über die Jahreswende als „Skulpturen in winterlicher Landschaft“, wie es der Gartenbauverein Saarland-Rheinland-Pfalz genannt hat.

Am Wehinger Viezpfad, Foto: Rainer Prüm

Nach dem Abstieg vom Kewelsberg führt er durch urwüchsige Bachtäler, Hohlwege, Mischwälder und Streuobstwiesen. Der Weg hat hohe Anteile an Naturwegen und Pfaden. Kartenmaterial findet man auf den Seiten des Tourismuszentrale des Saarlandes hier. Reizvolle Aussichtenn sowie die schönen Gewässerabschnitte im Bereich des Tünsdorfer Bachs gehören ebenso zu den Naturschönheiten wie kleinere Felsformationen. An den richtigen Stellen sind Bänke aufgestellt. Der Weg wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 54 Erlebnispunkten bewertet. Startpunkt der Wanderung ist das Wehinger Bürgerhaus. Sehr viele Fotos des Wehinger Viezpfades gibt es hier. Eingeweiht wurde der Wehinger Viezpfad dieses Jahr am 18. April. Unterwegs gibt es auch eine umgebaute Vieztränke, an der sich die durstigen Wanderer demnächst auch per Automat erfrischen können, nachdem sie den Abstieg vom Kewelsberg geschafft haben. Dieses idyllische Plateau des Saargaus auf rund 420 Meter Höhe gibt den Blick frei auf Wiesen, Felder und Wälder, auf das Merziger Becken und den Hochwald. Hinab ins Tal geht's durch urwüchsige Hecken, vorbei an einer Gesteinslandschaft, die Schutzstollen aus dem Zweiten Weltkrieg präsentiert. Vom Wehinger Bürgerhaus geht es durchs Humbachtal zur Gaststätte Blechmühle in Nohn-Blechmühle, wo eine Einkehrmöglichkeit besteht. Weiter führt die 14 Kilometer lange Route am Fröhnbach entlang zum Kewelsberg. Nach dem Abstieg vom Kewelsberg führt der Pfad durch urwüchsige Bachtäler, Hohlwege, Mischwälder und Streuobstwiesen zurück zum Bürgerhaus Demnächst soll das Wehinger Bürgerhaus noch zu einem Bistro umgebaut werden - inklusive Vermarktung von Viez, sowie von Schnäpsen, Likören, Äpfeln, usw. Und falls Ihnen jetzt der Begriff Viez nicht geläufug ist, mit Viez bezeichnet man im moselfränkischen Sprachraum (westliches Rheinland-Pfalz und Saarland) den meist stark säurehaltigen Apfelwein oder Birnenwein. Demgegenüber wird in Luxemburg der frisch gepresste bzw eingekochte Apfelsaft mit Viez und der Apfelwein mit "sauerem Viez" bezeichnet. Der Most demgegenüber oft als "süßer Viez". Eine saarländische Unterart des Viez ist der Särkower, der Saargauer, der Viez aus den Äpfeln der Saargau-Seite der Saar, dem Landstrich zwischen der Saar und der deutsch-französischen Grenze. Die Äpfel wachsen hier an den Ost- und teilweise an den Nordhängen; der Särkower ist daher besonders säurehaltig. Mehr zu Viez gibt es auch bei wikipedia hier. Wer vom Wandern dann hungrig geworden ist, kann sich an den leckeren Gerichten der hervorragenden saarländischen Küche wieder satt essen.

Auf dem Wehinger Viezpfad, Foto: Rainer Prüm

06 SepRhönlamm trifft Kunst – auf der Skulptura 2010 im saarländischen Beckingen

Bahnhof Beckingen, Foto: Rainer Prüm

Zum zweiten Mal nach 2008 richtet die saarländische Gemeinde Beckingen eine Kunstausstellung aus, die Skulptura. Beckingen ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Merzig-Wadern − etwa 30 km nordwestlich von Saarbrücken gelegen. Sie entstand 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den Ortschaften Beckingen, Düppenweiler, Erbringen, Hargarten, Haustadt, Honzrath, Oppen, Reimsbach und Saarfels. Mehr zu Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Beckingen auf wikipedia hier. Landschaft, Geschichte, besondere Orte - das sind die Schlagworte, mit denen die Gemeinde Beckingen seit einigen Jahren auf sich aufmerksam machen will, denn ausgedehnte Wälder und zum Teil unberührte Natur prägen die Landschaft der Gemeinde ebenso wie eine reiche Geschichte in nicht unerheblichem Maß. Frühgeschichtliche Grabfunde aus der bronzezeitlichen Urnenfelderstufe zeugen ebenso wie Hügelgräber und Fundstücke aus der Hallstattzeit von einer lange zurückreichenden Siedlungstätigkeit auf dem heutigen Gemeindegebiet.

Freundschaft, Foto: Rainer Prüm

Bereits im Mittelalter war Beckingen Sitz einer Kommende des Deutschherrenordens, wovon noch die 1634 erbaute Marzelluskapelle, das Zehntentor, der Deutschherrenbrunnen und die heute als Gärtnerei genutzten Ökonomiegebäude des im Gefolge der französischen Revolution zerstörten barocken Deutschherrenschlosses im Gemeindebezirk Beckingen Zeugnis geben. Die Geschichte des Deutschen Ordens in Beckingen lässt sich bis in das Jahr 1293 zurückverfolgen, als ihm durch Schenkungen Besitzungen im Ort zufielen. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtete der Orden in Beckingen eine eigene Komturei und erweiterte in der Folgezeit seine Besitzungen nicht allein in Beckingen, sondern auch in den übrigen Orten der heutigen Gemeinde. Mehr zu Tourismus, Wirtschaft und Vereinen der Gemeinde Beckingen hier. Zum Rahmenprogramm derdiesjährigen internationalen Skulptura 2010 gehört auch die Ausstellung "Wunder der Natur" im Erdgeschoss des historischen Bahnhofs. "Die Idee zu dieser Ausstellung wurde geboren bei einem Besuch bei der Firma Bielan in Neidenbach in der Eifel", erzählt Helmut Kopp, Kurator der nunmehr zweiten Skulptura. "Ich sah diesen Sandstein, auf dem wundervolle, kristalline Kalzite gewachsen sind." Schon im Sommer 2008 stellten fünfzehn Künstler im denkmalgeschützten historischen Bahnhof Beckingen, in der ehemaligen Güterhalle, im alten Sägewerk der Familie Speiser und dem sogenannten "Hexenhäuschen" rund 250 Skulpturen aus. Zusätzlich waren acht dauerhaft aufgestellte Skulpturen im SaarGarten-Skulpturenpark Bestandteil der Ausstellung.

Zahn der Zeit, Foto: Rainer Prüm

Insgesamt 17 Künstler aus Luxemburg, Frankreich, Italien, Vietnam, Belgien, Schweiz und Deutschland zeigen ihre Werke noch bis zum 12. September 2010. Portraits der beteiligten Künstler finden Sie hier. Einer der Ausstellungsorte für die Skulptura 2010 Beckingen ist der Beckinger Bahnhof. Der im Stil der englischen Neogotik 1858 errichtete Bahnhof wurde in den letzten Jahrzehnten sehr vernachlässigt. Jetzt wird er, als erstrangiges kulturhistorisches Zeugnis der Gemeinde Beckingen, restauriert, damit er neuen Nutzen finden kann. Mehr Infos zur Gechichte des Beckinger Bahnhofes gibt es hier. Zur Eröffnung der diesjährigen Skulptura am 28. August spielte der Geigen-Virtuose und erste Konzertmeister des Saarländischen Staatstheaters Wolfgang Mertes. Beendet wird die Kunst-Ausstellung Skulptura 2010 Beckingen durch eine Finissage am 12. September um 16.00 Uhr im SaarGarten-Skulpturenpark von Nils Tannert. Ihm gelingt es, ein Klangspektrum aus lauten, kraftvollen und energiegeladenen Tönen, sowie leisen, gefühlvollen und sanften Klängen zu entfalten. Bei seinen Darbietungen setzt er unterschiedlichste Rhythmus- und Percussion-Instrumente ein, wie etwa diverse Trommeln, Marimba, Taiko und viele mehr. Wir lassen uns überraschen!

"Rote Lippen", Foto: Rainer Prüm

27 AugRhönlamm auf Reisen – in Saarbrücken



Saarbrücken
(lux.: Saarbrécken; frz.: Sarrebruck) ist die Landeshauptstadt des Saarlandes. Die Universitätsstadt und einzige saarländische Großstadt entstand 1909 aus dem Zusammenschluss der drei Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach. Saarbrücken ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes und Sitz des Regionalverbandes Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art. Der Name der Stadt hat nichts mit dem modernen Wort Brücke zu tun, denn zur Zeit der ersten Erwähnungen des Ortes bzw. der Burg gab es dort keine Saarbrücke:

Staatstheater Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Die erste Brücke über die Saar (die heute sog. Alte Brücke) wurde erst 500 Jahre später erbaut. Der älteste überlieferte Name Sarabriga stammt aus dem Keltischen und bedeutet in der Silbe Sara fließendes Gewässer. Der Wortteil Briga wird übersetzt als Felsen, großer Stein. Gemeint ist damit wohl der große Felsen gegenüber der Alten Brücke, auf dem die erste Burganlage errichtet wurde. Insofern lautete der Name der ersten Siedlung an dieser Stelle sinngemäß „Saarfels“. Eine weitere nicht belegte Erklärung kann man auf das germanische Wort bruco zurückführen, was Sumpf bedeutet und die umgebenden Feuchtgebiete bezeichnet (niederdeutsch Brook, Broich, Brauck entsprechend ahd. Wort bruoh, mhd. bruoch). Ein Beleg dafür wäre der St. Johanner Distrikt, bekannt als die Bruchwiesen, der bis kurz vor seiner Bebauung in der Tat lange ein sumpfiges Gebiet gewesen war. Da das Gebiet von Saarbrücken in der ersten Besiedlung nur von Kelten bewohnt war, ist die erste Variante der Namensgebung die wahrscheinlichere. Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. im Jahre 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Bistum Metz geschenkt wird.  Mehr zu Einwohnern, Geografie und Geschichte auch auf wikipedia hier.

Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der derzeitige Drittligist 1. FC Saarbrücken. Er wurde am 18. April 1903 im Saarbrücker Stadtteil Malstatt als Fußball-Abteilung des TV 1876 Malstatt gegründet. Nach Abspaltung der Fußball-Abteilung erfolgte 1907 eine Neugründung als FV Malstatt-Burbach. Am 1. April 1909 wurde der Verein in FV Saarbrücken umbenannt. Von 1943 bis 1945 bildete der Verein gemeinsam mit dem SC 07 Altenkessel die Kriegsspielgemeinschaft Saarbrücken. Nach der Auflösung im Jahre 1945 wurde der Verein am 25. November 1945 unter dem Namen 1. FC Saarbrücken neugegründet.Er spielte insgesamt fünf Spielzeiten in der Fußball-Bundesliga: 1963/64, 1976-1978, 1985/86 und 1992/93, weitere 19 Spielzeiten in der 2. Bundesliga. Austragungsort der Heimspiele ist das Ludwigsparkstadion. Mehr zum 1.FC Saarbrücken gibt es auch hier.  Die Frauenmannschaft des 1.FC Saarbrücken spielt nach den Saisons 1997/98 bis 2001/02, 2003/04 und 2007/08 zum vierten Mal in der 1. Bundesliga der Frauen.

Ludwigskirche Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der „Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke“ in die vier Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese zum Großteil in Distrikte untergliedert. Die Stadtbezirke von Saarbrücken mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile und Distrikte kann man auf wikipedia hier kennenlernen. Sollten Sie einmal in Saarbrücken sein und vielleicht nur wenig Zeit haben, dann sind wenigstens der Schlossplatz, der St. Johanner Markt, der Ludwigsplatz samt Ludwigskirche und die Eckpunkte der Stengelchen Stadtanlage ein Muss!

Saarländischer Landtag in Saarbrücken, Foto: Rainer Prüm

Die saarländische Landeshauptstadt Saarbrücken hat natürlich auch ein Schloss. Es ist ein barockes Schloss und befindet sich im Stadtteil Alt-Saarbrücken am linken Ufer der Saar. An diesem Standort gab es Vorgängerbauten, wie z.B. eine mittelalterliche Burg und ein Renaissance-Schloss. Wikipedia schreibt dazu: "Historische Quellen aus dem Jahre 999 berichten von dem kaiserlichen Castell Sarabruca, das im Jahre 1009 Veste Sarebrugka genannt wird. Nach einer Urkunde aus dem Jahre 1065 hatte Herzog Friedrich von Niederlothringen die Burg vom König als Lehen erhalten. König Heinrich IV. schenkte das Castel Salentburca Friedrichs Bruder, Graf Adalbero III. von Luxemburg der Bischof von Metz war. Im Jahre 1168 wurde die Burg des Grafen Symon auf Befehl des Kaisers Friedrich I. zerstört. 1277 erwähnen Archivalien am 2. Juli Castel und Bourg . Eine Urkunde vom 11. Januar 1485 berichtet, dass Graf Johann IV. von Nassau-Saarbrücken begonnen hatte „... anno 1459 wegen Kriegszeiten die beiden Städte zu befestigen und zu bewachen“ . Johann IV. begann im Jahre 1563 auch damit, Bollwerke um die Burg anzulegen und eine Zugbrücke über den Graben zwischen Stadt und Burg zu bauen. Der Historiograph der Grafen von Nassau-Saarbrücken, Johann Andreae, berichtete, Graf Philipp IV. habe 1575 das Sommerhaus zu Saarbrücken gebaut, und vermittelt in einer Grundrissskizze erstmals eine Vorstellung vom Aussehen der damaligen Burg. Das trapezförmige Geviert war mit ungleich breiten Gebäuden umschlossen. Der Wehrturm befand sich auf der Westseite der Vierflügelanlage. Die Vorburg auf der Saarseite wurde nach Nordwesten und Südosten durch Gebäude abgeschlossen. Das von dem kurpfälzischen Baumeister Christmann Stromeyer erbaute Sommerhaus, stand auf dem südöstlichen Vorsprung des Saarfelsens. Die Burganlage wurde im Nordosten durch den Saarfelsen und die Saar, im Osten durch einen Graben und im Süden sowie Südwesten durch Bollwerk und Graben umschlossen. Der Zugang zur Burg erfolgte von der Stadtseite her über die Zugbrücke gegenüber dem großen Turm. In der Südecke des Gartens befand sich der „rothe Thurn“, und gegenüber in der Nordecke stand das rund Thurnlein“. Mehr zum Saarbrücker Schloss auf Wikipedia hier.

Saarbrücker Schloss, Foto: Rainer Prüm

16 AugRhönlamm auf Naherholung – an der Saar bei Serrig in Rheinland-Pfalz

Blick auf Serrig, Foto: Rainer Prüm

Nicht weit von mir, nur knapp 20km entfernt, beginnt in Richtung Saarburg/ Trier das Bundesland Rheinland-Pfalz. Von der Saarländischen Grenze bei Mettlach/ Saarhölzbach schlängelt sich die Saar durch das enge bewaldete Saar-Tal. Hier hat sich entlang der Saar, einem Nebenfluss der Mosel, eine über 2.000 Jahre alte Kulturlandschaft gebildet, die von den Römern nachhaltig geprägt wurde. Also nicht nur im Saarland, sondern auch in Rheinland-Pfalz. In beiden Bundesländern hat man hier mitten im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg vielfältige Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten. Die Flusslandschaft bietet hier sehr viel Natur für Erholungssuchende. Auch waren die Landschaften hier wohl schon zur keltischen Zeit besiedelt, worauf u.a. z.B. (für das Winzerdorf Serrig), der älteste überlieferte Ortsname "Serviacum" aus dem Jahre 949 hindeitet. Wikipedia schreibt, dass diese Bebauung wohl in Zusammenhang mit der auf der gegenüberliegenden Saarseite liegenden befestigten Bergsiedlung (heute: Kastel-Staadt), zu sehen ist. Auch römische Spuren wurden in Serrig gefunden. Am Ortsende saaraufwärts, befindet sich das sogenannte Widderthäuschen, ein römisches Grabmal der Familie des Avarius von etwa 400 n. Chr.. Zu dieser Zeit gab es dort einige römische Landgüter. Hier befinden sich saarabwärts auch etliche Weinberge, daher wird Serrig auch als Tor zum Saarwein bezeichnet. Auf über 90 Prozent der Rebanbaufläche wird hier die Weinsorte Riesling angebaut. Gegenüber, etwa 360 m über der Saar, liegt die Klause Kastel.

Klause Kastel, Foto: Rainer Prüm

Eine Klause ist die Wohnung eines Klausners oder einer Klausnerin (Inklusen, Eremiten), die sich meist auf Lebenszeit einmauern ließen. Der Einschließungritus war eine Nachahmung der Bestattungszeremonie von Christus in Golgotha und versinnbildlichte die mystische Beerdigung der Inklusen. Klausner widmeten sich der Buße und dem Gebet und lebten nicht in weltferner Einsiedelei, sondern waren meist in Klöstern oder Kapellen untergebracht. Nachdem das Inklusentum im 12. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreicht hatte, verlor es im Spätmittelalter an Bedeutung und erlosch im 17. Jahrhundert ganz. 1833 bis 1838 wurde dann im Auftrag des preußischen Königshauses eine vom Hofarchitekten C. F. Schinkel entworfene Grabkapelle für König Johann von Böhmen errichtet. Johann liegt jetzt nicht mehr hier - er wurde nach Luxemburg in der Kathedrale verlegt! Johann war 1337 auf dem rechten Auge erblindet. Dies war eine Erbkrankheit der Luxemburger. Drei Jahre später verlor er nach einer missglückten Operation auch das linke Auge und hieß fortan der Blinde. Er fiel auf dem Schlachtfeld bei Crécy im Jahr 1346. Der Überlieferung nach soll Johann völlig erblindet in die Schlacht geritten sein!! Genaueres zur Klause Kastel gibt es bei wikipedia auch hier.

Weinanbau, Foto: Rainer Prüm

Zu Riesling erfahren wir bei wikipedia, dass er eine weiße Rebsorte ist, die als eine der besten und mancherorten wichtigsten Weißweintrauben gilt. Und weiter: "Der Riesling stellt in nördlich gelegenen Anbaugebieten hohe Anforderungen an die Lage, da er sehr spät reift. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen in südwestlicher bis südöstlicher Ausrichtung entlang der Flusstäler, wie sie etwa am Rhein, an der Ahr, an der Mosel, der Saar, der Ruwer, an der Nahe, am Main in Franken oder in der Wachau gegeben sind. Die Weine der Schieferweinberge an Mosel, Saar und Ruwer gehören zurzeit unter Liebhabern aufgrund ihrer besonderen Mineralität zu den begehrtesten Rieslinggewächsen der Welt. Die trockenen Rieslingweine aus der Pfalz, aus Baden oder dem Elsass sind in der Regel wuchtiger und säureärmer. Falls das warme Klima der letzten Jahre anhält (Klimawandel), ist davon auszugehen, dass gerade deutsche Spitzenlagen, die heute mit Riesling bestockt sind, in einigen Jahrzehnten andere Rebsorten sehen werden. Möglicherweise wird sich der Rieslinganbau wieder, wie bereits in früheren Epochen, in Seitentäler verlagern. Der sogenannte „Jahrhundertjahrgang 2003“ hat deutlich gezeigt, dass derartiges Klima jedenfalls für den Riesling eher schädlich ist." Mehr zur Rebsorte Riesling auch hier.

13 AugRhönlamm auf Naherholung – im rheinlandpfälzischen Städtchen Saarburg

Saarburg, Foto: Rainer Prüm

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Also stand mal wieder ein Besuch in Saarburg an. Viele denken jetzt, Saarburg läge im Saarland - aber nein, liegt in Rheinland-Pfalz. Von mir auf etwas mehr als halber Strecke nach Trier sozusagen. Denn Saarburg ist eine Stadt im Landkreis Trier-Saarburg und liegt im westlichen Teil des Naturparks Saar-Hunsrück am Ufer der Saar sowie an der Mündung des Leukbaches. Neben dem historischen Kern zählen die Ortsteile Beurig, Kahren, Niederleuken und Krutweiler zum Stadtgebiet. Saarburg ist der Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Saarburg und ist gemäß Landesplanung als Mittelzentrum eingestuft. Saarburg ist auch die Saarweinmetropole, denn der "Saarwein" kommt aus Rheinland-Pfalz und nicht etwa aus dem Saarland! Man geht durch vereinzelte Funde davon aus, dass bereits in vorgeschichtlicher und römisch-fränkischer Zeit, es Ansiedlungen in Saarburg gab. Die eigentliche Geschichte begann mit dem Bau der Burg von Graf Siegfried von Luxemburg. Er errichtete auf dem Inselberg, den er vom Trierer Erzbischof Heinrich gekauft hatte, eine große Höhenburg, die Festung Saarburg. Erstmals erwähnt wurde die Saarburg in einem Vertrag vom 17. September 964. Zweck der Vereinbarung war die Errichtung einer Burg - eine der ältesten Höhenburgen im Westen Deutschlands. Die zwischenzeitlich von Trierer Erzbischöfen als eine bevorzugte Residenz genutzte Burg, wurde baulich im Laufe der Zeit weiter verändert und nach Zerstörungen immer wieder in Stand gesetzt. Saarburg wurden schon am 29.05.1291 die Stadtrechte verliehen. Mehr zu Geschichte, Klima und Sehenswertem in Saarburg auch bei wikipedia hier.

Wasserfall der Leuk, Foto Rainer Prüm

Saarburg ist eine über 1000 jährige Stadt mit mittelalterlicher Vergangenheit und lebendiger Gegenwart. Eingebettet in Weinberge und Wälder und vom Leukbach durchflossen, liegt die Stadt mit ihren sehenswerten Denkmälern inmitten der einzigartigen Kulturlandschaft und Dreiländereck Deutschland - Frankreich - Luxemburg. Eine besondere Attraktion und Schauspiel ist der 20 Meter hohe Wasserfall der Leuk inmitten der Stadt der zwischen Fachwerkhäusern und Barockbauten als "höchster innerstädtischer Wasserfall Europas" zu Tal stürzt und die Mühlräder der ehemaligen Hackenberger Mühle antreibt. Die Hackenberger Mühle stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Mühlenkomplex umfasst drei hintereinander gestaffelte Mühlen, deren Räder sich auch heute noch unterhalb des Wasserfalles drehen. Bis zum Jahre 1974 wurde hier Getreide zu Mehl gemahlen. Die Leistung der Mühlräder betrug bei voller Belastung 17 PS. Mit den Originalantrieben könnte heute noch täglich eine Tonne Mehl ausgestoßen werden. Im Keller der Mühle kann man auch noch die vielen Zahnräder besichtigen, die durch einen Lederriemen mit dem Mahlstuhl im oberen Geschoss verbunden waren.

Saarburger Kirche, Foto: Rainer Prüm

Besonders sehenswert ist auch die Saarburger Glockengießerei, die seit 1770 in der Stadt ansässig ist. Bis zum Jare 2002 wurde die große Kunst der Glockenherstellung ausgeübt Die von Hand gefertigten Glocken gingen von Saarburg aus in die ganze Welt. Seit 2003 ist der Betrieb als Museum erhalten. Schon im 13. Jahrhundert war der Leukbach in die Stadt umgeleitet worden, in erster Linie, um bei Bränden direkt Löschwasser im Ort zu haben. So entstand der Wasserfall, und so wurden auch bald die ersten Wassermühlen gebaut, die seinerzeit die Energie für Mühlen und Handwerksbetriebe lieferte. Der Mosel-Reiseführer schreibt dazu weiter, dass "Schiffahrt, Flößerei und Fischerei, aber auch der Weinbau für die Wirtschaft der Stadt in frühen Zeiten die Hauptrolle spielten. Später kamen Gerbereien und Webereien hinzu und bildeten die Grundlage des Wohlstandes von Saarburg. Um 1850 gab es noch sechs Gerbereien in Saarburg. Hier wurde das Leder hergestellt, aus dem die in Saarburg ansässigen Schuster die Schuhe fertigten."

Die Leuk in Saarburg, Foto: Rainer Prüm

Wie wichtig die Fischerei in der Saar für die Stadt Saarburg war, kann man noch an den kleinen Fischerhäuschen in der Unterstadt sehen, die aus jener Zeit stammen. Der Beruf mit der längsten Tradition in Saarburg ist die Schifffahrt. Über den Wasserweg "Saar" wurden die Naturprodukte der Region, Kohle und Holz, aber auch Glocken, transportiert. Dabei mussten selbst Menschen beim Treideln (Ziehen) der Schiffe mit Hand anlegen. Hoch und mächtig ragt dagegen der dunkle neugotische Chor der Pfarrkirche St. Laurentius mit mächtigem Schieferdach über die verschachtelten Altstadthäuser. Eine Sesselbahn bringt Spaziergänger ohne mühsamen Aufstieg in die Wälder über der Stadt. Für "Wasserwanderer" hat Saarburg einen Jachthafen, der in der Saison von zahlreichen Sportbooten angelaufen wird. Ich jedenfalls bin gerne öfters im Jahr in Saarburg, ob auf einen Kaffee mit Apfelstrudel, ein Glas Saarwein oder auf ein frisches (alkoholfreies) Hefeweizen! ;-)

Saarburger Hof, Foto: Rainer Prüm

21 MaiRhönlamm auf Reisen – Radwandern im Saarland

Das Saarland bietet ein großes und ausgedehntes Radwegenetz, das Radfahrer frei und nach Belieben wählen lässt. Sehr viele richtig schöne und tolle Radwege stehen hier für Urlaub und Freizeit zur Auswahl.

Der Saar-Radweg, eine familienfreundliche, völlig ebene Tour, führt entlang des Saarufers von Saargemünd in Frankreich bis nach Konz, wo Saar und Mosel aufeinander treffen. Der Saarland-Radweg, er führt durch herrliche Landschaften an der äußeren Landesgrenze entlang. Der Saar-Nahe-Höhen-Radweg, er geht vom Saarbrückern - Güdingen an der Saar aus und verläuft über Blieskastel und Neunkirchen bis zum Bostalsee. Dann der Saar-Oster-Höhen-Radweg, er verbindet die West-Ost-Achse bei Saarlouis mit dem östlichen Abschnitt des Saarland-Radweges. Der Niedtal-Radweg verbindet die Orte Rehlingen am Saar-Radweg und Hemmersdorf am Saarland-Radweg miteinander. Schließlich der Saar-Bostalsee-Radweg, er bietet gleich zwei Erlebnisse! Eine Talroute im ersten und eine sehr reizvolle Höhenroute im zweiten Abschnitt der Tour und führt vom Saartal zum hochgelegenen Bostalsee. Und auch noch der Köllertal-Radweg. Er ist die diagonale Verbindung des Saar-Radweges bei Völklingen und dem Saar-Oster-Höhen-Radweg bei Wiesbach-Mangelhausen.

Die Routen können einzeln befahren werden, sind aber auch problemlos miteinander zu verknüpfen. Durch strategische Knotenpunkte innerhalb des Radwegenetzes entstehen individuelle Routenmöglichkeiten auch mit Anschluss an den Naheradweg, den Moselradweg und den Europäischen Mühlenradweg. Hinzu kommt die grenzüberschreitende VeloRoute SaarLorLux, die auch auf rund 473 Kilometer durch das Dreiländereck Deutschland / Frankreich / Luxemburg führt. Mehr zu den tollen Radwegen im Saarland finden Sie auch auf den Seiten der Tourismuszentrale des Saarlandes. Der Radfahrer genießt im Saarland eine äußerst radlerfreundliche Infrastruktur mit vielen Rast- und Einkehrmöglichkeiten. Mit einem eigenen, leicht verständlichen Beschilderungssystem bietet das Saarland einen guten Service für alle Radfreunde. Die touristischen Routen folgen grünen Schildern mit Radsymbol und farbigem Routen-Logo. Der Radler findet auf den Routen große Schilder mit exakter Kilometerangabe und kleinere Folgeschilder. Auf Einzelziele wie Bahnhöfe, touristische Attraktionen oder Hotels und Restaurants weisen jeweils eigene Schilder hin. Neben der durchgehenden Beschilderung beschreiben 74 Infotafel Sehenswürdigkeiten, Routenverlauf und bieten dreisprachige Informationen zu der Umgebung. Ein Höhenprofil zeigt an, ob es auf der weiteren Strecke bergauf oder bergab geht. Infos zu Radreisen im Saarland gibt es auch auf der Radreisen-Datenbank.
Produktion und Regie bei diesem Video hatte wieder Lars Bastian von der  public vision KG aus Düsseldorf, im Auftrag der Tourismus Zentrale Saarland GmbH

18 MaiRhönlamm mag auch Saarländische Küche

Die saarländische Küche ist deftig und verarbeitet häufig Kartoffeln, Speck und Bohnen. Ursprünglich sollten von den saarländischen Gerichten Bergleute, Bauern und Industriearbeiter satt werden und Kräfte für die schwere Arbeit sammeln. Heute sind sie für viele Saarländer "Delikatessen", die es oft nur noch bei Mutti gibt. Mittlerweile aber auch bei saarländischen Gastronomen, die das Ursprüngliche zu schätzen wissen. Historisch geprägt ist sie von der Pfalz, vom Rheinland und von Lothringen. Essen hat für die meisten Saarländer einen hohen Stellenwert. "Hauptsach gudd gess"  ("nix geschafft hann mir schnell") ist einer der Wahlsprüche der Saarländer. Mehr zur saarländischen Küche finden Sie im Saarland-Lexikon. Wie in den Nachbarregionen, besonders dem Elsaß, spielt außerdem das Sauerkraut als Beilage eine wichtige Rolle. Verfeinert werden die simplen Mahlzeiten oft mit einer Speck-Sahne-Soße, die früher als zusätzlicher Kalorienvorrat genutzt wurde. Noch mehr zur Saarländischen Küche wie beispielsweise Dibbelabbes und Schales oder  Gefillde, Geheirate, HoorischeKrommbeerkerschdscher und Plattgeschmelzde finden Sie auch auf wikipedia.

Wer gerne gut isst und trinkt, der wird sich als Gast zwangsläufig in das Saarland verlieben. Die Besonderheit der saarländischen Küche ist nicht leicht zu beschreiben, da es viele Schwerpunkte gibt. Ein reizvoller kulinarischer Spannungsbogen prägt die Restaurants und Bistros im Lande.

Saarländischer Schwenkbraten, Foto: Rainer Prüm

Vom traditionellen Schwenkbraten und der deftigen Kartoffelküche, kombiniert mit frischen Salaten und Kräutern bis zum herausragenden Sterne-Restaurant ist alles in bester Qualität zu finden. Das Saarland hat in den letzten 200 Jahren häufig die Nationalität gewechselt. Die Geschichte und damit auch die Küche des Landes sind geprägt durch diesen Wechsel der Staatszugehörigkeiten: mal deutsch, dann wieder französisch, mal eigenständig. Entstanden ist daraus eine außergewöhnliche kulinarische Vielfalt und Qualität, die das kleinste Bundesland zu einem kulinarischen Juwel Deutschlands macht.

Produktion und Regie diese Videos ist von der public vision KG aus Düsseldorf im Auftrag der Tourismus Zentrale Saarland GmbH.

26 AprRhönlamm wandert im Saarland

Das Saarland, eingebettet zwischen Frankreich und Luxemburg, ist mit seiner abwechslungsreichen Landschaft und der hervorragenden Küche für Wanderer wie geschaffen. Das Saarland setzt bewusst und mit großem Erfolg auf die Umsetzung der Qualitätskriterien des deutschen Wandersiegels. Die entstandenen Premiumwanderwege sind ausgesuchte Rundwanderwege in schönster saarländischer Landschaft mit einer ausgezeichneten Beschilderung. Die Saarland Tafeltouren sind Premiumwege, alle gekennzeichnet mit einer Kochmütze, die höchsten Wandergenuss mit kulinarischen Kostbarkeiten aus der Region verbinden.

Der Fernwanderweg Saar-Hunrück-Steig ist der Beste seiner Art in Deutschland. Quer über den Hunsrück, von der Saarschleife bis in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein, verläuft der Wanderweg für leidenschaftliche Naturliebhaber, der durch eine faszinierende Landschaft führt. Produktion und Regie dieses wunderbaren Wanderfilms liegt bei Lars Bastian und seiner public vision KG, Düsseldorf. Erstellt wurde der Film im Auftrag der TZS (Tourismuszentrale des Saarlandes).

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